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Marvel's Avengers: Endlich wissen wir, womit wir es zu tun haben.

Endlich Klarheit!

Marvel’s Avengers: Gamescom-Vorschau - So spielt sich die Superhelden-Action

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Marvel's Avengers: Auf der E3 angekündigt und wieder verschwunden. Wir haben die Schubdüsen angeschmissen und in Köln mehr über das Action-Spiel in Erfahrung gebracht.

Neue Messe, neuer Versuch: Auch auf der Gamescom versucht Entwickler Crystal Dynamics das verzwickte Gameplaykonstrukt rund um ihr neues Avengers-Spiel verständlicher zu machen. Ob wir endlich begriffen haben, wie Marvel's Avengers sich letztendlich spielen wird, verraten wir euch in unserer Gamescom-Vorschau.

Fünf Helden sollt ihr sein

Spielt man jetzt alleine oder immer online mit Freunden eine Story, die aber auch nicht wirklich eine ist? Menschlich wie wir nun mal sind, weichen wir diesen großen Fragen fürs Erste aus. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf das Ende des Artikels, predigten unsere Mütter des Öfteren. Seine Nägel schneidet man ja auch zunächst an der linken Hand - das ist einfach leichter. Auf der Gamescom hatten wir die Chance, die bereits bekannte Brückensequenz selbst anzuspielen. Die Mission dauerte knapp 25 Minuten und dient dem fertigen Spiel wohl als Tutorial. 

Wer immer noch nicht so ganz hinter die Grundmechaniken von Marvel’s Avengers gestiegen ist, dem bieten wir jetzt einen Kronleuchter für seine dunkle Speisekammer: Bei dem Spiel handelt es sich um ein Action-Adventure im Stile von so Kandidaten wie Devil May Cry, God of War oder Bayonetta. Das glauben wir jedenfalls. Während des Spielabschnitts schlüpfen wir einmal fix in die Haut der fünf spielbaren Main-Avengers. Jeder der Rächer hat schwere und leichte Angriffe, Spezialattacken und genretypische Moves wie Ausweichrollen im Repertoire. Dabei macht es auch nichts, dass die beliebten Helden nicht zu 100 Prozent im Stil der Filme gehalten sind.

Action-Adventure? Klingt nach einem Job für diesen grünen Zeitgenossen.

Besondere Kniffe sind uns dabei nicht aufgefallen: Die sich uns in den Weg stellenden bösen Buben müssen verdroschen werden und wir sollen uns darum gewissen- und heldenhaft kümmern. Nichts einfacher als das. Jeder der Avengers hat dabei sein eigenes Moveset. Iron Man beharkt seine Gegner eher mit Schüssen aus der der Ferne, während der Hulk natürlich alles in seinem Blickfeld zu Brei schlägt und so weiter und sofort. Nebenbei explodiert die Golden Gate Bridge. Scheinbar steckt der Finsterling Taskmaster hinter den Anschlägen, aber nach ein paar zielsicheren Kicks von Black Widow ist auch der Geschichte und die Demo schon vorbei.

Der mysteriöse Fall des Steve Rogers

Die Pressevertreter werden vom Gameplayraum in einen Präsentationsraum gescheucht. Ein paar Antworten bleiben schließlich noch aus. Der gespielte Abschnitt wirkte auf uns wie ein ganz normales Singleplayerspiel, starring: The Avengers. Keine Spur von solch großen Wörtern wie “Games as a Service“ oder dergleichen. Zunächst versichert man uns, dass Marvel’s Avengers eine komplett eigenständige Story zu präsentieren hat. Nach dem Brückenanschlag sind die Avengers in Ungnade gefallen. Herr Stark ist Pleite, Herr Banner hinterfragt den Nutzen der Avengers, Frau Widow fühlt sich schuldig nicht mehr gemacht zu haben, Herr Thor trennt sich von seinem Mjölnir und Herr America schaut sich die Blumen von unten an

Wissenschaft und Superhelden vertragen sich nicht - das zumindest sagt die AIM Corporation.

