Schnell, Schneller, NVMe

Kioxia NVMe Exceria Plus im Test: Das taugt die Lichtgeschwindigkeits-SSD

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Mit der NVMe Exceria Plus bringt Kioxia eine SSD mit rasanten Lese- und Schreibgeschwindigkeiten auf den Markt. Bringt die Festplatte auch Vorteile für Gamer?

Hamburg – Dumme Frage: Was ist eigentlich eine NVMe? Den Namen werden einige wohl schon mal hier oder dort aufgeschnappt haben, so richtig beantworten können es dann aber die Wenigsten. Keine Schande, scheinen gerade Bauteile für den heimischen PC mit Absicht so kompliziert wie nur möglich von den fiesen Herstellern betitelt. Die Kioxia NVMe Exceria Plus ist da keine Ausnahme. Wir haben uns das winzige Schmuckstück für euch genauer angeschaut und verraten die Kniffe einer NVMe im Vergleich mit einer herkömmlichen SSD, HDD und den anderen üblichen Verdächtigen.

FirmaKioxia Holdings Corporation
CEONobuo Hayasaka
HauptsitzMinato, Tokyo, Japan
Gründung1. Juni 2018

Kioxia NVMe Exceria Plus im Test: Was unterscheidet eine NVMe von einer SSD oder einer Festplatte?

Bevor wir genauer auf die Kioxia NVMe Exceria Plus eingehen, vielleicht einmal ein kurzer Abriss in Sachen NVMe-Kunde. Bei einer NVMe handelt es sich ganz vereinfacht runtergebrochen um ein sehr kleines SSD-Speichermedium. Hier dreht sich also keine Datendisk mehr wie in einer alten HDD – eine NVMe besitzt als SSD keine beweglichen Teile. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen SSD, wie sie mittlerweile auch in Konsolen wie Microsofts Xbox Series X verbaut sind, ist eine NVMe allerdings nochmal um einiges kleiner. Das liegt daran, dass sie nicht mehr mit einem SATA-Kabel an den PC gebunden, sondern direkt in den passenden NVMe-Steckplatz auf dem Motherboard geklickt wird.

Kioxia NVMe Exceria Plus im Test: Das taugt die Lichtgeschwindigkeits-SSD

Eine NVMe hat so den entscheidenden Vorteil, keine zusätzlichen Treiber nutzen zu müssen. Gerade im Gaming-Bereich klingt das besonders reizvoll, reduziert sich doch so die Latenz der Festplatte enorm. Geringe Latenz, das wissen wir alle, kann gerade bei rasanten Spielen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Kioxia Exceria NVMe Plus ist nun eine dieser Wundersteckkarten vom Typ M.2 und wird, wie eben beschrieben, kinderleicht auf dem Motherboard eures PCs verbaut. Dann heißt es nur noch im System initialisieren und „Hallo Geschwindigkeitsrausch“.

Kioxia NVMe Exceria Plus im Test: Eine Wohltat für Gamer

In unserem Test hatten wir das 2 TB-Modell Kioxia NVMe Exceria Plus in Gebrauch. Kioxia verspricht für die NVMe wirklich blitzschnelle Lese- und Schreibe-Geschwindigkeiten von 3.400 und 3.200 MB/s. Nur zum Vergleich: Eine normale SSD, die im Vergleich zu handelsüblichen Festplatten schon rasante Leistungen abliefern, kommt im Schnitt nur auf Lese- und Schreib-Geschwindigkeiten von knapp 500 MB/s. Zumindest auf dem Papier ist die Kioxia NVMe Exceria Plus also fast siebenmal so schnell wie eine bereits sportliche SSD.

Die Kioxia NVME Exceria Plus wird einfach an das Motherboard des PCs geklickt.

Wenn deine SSD Usain Bolt ist, dann ist die Kioxia NVMe Exceria Plus Lewis Hamilton. Das heißt natürlich nur, wenn diese Daten auch im echten Betrieb erreicht werden können. Unsere Tests sagen: Ja, das kriegt die Kioxia NVMe Exceria Plus wirklich hin – zumindest fast. In unseren Ausflügen mit dem Speicherwunder kam die Kioxia NVMe Exceria Plus konstant auf knapp 3.000 MB/s, sowohl was Lese- und Schreib-Geschwindigkeit angeht. Da allerdings jedes PC-Set Up anders ausfällt, ist mit kleinen Schwankungen zu rechnen. Zudem sind die 3.400 und 3.200 MB/s natürlich Maximalwerte von Kioxia

Kioxia NVMe Exceria Plus im Test: Lohnt sich die Super-SSD für Gamer?

Nun aber Technik-Geschwurbel und Zahlenschubserei beiseite, was sich der Durchschnitts-Gamer jetzt fragen dürfte, ist wohl folgendes: „Das klingt ja alles ganz gut, was der Ingame mir da erzählt, aber lohnt sich das Ganze zum Zocken wirklich? Immerhin ist die schmal geschnittene Kioxia NVMe Exceria Plus mit knapp 300€ in der 2 TB-Variante bei Weitem kein Schnäppchen.“ – Fairer Punkt! SATA-SSDs mit vergleichbarem Datenvolumen gibt es derzeit zu wesentlich günstigeren Preisen. Das mag jetzt vermutlich sicher niemand hören, aber auf die Frage nach dem Nutzen einer NVMe-SSD müssen wir mit einem klaren Jein antworten.

Seid ihr reiner Durchschnitts-Gamer, werdet ihr die NVMe in eurem System vermutlich nicht einmal bemerken. Ladezeiten beim Gaming reduzieren sich selbst mit der NVMe nur um wenige Sekunden. Auch wenn die Geschwindigkeit der NVMe im Vergleich zu einer normalen SSD gewaltig klingt, ist die kleine Karte für den Normal-User kein so gewaltiger Schritt wie noch von HDD auf SSD.

Wo eine NVMe wiederum besonders sinnig ist, sind Felder, in denen mit gewaltigen Datenmengen rumhantiert werden. Verbringt man seine Zeit am Rechner beispielsweise viel mit Videoschnitt, dann kann die NVMe zur echten Geheimwaffe werden und merkliche Vorteile mit sich bringen. Auch kompaktere Systeme profitieren von der kleinen Größe der NVMe – bastelt ihr beispielsweise an einem eigenen Gaming-Laptop kann die NVMe vielleicht die beste Wahl für eure Kreation sein.

Die Kioxia NVMe Exceria Plus in ihrem natürlichen Habitat.

Ein Standard Set-Up ist mit einer NVMe gut beraten, benötigt wird die blitzschnelle Festplatte aber nicht zwingend, wenn die Alternative eine SATA-SSD wäre. Wer einfach auf der Suche nach einem der aktuell schnellsten Speichermedien ist oder Tag ein Tag aus mit Premiere schneidet, der kann bei der Kioxia NVMe Exceria Plus auf Caseking.de bedenkenlos zugreifen und den Aufpreis zur Standard-SSD zahlen.

Rubriklistenbild: © Jonas Dirkes

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