+
Ni No Kuni: Auch auf der Nintendo Switch ein Meisterwerk?

Nach sechs Jahren

Ni No Kuni (Switch) im Test: Zauberhafte Rückkehr oder liebloser Port?

  • schließen

Auch wenn Ni No Kuni: Fluch der weißen Königin schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, sorgt die Switch-Fassung bei Fans für Jubel. Zurecht? Der Test zeigt's!

Manchmal ist es erstaunlich, wie schnell die Zeit verfliegen kann. Dies zeigt sich aktuell an Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin, denn in Japan ist der Titel bereits 2011 und zwei Jahre darauf auch in Europa für Sonys PlayStation 3 auf den Markt gekommen. 

Neben einer Remastered-Fassung für die PS4, dürfen Nintendo-Fans nun den Titel, der in Zusammenarbeit mit dem renommierten Animationsstudio Ghibli entstanden ist, auch auf der Switch genießen. Besonders beeindruckend: Trotz der zahlreichen Jahre, die seit Erstveröffentlichung ins Land gezogen sind, habt ihr es weiterhin mit einem beeindruckend wunderschönen Spiel zu tun, welches der Konkurrenz noch immer zeigt, wo es lang geht. 

Ni No Kuni: Fulminante Rückkehr auf die Switch oder liebloser Port?

Eine Welt voll Magie und Wunder

Im Fokus der Handlung steht der kleine Junge Oliver, der im verträumten Städtchen Motorville lebt. Eines Tages erleidet er jedoch einen schicksalshaften Rückschlag, wodurch anschließend seine Stoffpuppe Tröpfchen zum Leben erwacht. Es stellt sich heraus, dass es sich hierbei um eine Fee handelt, die von einem bösen Fiesling verwunschen wurde. Obendrein steckt ihre gesamt Welt in Gefahrt, sodass Oliver helfen soll dieses Unheil zu besiegen. Doch zunächst gilt es in diese andere Welt zu gelangen, was selbstverständlich dank Magie ein Leichtes ist. 

Sei es Motorville oder die neue magische Welt, beide sind äußerst beeindruckend und wunderschön inszeniert. Die beiden Welten trotzen nur so von Leben und liebevollen Details, sodass man sich als Spieler sehr schnell in die Spielwelt hinein verzaubert fühlt. Fast schon fühlt sich das Spiel selbst wie ein Ghibli-Film an (wie bspw. Prinzessin Mononoke), was zudem durch zahllose Zwischensequenzen und Dialoge nur noch vertieft wird. Positiv ist vor allem, dass eine japanische Synchronisation angeboten wird. Negativ fällt hingegen der Grad der Sprachausgabe aus, denn diese wurde nicht durchgehend umgesetzt, sodass auch viel Lesen dazugehört. 

Ni No Kuni: Auch auf der Switch bleibt die Spielwelt magisch.

Der Wechsel zwischen Motorville und der magischen Parallelwelt stellt zudem ein entscheidendes Merkmal des Spiels dar. Denn die beiden Welten und deren Bewohner sind auf eine ganz besondere Art und Weise miteinander verbunden. Jedes Lebewesen hat ein Pendant in der anderen Welt, und wenn dem einen etwas passiert, so hat dies auch gewisse Auswirkungen auf dessen Spiegelbild in der anderen Welt. Entsprechend liegt es an uns, den Bewohnern der beiden Welten zu helfen, sollten diese mal Probleme haben. 

Leveln, Vertraute sammeln und Kämpfe absolvieren

Spielerisch kommt Ni No Kuni solide daher und nutzt zahlreiche altbekannte Gameplay-Mechaniken, versucht aber auch mit einigen Kniffen für frischen Wind zu sorgen. So finden die Kämpfe in in sich geschlossenen Arena stets in Echtzeit statt. Hier müsst ihr entweder selber Hand anlegen, um Monster und andere Fieslinge zu besiegen, oder aber ihr schickt eure Vertrauten ins Gefecht. Steuern könnt ihr die jeweilige aktuelle Figur selbst, Aktionen hingegen werden via einer Befehlsauswahl durchgeführt. 

Die Figuren sind noch immer ein Augenschmauß.

Vertraute stellen dabei kleine Kreaturen dar, die im Verlauf der Geschichte gesammelt werden können. Diese können trainiert, aufgelevelt und mit eigenen Fähigkeiten ausgestattet werden, um so ein gewisses Maß an Individualität ins Spielgeschehen zu bringen. Jedoch gestalten sich die meisten Kämpfe, ausgenommen die teils happigen Bossfights, als relativ einfach. Lediglich die KI von Verbündeten kann als wirklich große Hürde wahrgenommen werden, weshalb wir uns fragen, warum diese mit dem Re-Release nicht überarbeitet wurde. 

Aber auch der Tiefgang des Kampfsystems selbst lässt zu wünschen übrig. Dass Gegner sich vorhersehbar verhalten wäre hier eine maßlose Untertreibung, denn ausgefeilte Verhaltensmuster fallen quasi komplett weg. Entsprechend gilt es kurz dem gegnerischen Angriff auszuweichen, ehe wir einen Konter ausführen können. So flach das Kampfsystem auch für erfahrene Spieler ausfallen mag, so dürfte dies trotz allem kaum ein Problem darstellen, da der Titel sich in erster Linie an ein jüngeres Zielpublikum richtet. 

Was ist neu? 

Auch die Switch-Fassung hat mit leichten Performance-Problemen zu kämpfen.

Auf der PlayStation 4 kommt die Remaster-Fassung mit einer Generalüberholung daher. Ihr dürft euch hier auf eine Auflösung von 1080p mit satten 50 Frames pro Sekunde freuen. Besitzer der PS4 Pro erhalten sogar eine 4K-Auflösung spendiert. Nintendo Fans müssen sich hingegen mit weniger zufrieden geben. Mehr als einen einfachen Port der Originalfassung, die obendrein mit sporadischen Performance-Problemen zu kämpfen hat, bekommt ihr leider nicht. Einbrüche der Framerate sind zwar selten und primär in Kämpfen zu finden, aber durchaus spürbar. 

Fazit

PROS

CONS

+ Kampfsystem mit spannenden Kniffen...

- ...das allerdings zu einfach ausfällt

+ Audiovisuell herausragend

- Switch-Versin mit leichen Performance-Problemen

+ Liebevoll inszenierte Geschichte 

- Stumpfsinnige KI

+ Spannendes 2-Welten-System

+ 80 Stunden beste Unterhaltung

+ Großartige Synchronisation

Mehr zum Ghibli'esken Rollenspiel: Checkt unseren Test zu Nino Kuni 2: Schicksal eines Königreichs.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Teamfight Tactics: Alle Champions, Klassen und Origins in der Übersicht

Teamfight Tactics: Alle Champions, Klassen und Origins in der Übersicht

GTA 5 Online: Alles zum neuen Update - Wann öffnet das Casino?

GTA 5 Online: Alles zum neuen Update - Wann öffnet das Casino?

Teamfight Tactics (TFT): Item Tier List - Wem gebe ich was?

Teamfight Tactics (TFT): Item Tier List - Wem gebe ich was?

Gamescom 2019: Die Gaming-Messe ist eröffnet. Hier alle wichtigen Updates

Gamescom 2019: Die Gaming-Messe ist eröffnet. Hier alle wichtigen Updates

Kommentare