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Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Stein auf Stein zum Hit

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Von: Janik Boeck

Lego Star Wars fasst mit der Skywalker Saga die neun Hauptteile der Geschichte in einem Spiel zusammen. Wie und ob das funktioniert, haben wir im Test untersucht.

Hamburg – Es ist wieder so weit. Ein neuer Teil Lego Star Wars ist erschienen. Zum vermutlich letzten Mal dürfen wir die Geschichte der Familie Skywalker im Klötzchen-Format nacherleben und die weit, weit entfernte Galaxis auf den Kopf stellen. Kann der neue Teil an die Stärken der Vorgänger anknüpfen? Wir haben uns Lego Star Wars: Die Skywalker Saga im Test genauer angeschaut und auch den letzten Stein umgedreht, um euch diese Frage beantworten zu können. Möge die Macht mit uns sein.

Name des SpielsLego Star Wars: Die Skywalker Saga
Release (Datum der Erstveröffentlichung)5. April 2022
Publisher (Herausgeber)Warner Bros
SerieLego Star Wars
EntwicklerTraveller's Tales
PlattformPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC, Nintendo Switch
GenreAction-Adventure

Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Die Story ist bekannt und ungeschlagen gut erzählt

Das ist die Story in Lego Star Wars: Die Geschichte der neun Episoden Star Wars dürfte inzwischen weithin bekannt sein. In Lego Star Wars: Die Skywalker Saga erleben wir das Familien-Drama der Skywalkers ein weiteres Mal aus nächster Nähe. Anders als in den vier vorangegangenen „Lego Star Wars“-Spielen bekommen wir die Geschichte dieses Mal allerdings nicht als Stummfilm präsentiert, sondern mit gesprochenen Dialogen. Das funktioniert sehr gut, kommt aber dennoch nicht an die Genialität des Story-Tellings der ersten Teile heran.

Kylo Ren hält in Lego Star Wars sein Lichtschwert hoch
Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: An der Story hat sich nichts geändert © Warner Bros.

Zwar kann man in den Extras im Spielmenü den „Nuschelmodus“ einschalten, und die Dialoge damit durch Nuscheln ersetzten, die Länge der Sätze ändert sich dadurch aber nicht. Und auch ansonsten ändert sich dadurch nichts an der Erzählweise in Lego Star Wars: Die Skywalker Saga. Das ist vor allem deshalb schade, weil die meisten Gags ohne Dialoge deutlich besser funktioniert hätten. Die deutsche Sprachausgabe fällt außerdem das ein oder andere Mal durch eine hölzerne Vortragsweise auf. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau.

Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Technik, die begeistert

So schneidet die Technik ab: Wir haben Lego Star Wars: Die Skywalker Saga auf der PlayStation 5 getestet. Auf der Konsole von Sony sieht das Spiel atemberaubend schön aus und besticht durch schnelle Ladezeiten. Trotz großer Spielwelt hat man beim Schnellreisen kaum die Möglichkeit, einen Schluck vom Getränk zu nehmen, so schnell wird man wieder zum Controller gebeten.

Chewbacca steht in Lego Star Wars im Wald auf Endor
LEGO Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Die Spielwelt ist wunderschön © Warner Bros.

Außerdem verfügt das Spiel über einige Einstellungen zur Barrierefreiheit, die das Erlebnis von Lego Star Wars: Die Skywalker Saga verbessern sollen. Aufgaben, bei denen man normalerweise einen Knopf sehr schnell hintereinander drücken muss, lassen sich hier zum Beispiel auf einen einfachen Knopfdruck reduzieren.

Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Gameplay vom Allerfeinsten

Lego Star Wars hat das Gameplay überholt: Neben der verbesserten Grafik und den kürzeren Ladezeiten hat Lego Star Wars: Die Skywalker Saga vor allem in Sachen Gameplay einen riesigen Sprung gewagt. Statt wie in vorherigen Teilen eine Hub-Area zur Verfügung zu haben, von der aus man die Level erkundet, bereist man die Galaxis nun als offene Spielwelt. Am ehesten ist das mit Lego Star Wars 3 vergleichbar.

Obi Wan und Qui Gonn stehen in Theed auf Naboo
Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Theed ist als Teil von Naboo frei erkundbar © Warner Bros.

Die wichtigsten Planeten der Geschichte können nun frei bereist und erkundet werden. Jeder Planet in Lego Star Wars: Die Skywalker Saga bietet dabei verschiedene Rätsel, die es zu lösen gilt. Erstmals findet man hier auch verschiedene Charaktere, mit denen man interagieren kann und die einem Quests geben, für die man Belohnungen bekommt. Ganz im Stil der Reihe, sind einige Rätsel erst später lösbar, wenn man die richtigen Charaktere freigeschaltet hat.

Das neue Konzept der Open World steht Lego Star Wars: Die Skywalker Saga erstaunlich gut. Die ersten Spielstunden gestalten sich zwar als etwas zäh, weil man die Spielwelt durch einen Mangel an Charakteren nicht wirklich erkunden kann, dieses Problem behebt sich allerdings relativ schnell selbst. Mit zunehmendem Fortschritt in den einzelnen Episoden, wird auch die Spielwelt immer zugänglicher und lädt zum Erkunden ein.

Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Gameplay besinnt sich auf alte Stärken

Altbewährt und immer noch gut: Lego Star Wars: Die Skywalker Saga besinnt sich neben der neuen Spielwelt primär auf alte Stärken, was das Gameplay angeht. Wir spielen die neun Episoden entweder im Story-Modus oder im „Freies Spiel“-Modus. In der Story stehen uns die jeweiligen Charaktere zur Verfügung, im freien Spiel haben wir selbst die Wahl, wen wir spielen wollen. Wie schon in vergangenen Teilen der Reihe kämpfen wir uns durch kreativ gestaltete Level. Dabei sammeln wir Minikits und knüppeln mit Lichtschwert, Faust oder Blaster auf alles ein, was uns normalerweise im Kinderzimmer im Fuß stecken bleiben würde, um Steinchen zu verdienen.

Boba Fett fliegt in Lego Star Wars mit dem Jetpack
Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Boba Fett ist einer der vielen spielbaren Charaktere © Warner Bros.

Das Erfrischende an Lego Star Wars: Die Skywalker Saga: Charaktere wie C-3PO und R2-D2 können nun ebenfalls zuhauen und verfügen über einen Sprung. Ohnehin verfügen inzwischen fast alle Charaktere über einen Doppelsprung. Darüber hinaus können alle Figuren per Druck auf den linken Analogstick sprinten. C-3PO ist damit nicht länger nur ein glänzender Tür-Öffner, er kann sich inzwischen auch wehren.

Neues Skillsystem und Bosskämpfe lockern die Erfahrung auf: Ganz neu ist in Lego Star Wars: Die Skywalker Saga vor allem ein Skillsystem. Hier können wir mit unseren verdienten Steinchen und blauen Steinen, die wir überall in der Galaxis finden, Aufwertungen für unsere Charaktere kaufen. So können wir die Gesundheit aller Figuren erhöhen oder für Siths beispielsweise einen Skill freischalten, bei dem andere Figuren panisch die Flucht ergreifen, wenn sie uns sehen.

Die neuen Skills ergänzen das Spiel um einige spaßige Funktionen, wirken sich aber kaum auf das Spielgeschehen aus, wenn wir es nicht darauf anlegen. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, ohne die Skills aufgeschmissen zu sein. Zusätzlich zu den neuen Skills, gibt es in Lego Star Wars: Die Skywalker Saga erstmals auch so etwas wie Bosskämpfe. Hier gilt es Angriffen der jeweiligen Bosse auszuweichen und anschließend ordentlich Schaden auszuteilen.

Obi Wan kämpft in Lego Star Wars Die Skywalker Saga gegen Darth Maul
Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Darth Maul ist einer der vielen Bossgegner im Spiel © Warner Bros.

Die neuen Bosskämpfe sind eins der Highlights von Lego Star Wars: Die Skywalker Saga. Durch die neuen Kampfmechaniken, können die Kämpfe nämlich erstmals flüssig und gut erzählt werden, ohne, dass die dazwischenliegenden Level-Elemente das Erlebnis unterbrechen. So fühlt sich beispielsweise der Kampf zwischen Luke Skywalker und Darth Vader auf Bespin besser und flüssiger an als je zuvor in der Reihe.

Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Menüs zum Verzweifeln

Die Menüs sind das einzige Minus: Um die neugewonnene Größe des Spiels irgendwie greifbar zu machen, gibt es in Lego Star Wars: Die Skywalker Saga eine Fülle an Menüs. Dort können wir per Schnellreise durch die Galaxis ziehen, neue Charaktere freischalten, zu ihnen wechseln, oder unsere Skills verbessern. Das Problem dabei: Lego Star Wars: Die Skywalker Saga ist so dermaßen vollgestopft mit Inhalten, dass in den Menü-Reitern teilweise die Übersicht abhanden kommt.

Vor allem mit einem Controller fühlt sich die Menüführung hier ab und zu sehr fummelig an. Hat man sich aber erst einmal zurechtgefunden, rückt dieses Problem eher in den Hintergrund.

Lego Star Wars Die Skywalker Saga im Test: Fazit

So schneidet das Spiel im Test ab: Lego Star Wars: Die Skywalker Saga zeigt im Test einmal mehr, warum die Reihe über Jahre hinweg so erfolgreich war und für etliche Adaptionen anderer Franchises gesorgt hat. Der Lego-Charme überträgt sich wie gewohnt nahtlos auf das eher ernste Geschehen von Star Wars und rückt das ganze Universum in ein humorvolles Licht.

Die Wertung 8,0 für Lego Star Wars Die Skywalker Saga
Lego Star Wars: Die Skywalker Saga bekommt von uns im Test die Wertung 8,0 © ingame GmbH

Die neue und größere Spielwelt wirkt im ersten Moment unergründlich, offenbart aber schon nach kurzer Zeit ihr wahre Pracht. Mit der zunehmenden Menge an Charakteren, die uns zur Verfügung stehen, kehren wir gerne immer wieder in die hintersten Ecken der Galaxis zurück, um dort in die Geschichte von Lego Star Wars: Die Skywalker Saga einzutauchen. Einziger Minuspunkt sind die unübersichtlichen Menüs, die uns die ersten Stunden an den Rand der Verzweiflung gebracht haben. Davon abgesehen, ist Lego Star Wars: Die Skywalker Saga der vermutlich beste Teil der Reihe und dürfte Fans wie Neulingen eine Menge Spaß bereiten.

ProContra
+ Star Wars- unübersichtliche Menüs
+ Offene Spielwelt bietet jede Menge Aufgaben
+ Humorvolles Stroytelling
+ Neue Bosskämpfe sorgen für frischen Wind
+ Alle Charaktere sind nützlich (C-3PO kann kämpfen!)

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