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Switch Lite: Das kann die mobile Schwester der Nintendo Konsole.

Klein aber fein

Nintendo Switch Lite im Test - Kleiner geht immer

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Nintendo spendiert der Switch ein Update. Die Switch Lite ist kleiner, leichter und weitaus mobiler. Allerdings fehlen einige Dinge. Lohnt sich der Kauf trotzdem? 

Konsolen Updates sind voll im Trend. PlayStation hat es gemacht, Xbox hat es gemacht und nun spendiert Nintendo ihrer Heimkonsole ein Update. Doch wie bei Nintendo üblich, läuft dies entgegen der Konkurrenz ein wenig anders. Die Switch Lite ist nämlich nicht größer und schneller, sondern komplett auf den mobilen Betrieb ausgelegt.

Von der Konsole zum Handheld

Schon allein der Karton der Switch Lite macht deutlich, worum es bei der neuen Hardware geht: Mobilität. Kein Wunder also, dass der Lieferumfang merklich geringer ausfällt als der großen Schwester. In der Verpackung findet ihr lediglich die Switch Lite, ein mobiles Ladekabel und ein paar Beipackzettel. Dafür kostet euch das gesamte Paket aber auch nur 215 Euro. Zum Vergleich: Eine normale Nintendo Switch kostet euch derzeit zwischen 300 und 320 Euro, je nach Angebot und Aktion. 

Lieferumfang der Switch Lite:

  • Switch Lite
  • USB-C Ladekabel
  • Bedienungsanleitung
Lieferumfang Nintendo Switch.

Farbe im Spiel

Die wohl offensichtlichsten Änderungen gibt es beim Design der Konsole. So ist die Lite im Vergleich zur normalen Switch nicht mehr unauffällig schwarz, sondern kommt in drei Farbvarianten daher. Ihr habt die Wahl zwischen gelb, türkis-blau oder grau. Natürlich wird es hier in der Zukunft auch wieder Special Editions geben, die je nach Spiel in Sachen Design noch eine Schippe darauf setzen werden. Aber auch die drei Grundfarben machen ordentlich was her und machen die Switch Lite zu einem echten Blickfang. Glücklicherweise ist das farbliche Finish auch in allen Versionen matt gehalten, womit Fingerabdrücke kein allzu großes Problem mehr darstellen und auch die Haptik deutlich angenehmer ausfällt. 

Nintendo Switch Lite in Gelb.

Nintendo Switch Lite: Größenvergleich und Technikvergleich

Gerändert hat sich auch einiges an der Größe, denn die Switch Lite fällt deutlich kleiner aus als in ihrer Heimkonsolen-Variante. In der Breite fehlen dem neusten Switch-Ableger fast zehn Zentimeter, was in den Händen einen merklichen Unterschied ausmacht. Im gleichen Atemzug ist auch das Display auf 5,5 Zoll zusammengeschrumpft, obwohl die Auflösung immer noch bei 720p liegt und sich damit die Pixeldichte erhöht. Diese Schlankheitskur merkt ihr auch deutlich am Gewicht, denn die Switch Lite wiegt gerade einmal 275 Gramm, was über 100 Gramm leichter ist als die normale Switch im Handheldbetrieb. 

Modell

Nintendo Switch

Nintendo Switch Lite

Größe

102 mm x 239 mm x 13,9 mm (mit angeschlossenen Joy-Con)

91,1 mm x 208 mm x 13,9 mm

Gewicht

297 g - ohne Joy-Con 

398 g - mit Joy-Con

275 g

Displaygröße

6,2-Zoll-LCD / Touchscreen

5,5-Zoll-LCD / Touchscreen

Displayauflösung 

1280 x 720 Pixel

1280 x 720 Pixel

Display Pixeldichte

237 Pixel pro Zoll

267 Pixel pro Zoll 

Besser in der Hand

Wie schon erwähnt liegt die Switch Lite nochmals ein Stück besser in den Händen als die normale Version. Das liegt vor allem daran, dass ihre Form insgesamt deutlich abgerundeter ist. Damit greift ihr nicht wie bei den Joy-Con um gewissen Ecken, sondern habt bei den Haltepunkten der Konsole eine spürbare Führung. Diese sorgt in Verbindung mit der Soft-Touch-Oberfläche für ein sehr angenehmes Griffgefühl. Um dies noch mal zu unterstreichen, sind auch ein paar Knöpfe überarbeitet worden.

Die Switch Lite ist kleiner und handlicher

Eine Frage der Knöbbe

Hier wären wir auch bei einem der Knackpunkte der Konsole angelangt: die fehlenden Joy-Con Controller. Alles an der Switch Lite ist nämlich fest im Gehäuse verbaut und lässt sich nicht abnehmen. In Sachen Knöpfchen ist die größte Neuerung sicherlich das Vier-Wege-Steuerkreuz, welches schon fast ein bisschen Retro-Charme versprüht. In jedem Fall ist es leichtgängig mit angenehmen Druckpunkten. Ob die einzelnen Knöpfe auf den Joy-Con nun besser oder schlechter sind, bleibt am Ende Geschmacksache. 

In jedem Fall dürften sich Beat'em Up-Spieler freuen, da so Kreisbewegungen nun einfacher umzusetzen sind. Doch auch die normalen Buttons X,A,B,Y sind noch mal überarbeitet worden und haben nun einen tieferen Druckpunkt als die Knöpfchen auf den Joy-Con Controllern, was wir als deutlich angenehmer empfinden.

