Kleines Budget, große Überraschung

Hardcore Mecha: Anime-Sidescroller im Test – Ein Fest für Mech-Fans

  • Christian Böttcher
    VonChristian Böttcher
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In Hardcore Mecha erwarten euch rasante Kämpfe in gepanzerten Mechs. Der Sidescroller im Anime-Gewand punktet im Test mit toller Steuerung und adrenalinreichen Kämpfen.

  • Hardcore Mecha erschien am 26. Juni 2019 erstmals für PS4 und PC.
  • Am 15. Oktober veröffentlichte Entwickler RocketPunch Games den Sidescroller auch für Nintendo Switch.
  • Warum der Sidescroller im Anime-Look vor allem Mech-Fans überraschen könnte, verrät unser Test.

China – Das Mecha-Genre ist zwar primär dem japanischen Bereich zuzuordnen, doch auch in der westlichen Hemisphäre konnten Fans und Interessierte schon häufiger auf Tuchfühlung gehen. Bekannte Marken lassen sich hier einige finden, wie bspw. Transformers, Mech Warrior, Metal Gear, sowie Pacific Rim. Den Core-Fans kommen natürlich noch diverse Highlights im Anime-Gewand in den Sinn, wie beispielsweise Gundam, Neon Genesis Evangelion oder Full Metal Panic, und genau in diese Richtung bewegt sich auch der neue Titel Hardcore Mecha auf der Nintendo Switch.  

Name des SpielsHardcore Mecha
Release (Datum der Erstveröffentlichung)26. Juni 2019 (PS4, PC) | 15. Oktober 2020 (Switch)
PublisherRocketPunch Games
Serie-
PlattformNintendo Switch, PS4, PC
EntwicklerRocketPunch Games
GenreJump 'n' Run, Sidescroller

Hardcore Mecha im Test: Steile Lernkurve, steiler Spaßfaktor

In Hardcore Mecha schlüpfen wir in die Rolle von Tarethur O’Connell, einem Söldner des Hardcore Defense Corps. Gleich zum Start des Spiels bekommen wir eine Mission der U.N.F. zugeschoben, in der wir deren Lieutanant „A“ retten müssen. Eine einfache Mission, die besonders gut bezahlt wird – ergo stimmt hier irgendetwas nicht.

In puncto Inszenierung erwartet euch bei Hardcore Mecha eine echte Überraschung.

Wie erwartet steht zwischen uns und unserem Ziel massiver Widerstand, teils äußerst fähige Widersacher sowie eine Geschichte, die damit droht, sich langsam aber sicher zu entfalten. Gerade einige Gegner haben es hier besonders in sich, doch haben wir uns an die Steuerung erst mal gewöhnt, geht in Hardcore Mecha einiges einfacher von der Hand.

Der Start von Hardcore Mecha fällt dabei nicht allzu einfach aus, denn zunächst fühlt sich das Gameplay etwas überfordernd an. Wir haben ein normales Gewehr sowie eine verbaute Automatik-Gun, die beide über unterschiedliche Knöpfe bedient werden müssen.

Die Bullethell-Passagen gehören zu den größten Stärken von Hardcore Mecha.

Hinzu gesellen sich ein Sprint, Nahkampf-Moves, eine Blocken-Funktion und das Fliegen – und am besten gilt es diese Fähigkeiten allesamt gleichzeitig und kombiniert zu verwenden – zumindest wenn wir das Maximum aus unserem Mech herauszuholen wollen. Hier bedarf es tatsächlich etwas an Übung, bis wir die Steuerung verinnerlicht haben. Ist dies jedoch gelungen, wird das Gameplay nur umso unterhaltsamer.

Hardcore Mecha im Test: Viele Upgrades für ein kurzes Vergnügen

Im Lauf des Spiels können wir unserem Mech zudem upgraden, was via Level-Ups geschieht. Besiegte Gegner lassen immer wieder Münzen fallen, die es schnell aufzusammeln gilt. Mit diesen können die besagten Upgrade erworben werden. Diese Verbesserungen bieten Vorzüge in allzu klassischer Manier: von dickerer Panzerung, neuen Waffen und Superattacken bis hin zu Upgrades für die Flugeinlagen.  

Die Kampagne fällt mit rund 5-6 Spielstunden zwar nicht allzu lang aus, jedoch ist gerade die Mischung aus gut inszenierten - wenn auch vorhersehbaren und meist klischeebehafteten – Storytwists, den wirklich abwechslungsreichen Leveln, wunderschön inszenierten Momenten und natürlich dem tollem Design, besonders gut gelungen.

Nach dem Abschließen der Story können wir uns neben dem Mehrspieler-Modus auch in einer Simulation austoben. Letztere bietet endlose Horden an Gegnern, denen es standzuhalten gilt. Dabei lassen sich auch neue Mechs und Upgrades freischalten, was zwar etwas grindig ist, aber auch mit dem gewissen Suchtfaktor daherkommt. Der Mehrspieler-Modus ist hingegen sowohl online als auch lokal möglich.

Hardcore Mecha: So gut schneidet der Anime-Sidescroller im Test ab

Hardcore Mecha im Test: Anime-Sidescroller überrascht mit toller Inszenierung.

Hardcore Mecha gehört zwar sicher zu den Spielen, von denen die meisten Gamer noch nie etwas gehört haben, jedoch zeigt sich hier abermals, dass auch kleinere Titel absolut glänzen und mit den großen Studios mithalten können. Der Entwickler RocketPunch Games hat hier einen sehr stimmigen 2D-Sidescroller auf die Switch gebracht, der zwar inhaltlich relativ kurz ist, aber mit tollen Missionen und einer ordentlichen Inszenierung unterhalten und überzeugen kann. Dabei kommen die Level stets in einer gefühlt sehr passenden Länge daher, sodass sich der Titel auch bestens für kurze Intermezzos eignet. Zwar wirkt der Mehrspieler-Part teils etwas chaotisch, doch auch hier werden sich eingefleischte Fans schnell zurechtfinden und spannende Gefechte abliefern. Ein tolles Games für Zwischendurch!

ProCon
Unterhaltsame und gut inszenierte StoryTeils leichte Störungen im Sound
Tolles DesignOnline wenige Spieler zu finden
Abwechslungsreiche Missionen und BosskämpfeVorhersehbarer Storyverlauf
Rasantes und griffiges Gameplay
Simulations-Modus mit Suchtpotential

Rubriklistenbild: © RocketPunch Games

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