Musou-Offenbarung?

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test – Der perfekte Übergang bis BOTW 2

  • vonDaniel Meyer
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Auch in Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung gilt es, das gleichnamige Königreich zu retten – Musous-Style. Wie viel Spaß das macht, zeigt der Test zum Hack and Slay.

  • Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung erschien am 20. November 2020 für die Nintendo Switch.
  • Entwickler Omega Force greift viele Eigenheiten des aktuellen BOTW auf und verbindet sie mit klassischem Musour-Gameplay.
  • Ob das neue Hyrule Warriors die Wartezeit bis zu Breath of the Wild 2 adäquat füllen kann, erfahrt ihr im Test.

Yokohama, Japan – Die Verheerung Ganon hat das Königreich Hyrule an den Rand der Zerstörung getrieben, wie wir es bereits in Zelda: Breath of the Wild miterleben konnten. Wie es dazu gekommen ist, erfahren wir nun in der Vorgeschichte – und das in feinster Musou-Action. Im Test verraten wir euch, ob Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung die Wartezeit bis zu Breath of the Wild 2 angemessen zu füllen weiß.

Name des SpielsHyrule Warriors: Zeit der Verheerung
Release (Datum der Erstveröffentlichung)20. November 2020
Publisher (Herausgeber)Nintendo, Tecmo Koei
SerieHyrule Warriors
PlattformNintendo Switch
EntwicklerTecmo Koei, Omega Force
GenreHack and Slay, Musou

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test – Ein Tribut an Breath of The Wild

Mit Breath of the Wild feierte Nintendo einen immensen Erfolg, und mit einem Metacritic-Wert von 96 Prozent zählt der Titel auch zu den besten Games der Videospielgeschichte. Um die Wartezeit auf die bereits angeteaserte Fortsetzung zu verkürzen, kommen Fans nun in den Genuss eines neuen Musou-AblegerHyrule Warriors: Zeit der Verheerung. Hier können Spieler die Ereignisse, die rund 100 Jahre vor Breath of the Wild spielten, nacherleben und obendrein warten auch einige spannende Wendungen und Ereignisse auf uns, die es zu entdecken gilt, genau wie zahlreiche tolle Charaktere.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung hält sich strikt an die Story-Vorgaben von Breath of the Wild.

Die Geschichte von Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung beginnt zu jener Zeit, in der das Schloss Hyrule von Wächtern angegriffen und zerstört wird. Der Fokus wird hier auf einen kleinen, niedlichen Mini-Wächter gesetzt, der durch die Zeit zurückreist und fortan Link und Co. begleitet und tatkräftig unterstützt. Dabei nimmt der Mini-Wächter erfolgreich eine Maskottchen-Rolle ein, wodurch er wie ein knuffiger R2D2 immer wieder für Schmunzler sorgt. Doch viel zu lachen gibt es für das Königreich Hyrule nicht, denn Bildaufnahmen des neuen Gefährten zeigen, wie hoffnungslos unvorbereitet die bisherigen Bemühen des Reichs tatsächlich sind. Wenn jetzt nichts unternommen wird, wird das Übel Ganon den Sieg erringen.  

Dabei wird mit bisherigen Storyentwicklungen des Hauptspiels nicht gebrochen, sodass Zelda hier auf der Suche nach dem auserwählten Champion ist und selbst ihre innere Kraft noch nicht geschafft hat, freizusetzen. Obendrein gilt es Individuen zu finden, die die Titanen steuern können. Dabei stoßen wir im Verlauf der Geschichte auch auf die Gerudo, die Orni und unter anderen die Goronen, die stellenweise mit ganz eigenen Problemen und Konflikten daherkommen. Nicht überall werden wir mit offenen Armen empfangen, was aber auch daran liegt, dass der Yiga-Clan alles daran setzt, Chaos zu stiften und die Verheerung einzuleiten.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test – Massenkämpfe und der Shiekah-Stein

Was im Verlauf der Geschichte schnell klar wird ist, dass man sich bei Omega Force bei der Entwicklung von Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung viel Mühe gegeben hat, all die kleinen Details des Hauptspiels in den Titel einfließen zu lassen. So lassen sich bspw. versteckte Krogs in den unterschiedlichen Levelgebieten finden, zahlreiche bekannte Charaktere lassen sich natürlich ebenso spielen, Rezepte gilt es zu entdecken, um vorteilhafte Buffs zu erhalten, Waffen-Crafting spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und natürlich darf der Shiekah-Stein hier auch nicht fehlen.

Wie bereits in Breath of the Wild kann der Shiekah-Stein wieder eingesetzt werden, um allerlei Effekte hervorzurufen. Mit dem Bombenmodul können Bomben auf Gegner geworfen und die Schilde von Bossen geknackt werden und u.a. mit dem Cryo-Modul können Feinde eingefroren bzw. ausgebremst werden. Diese Fähigkeiten spielen vor allem bei Elite-Gegnern eine wichtige Rolle, denn um diese aufs Korn zu nehmen, gilt es zunächst eine Schildanzeige zu dezimieren, damit ordentlich Bonus-Schaden angerichtet werden kann. Abseits dessen gibt es natürlich noch die gewohnten Massenkämpfe, wie wir sie aus Musou- bzw. Warriors-Titeln kennen und lieben.

