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Rückkehr nach 20 Jahren

MediEvil in der Gamescom-Vorschau - Staub und Spaß in den alten Knochen

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Er ist zurück und knochiger denn je - In MediEvil konnte Skelettritter Daniel Fortesque vor Jahrzehnten die Massen begeistern. Wir haben das Remake auf der Gamescom angezockt.

Über 20 Jahre ist es nun her, seit der Skelettritter Sir Daniel Fortesque durch Gallowmere stolperte und sein edles Schwert gegen jene Unholde erhob, die das fiktive Ländchen bedrohten. Am 25. Oktober kehrt der einäugige Hallodri auf die PlayStation 4 zurück und tritt in gewohnt klamaukiger Manier erneut den Kampf gegen das Böse an. Wir durften uns auf der Gamescom einen ersten Eindruck verschaffen und wollen diesen in den folgenden Zeilen mit euch teilen.

Der Slapstick-Ritter ist zurück 

MediEvil: Ein klappriger Knochenkopf ersteht von den Toten auf.

In der Gamescom-Demo von MediEvil durften wir uns als Fortesque durch ein Mausoleum prügeln, das vor lauter Dämonen wimmelt. Als Fortesque habt ihr zunächst einmal keine Waffe ausgerüstet, sodass ihr euch durch die ersten Gegnermeuten mit der MediEvil-Waffe schlechthin durchboxt: eurem eigenen, linken Arm. Im Inventar hatten wir allerdings auch Zugriff auf Fortesques altbewährtes Schwert, wie auch auf einige Wurfmesser für den Distanzkampf. Im späteren Verlauf des Spiels findet man dann noch weitere Prügel- und Schnetzelinstrumente wie etwa Keulen oder Hämmer und auch im Hinblick auf Schusswaffen erhaltet ihr entsprechende Utensilien.

Das Prügeln oder Schnetzeln ist dabei recht einfach. Ihr habt einen umherschwirrenden weißen Kristall um euch, der sich beim Erscheinen eines Feindes rot färbt und diesen anvisiert. Nutzt ihr dann eine Fernkampf-Attacke, so geht diese in Richtung des anvisierten Widersachers. Bei den Nahkampf-Attacken knüppelt ihr vor einem Feind schlichtweg auf die dementsprechende Taste. Habt ihr eine kleine Horde vor euch endet der Kampf meist mit einem wilden Butten-mashing. Anspruchsvoll sind die Kämpfe also nicht, dennoch gestalten sich die Schlagabtausch-Partien als spaßig, was vor allem dem Treffer-Feedback und den klamaukigen Animationen zu verdanken ist.

Was wäre der Skelettritter ohne sein legendäres Schwert?

Alles beim Alten 

Spielerisch hält sich MediEvil an die altbewährte Formel: simples Gameplay, simple Rätsel. In dem Mausoleum mussten wir uns den Weg durch das alte Gemäuer nach und nach erschließen, indem wir verschiedene Runen sammelten, die als Schlüssel fungieren. Wer die Augen offen hält, findet abseits des Hauptwegs auch mal einen Extraraum, in dem dann Waffen oder auch Tränke zur Regeneration eurer Lebensenergie auf euch warten. So habt ihr dann im Kampf gegen größere Endbosse eine bessere Chance. 

Der Glassritter: Auch nach 20 Jahren eine Herausforderung.

Während sich die Kämpfe gegen die normalen Prügelopfer als relativ simpel und schnell bewältigt abstempeln lassen, braucht man bei den Bossen schon ein klein wenig mehr Geduld. So brauchten wir den einen oder anderen Versuch bei unserer Begegnung mit dem Glasdämon, bis wir diesen erfolgreich in die Schranken wiesen konnten. Der Kampf erwies sich allerdings als recht dröge und alles andere als einfallsreich, da das Angriffsmuster lediglich aus drei bis vier Attacken bestand und sich das Gameplay ziemlich schnell als repetitiv erwies. Hoffen wir, dass dies nicht bei allen Endbossen der Fall ist.

Funny & Gruesome 

Die Spielwelt ist dabei recht schön in Szene gesetzt worden beziehungsweise haben es die kreativen Köpfe von Sony geschafft das kultige Adventure in ein neues, zeitgemäßes Gewand zu hüllen. Die Kulissen sind schaurig schön, sorgen im Zusammenspiel mit der düsteren Musik für eine stimmige Atmosphäre und lassen die Herzen alter PlayStation-Veteranen höherschlagen. Nach dem Motto „Bewusst minimalistisch“ ist Gallowmere vollgepflastert mit Grabsteinen, alten Gemäuern und noch mehr Grabsteinen. 

MediEvil: Nichts vom alten Charme verloren.

Ebenso positiv aufgefallen ist uns das Gegnerdesign. In dem anspielbaren Gamescom-Level konfrontierten uns kleine dämonenartige Wesen, die wie eine Mischung aus einem Drachen und einem Schwein aussahen. Natürlich ist der Titel insgesamt für eine breit gefächerte Zielgruppe angesetzt, weshalb die Designs auch einen dementsprechenden verniedlichenden Beigeschmack haben.

Fazit

Der tollpatschige Fortesque fällt selbst auf den alten Buch-Trick herein.

Mit MediEvil macht Sony nicht besonders viel neu, will das aber auch gar nicht. Ein simples, aber spaßiges Gameplay mit einigen Schwächen, über die man jedoch getrost hinwegsehen kann. PlayStation-Nostalgiker kommen bei dem Titel auf ihre Kosten und allen raten wir wenigstens einen kurzen Blick auf den Titel zu werfen, wenn er am 25. Oktober 2019 erscheint.

MediEvil erscheint am 25. Oktober 2019 für die PlayStation 4

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