Mit starrer Miene bekräftigt einer der Entwickler: Captain America ist beim Golden Gate-Zwischenfall von uns gegangen. Sogar ein Bild seines Grabes wird uns gezeigt. Und dann ganz viel PR-Bildmaterial auf dem Cap in Aktion zu sehen ist. Die inGame Sherlock-Gedenk-Spezial-Detektivabteilung ist da vermutlich einer ganz heißen Fährte auf der Spur. Jedenfalls hat sich auf der ganzen Welt die höchst verdächtige AIM Cooperation ausgebreitet, die dem Credo folgt, dass die Erde nur durch die Wissenschaft gerettet werden kann und nicht durch Helden. Also steht unserer zersprengten und zum Teil verschiedenen Superheldentruppe auch ein waschechter Glaubenskrieg bevor.

Looten und Leveln - aber heldenhaft!

Gemeinsam mit unseren Heldenfreunden versuchen wir also die Avengers zu alter Stärke aufsteigen zu lassen. Dabei dient ein alter Helicarrier als Schaltzentrale von der aus Missionen ausgewählt werden und hier offenbart sich endlich der überkomplizierte, aber eigentlich recht simple Kniff des Spiels. Missionen Teilen sich in sogenannte Hero und Warzone Missions auf. Die Heldenmissionen sind stinknormale Singleplayer-Aufträge. Ihr könnt dabei nur den Helden spielen, der von Crystal Dynamics für die Mission vorgesehen ist. Hier wird auch die hoffentlich mitreißende Story von Marvel’s Avengers erzählt. 

Die Avengers ohne Captain America: We doubt it!

Die Warzone Missions sind wiederum auf vier Spieler ausgerichtet. Auch wenn man sich während der Präsentation vor diesem Wort scheute, handelt es sich hierbei wohl mehr um Raids. Ihr könnt mit euren Freunden zusammenspielen und so gemeinsam Schellen verteilen. Hier eckt besonders der tatsächliche Games as a Service Aspekt des Spiels an. Die Warzone Missionen lassen sich auf diversen Schwierigkeitsgeraden bestreiten und werden am Ende mit charakterspezifischem Loot belohnt. Das ist klassisch in Stufen wie rare, epic und legendary eingeteilt, sodass man dem perfekten Build seines bevorzugten Helden hinterherlaufen kann, wenn man das denn möchte. 

Laut Crystal Dynamics plane man eine mehrjährige Reise mit ihrem Spiel. Also kann man sich im Laufe der Zeit auf immer neue Helden und Missionen einstellen und vielleicht sogar freuen. Schon jetzt wurden uns auch diverse kosmetische Skins präsentiert, die sich auf die gesamte Comicgeschichte berufen. Die Möglichkeiten für neuen Content scheinen schier unendlich. Funktioniert das Konzept, könnte man hier auf Seiten Crystal Dynamics auf eine wahre Goldader gestoßen sein.

Fazit

Marvel’s Avengers ist gar nicht mal so schwer zu verstehen, wenn man es einmal ordentlich erklären würde. Heruntergebrochen ist der Titel ein ganz normales Action-Adventure á la Devil May Cry, das seine Fühler auch nach Spielen wie Destiny ausstreckt. Neben der Story kann man sich mit seinen Freunden an Raids versuchen, looten und leveln. Storytechnisch wirkt das Ganze bisher etwas cheesy, aber das mag daran liegen, dass mir persönlich Superheldenfilme nicht besonders liegen. Das gespielte Gameplay stellte sich als noch recht seicht und wenig komplex heraus, allerdings handelte es sich auch um die Tutorial-Mission. Bei einer Instanz wie Crystal Dynamics kann man mit Sicherheit davon ausgehen, hier noch einiges mehr serviert zu bekommen.

Marvel's Avengers erscheint am 15. Mai 2020 für PlayStation 4, Xbox One, PC und Google Stadia

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