Beim Gameplay setzt Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung auf einen Mix aus altbekannten Mechaniken und neuen Kniffen.

Das einzige Problem an Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung ist, dass es langsam mehr als ersichtlich wird, dass der Zahn der Zeit beginnt, an der Switch zu nagen. Dies lässt sich im Spiel an diversen Details erkennen, insbesondere an den stellenweise wenig flüssigen Bewegungen der Charaktere, den aufpoppenden Gegnern und der langsam in die Jahre kommenden Grafikpräsentation. Vergleichen wir den Titel bspw. mit anderen Musou-Ablegern auf Xbox oder PlayStation, so ist die Zahl der Gegner hier teils deutlich höher und auch die Art und Weise wie diese ins Spielgeschehen hinzustoßen, ist eleganter gelöst als das bloße Auftauchen aus dem Nichts. Dafür spielt sich der Titel allerdings ansonsten flüssig und ohne Ruckler, jedoch ist vor allem der Handheld-Modus zu empfehlen, da die Schwächen der Optik auf dem großen Bildschirm deutlich markanter auffallen.

Weltkarte Hyrule: Erobern, Craften, Leveln sind die Kerndisziplinen von Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung

Zwischen den Missionen kehren wir immer wieder auf die Weltkarte des Spiels zurück. Auf dieser sehen wir das gesamte Reich von Hyrule, wo wir auch zahlreiche Markierungen erkennen und nach und nach neue freischalten können. Einige davon stellen Haupt- und Nebenmissionen dar, in denen unter anderem Ressourcen gefarmt werden können. Andere Markierungen bieten uns Möglichkeiten, um einzelne Charaktere zu verbessern und Combos freizuschalten oder in Geschäften Handel zu treiben. Hier können wir nicht nur Items kaufen und verkaufen, auch können in der Schmiede gesammelte Waffen verbessert werden. Dies geschieht durch eine Fusion unterschiedlicher Waffen, sodass nicht nur ihre Stärke steigt, sondern auch einzigartige besondere Eigenschaften in diesen erweckt werden können.

Auch in Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung gilt es, das sagenumwobene Königreich vor Ganon zu schützen.

Neben normalen Missionen, in denen wir in gewohnter Manier Bosse besiegen, Regionen einnehmen und andere Ziele erfüllen müssen – meist mit massivem Button-Mashing verbunden - gibt es auch einige Missionen, die für zusätzliche Abwechslung sorgen. In diesen können wir die Titanen der Welt steuern und uns über Landstriche und durch Schluchten bewegen. Dabei nutzen wir ihre immense Feuerkraft, um gleich Tausende von Feinden mit nur einem Knopfdruck zu erledigen. Feindliche Geschossen können mit dem richtigen Timing teils auch abgefangen und zurückgeworfen werden, doch schwierig zu meistern sind diese Missionen keineswegs. Etwas frischen Wind bringen diese allerdings durchaus ins Spiel, zumal die Waffensysteme der Titanen übermächtig sind.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test – Unser Fazit zum Musou-Rückkehrer

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test – Actiongeladener Lückenfüller bis zu Breath of the Wild 2.

Bis es mit Breath of the Wild 2 weitergeht, wird vermutlich noch einiges an Zeit vergehen. Glücklicherweise bietet Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung hier genügend Potential, um diese Lücke zu füllen. Dabei warten viele neue und altbekannte Charaktere darauf, von euch entdeckt zu werden – in deren Haut erlebt ihr actionreiche Kämpfe und nutzt einzigartige Fähigkeiten. Dabei nimmt Entwickler Omega Force die vielen Eigenheiten von Breath of the Wild auf, um sie sinngerecht auch in einem Musou-Ableger unterzubringen. Während die Inszenierung insbesondere der Zwischensequenzen liebevoll aufgezogen wurde, so fehlt es jedoch manchmal an Authentizität und Sinn, sodass manche Ereignisse skurril und unstimmig wirken. Jedoch tut dies der Action und manch spannender Storywendung keinen Abbruch, sodass insbesondere Fans hier durchaus auf ihre Kosten kommen können.

ProCon
+ Zahlreiche einzigartige spielbare Charaktere- Optisch nur Mittelmaß
+ Koop-Modus mit an Bord- Charakterbewegungen teils nicht flüssig genug
+ Teils witzige und spannende Story-Momente- Geringe Anzahl an Gegnertypen
+ Gut gelungenes Crafting-System- Storyinszenierung teils klischeehaft und willkürlich
+ Niedliches Wächter-Maskottchen

Rubriklistenbild: © Omega Force

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