Layers of Fear 2 im Test: Gruseln oder Langweilen?

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Unter allen Spielgenres sind die Horrorspiele wahrlich die einzigen, in denen man sich freiwillig Stress und Angstzuständen aussetzt. Dennoch - oder gerade deswegen - ist das virtuelle Gruseln eine feste Größe in der Spielebranche geworden. Einer der Klassiker ist dabei der Titel Layers of Fear. Das Spiel ist neben den Jumpscares und schaurigen Settings bekannt für seinen Hang zum Unnatürlichen und Paranomalen. Mit Layers of Fear 2 ist jetzt der Nachfolger für Konsole und PC erschienen. Ob ihr euch dabei zu Tode fürchtet oder langweilt, klären wir im Test.

Von Monstern und Mädchen

Layers of Fear 2 hat wie jedes Horrorspiel eine eher unwichtige Geschichte, die lediglich das Setting und wenige Wendepunkte erklärt. So spielt ihr eine namenlose Hollywood-Schauspielerin, die für eine Rolle auf ein Schiff beordert wurde. Prompt stellt sich jedoch heraus, dass an der ganzen Sache etwas faul ist. Schnell beginnt nun die gewohnte Spirale aus Spannung, kleinen Rätseln und Schreckmomenten. Dabei werdet ihr auch bald in die tragische Geschichte zweier Kinder eingeweiht. Sie wird nach und nach aufgedeckt und begleitet euch durch das gesamte Spiel. Für alle unter euch, die selbst in Horrorspielen alles über die erzählten Geschichten erfahren möchten, spoilern wir euch hier nicht weiter. Vor allem Richtung Ende des Spiels waren wir dann immer wieder tatsächlich interessiert am Werdegang der Kinder, ein dramaturgisches Meisterwerk solltet ihr aber nicht erwarten.

Das Setting macht's

Das Schiff gibt dabei durch seine engen Gänge und die unübersichtliche Bauweise ein gutes Setting ab. Schnell gelangt ihr aber auch in skurrile Umgebungen wie ein altes Haus, einen Irrgarten oder Traumwelten. Diese sind sehr stimmungsvoll und neben all dem Schrecken gut anzusehen. Die Stimmung des Spiels wird hier gelegentliche Passagen in schwarz/weiß oder Sepiatönen noch verstärkt. Am Anfang verunsichert einen dieser Effekt noch, im späteren Verlauf gerät er aber zunehmend in den Hintergrund.

Überall lassen sich dabei durch Briefe, Zeitungsschnipsel oder Zeichnungen Informationen zur Geschichte sammeln. Ebenfalls sind im Spiel mehrere Dia-Bilder versteckt. Diese lassen sich im Zimmer des Protagonisten, welches als Anlaufpunkt zwischen den Kapiteln dient, ansehen.

Rätselspaß geht anders

Dabei tauchen auch immer wieder kleine Rätsel im Spiel auf. Diese sind eine nette Abwechslung, fordern aber nicht wirklich eure Gehirnzellen heraus. Hier hätten wir uns etwas mehr Anspruch gewünscht. Neben den Rätseln ist Layers of Fear 2 grob in drei weitere Spielphasen aufteilbar. Dem Laufen, Wegrennen und Ausweichen. Ersteres erklärt sich dabei von selbst. Man wird durch lineare Gänge geleitet, wobei sich hier oft einiges auf den Kopf stellt. So führen Türen beim zweiten Öffnen an andere Orte oder ganze Räume verändern sich, wenn ihr kurz wegguckt. Diese Effekte sind gekonnt inszeniert und erzeugen ein tolles, mulmiges Gefühl. Hier kommt ebenfalls die aus anderen Horrortiteln bekannte Steuerung zum Einsatz. So könnt ihr Tür, Schalter oder Hebel anfassen und dann im gewünschten Tempo bewegen. Diese Mechanik findet zwar im Spielverlauf keine wirklich wichtigen Anwendungsbereiche, erhöht aber den Spannungsfaktor etwas.

Rennt!

Manchmal kommt es vor, dass ihr auf ein schwer definierbares Wesen trefft, welches euch dann verfolgt.  Da ihr euch im Spiel weder verstecken noch verteidigen könnt, bleibt euch nur die Flucht. Vor allem diese Passagen haben uns gut gefallen. Durch die engen Gänge, Türen, die geöffnet werden müssen und die Geräuschkulisse im Nacken entsteht nicht selten echte Panik. Allerdings treten diese Szenen im späteren Spielverlauf häufiger auf, was dann immer weniger Spannung erzeugt. Vor allem wenn man sich in teilweise verwirrenden Gängen verläuft und das ein oder andere Mal geschnappt wird, entsteht eher Frust als Angst.

Die letzte Phase wird durch Feuer-ähnliche Säulen erzeugt. Diese versperren euch den Weg und verlangen von euch, auszuweichen, beziehungsweise abzuwarten. Das Prinzip dahinter wiederholt sich jedoch schnell, weswegen wir hier eher gelangweilt waren. Zumal wir in diesen Teilen keine anderen Gefahren fürchten mussten, stellte sich sogar eine recht entspannte Atmosphäre ein, was natürlich in einem Horrorspiel nicht geschehen sollte.

 

Pros

  • Tolles Setting
  • Dichte Atmosphäre
  • Viele Collectables

Cons

  • Schwache Handlung
  • Zu einfache Rätsel
  • Repetitiver Spielablauf

Fazit

Layers of Fear 2 erfindet sicherlich nicht das Grusel-Rad neu. Es schafft aber, durch eine fantastische Atmosphäre und bildgewaltige Szenen den Spieler aus der Reserve zu locken. Gut geübte Fans von Horrorspielen werden wohl nicht allzu oft überrascht werden, für alle anderen ist das Spiel jedoch mehr als eine Überlegung wert.

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