Im Gegensatz zur normalen Switch bietet die Lite euch ein Steuerkreuz

Die Sache mit dem Ton

Gerändert hat sich im Übrigen auch die Lage der verbauten Stereo Lautsprecher. Diese sind bei der Switch Lite nun nach unten gerichtet. Damit ist der Klang etwas indirekter und nicht ganz so voll wie bei der normalen Switch Version. Zudem ist die maximale Lautstärke etwas geringer. Wer ganz genau hinhört, wird auch feststellen, dass im Maximalbereich ein leichtes Rauschen wahrzunehmen ist. Trotz der kleinen Schwächen machen die Lautsprecher einen guten Job und sind in der Praxis gut genug, um nicht immer zum Kopfhörer greifen zu müssen.

Da fehlt doch was

Neben der fehlenden Joy-Con, die euch sowohl HD-Vibration und IR-Bewegungskamera bieten, vermissen wir noch zwei weitere Dinge. Da wäre zum einen die Möglichkeit, die Switch Light im Dock unterzubringen und anschließend mit dem TV zu verbinden. Dies ist auch der Grund, warum der Name Switch an dieser Stelle schwierig erscheint. Weiter vermisst ihr den recht praktischen Aufsteller(Stand) auf der Rückseite. Somit lässt sich die Switch Lite weder im TV- noch im Tischmodus nutzen. Dies unterstreicht bewusst den Handheld-Charakter und somit fühlt sich die Konsole eher wie ein 3DS Nachfolger an.

Die Lautsprecher sind unten am Gehäuse verbaut

Kleiner aber schärfer

Der Unterschied, den auf jeden Fall jeder wahrnehmen wird, ist die Größe des Displays. Fast ein ganzes Zoll fehlt im Vergleich zur Heimkonsolen Variante. Jedoch ist das in der Praxis nicht wirklich schlimm, da dies wirklich nur auffällt, wenn ihr beide Geräte nacheinander in die Hände nehmt. Das Display selbst ist in Sachen Weißpunkt deutlich korrekter als die ursprüngliche Variante, welche bei uns einen minimalen Rotstich hat. Nur der Kontrast kann nicht ganz mit der größeren Switch mithalten. 

Jedoch sticht das Display der Lite die Schwestermodelle in Sachen Maximalhelligkeit und Schärfe aus. Gerade letztere bezieht sich auf die Displaygröße im Verhältnis zur Auflösung. Damit besitzt die Switch Lite eine Pixeldichte von 267 ppi, was für ein rundum schärferes Seherlebnis sorgt. Alles auf dem Bildschirm wirkt so ein bisschen knackiger. Bei einige Spielen wie beispielsweise Wolfenstein, hat man sogar den Eindruck, ein paar mehr Details im Hintergrund deutlicher erkennen zu können.

Größenvergleich Nintendo Switch(oben) und Nintendo Switch Lite(unten).

Leistung für Unterwegs

In Punkto Performance konnten wir keine Unterschiede zwischen der normalen Switch und der Switch Light feststellen. Dies ist zudem auch nicht messbar, da wir die Switch Lite nicht im Dock Modus betreiben können. Auf dem Papier schlummert im Gehäuse der gleiche und neuste Nvidia Tegra X1 Prozessor, dafür aber zusätzlich ein neuer LPDDR4X-Arbeitsspeicher. Somit habt ihr mit der Switch Lite die gleiche Performance wie die Update Variante der Switch, die gegenüber den Launch-Modellen leichte Vorteile in Extremsituationen beim Spielen bietet. 

Die Switch Lite ist komplett für den mobile Gebrauch ausgelegt.

Erfreulicherweise ist auch die Temperaturentwicklung der Konsole auf Spitzenniveau. Zwar scheint die ausgestoßene Luft ein wenig wärmer zu sein, jedoch bleibt das Gehäuse der Switch Lite kühler als seine Schwester-Modelle. So habt ihr eigentlich nie das Gefühl, dass die Konsole wirklich warm in euren Händen wird.

Ausdauer im Gehäuse

Rundum positiv fallen auch unsere Eindrücke zum Akku der Switch Lite aus. Und das, obwohl nur ein 3570mAh Akku verbaut worden ist, welcher 15 Prozent kleiner ist als in der normalen Switch. Dieser hält zwar nicht so lange durch wie das neuste Modell, jedoch merklich länger als die ursprüngliche Variante der Switch im Handheld-Modus. 

In unseren Tests kamen wir bei 100% Helligkeit auf knapp über 3 Stunden Spielzeit. Zum Vergleich hält die Launchversion der Switch in diesen Tests nicht einmal 2,5 Stunden durch. Wenn ihr die Helligkeit auf 50% runterschraubt, gibt es im Schnitt ca. 3,5 Stunden Spielzeit. Da der Akku aber kleiner ist, verkürzt sich die Ladezeit merklich auf etwa 2 Stunden und 20 Minuten. Bei der normalen Switch, egal ob Launch oder Update-Modell müsst ihr für eine Maximalladung mit guten 3 Stunden rechnen.

Die Switch Lite glänzt durch ihr Farbgebung.

Abstriche bei Spielen

Auch wenn bei der Technik kaum Unterschiede herrschen, machen die fehlenden Joy-Con und der nicht nutzbare TV-Modus den Umgang mit einigen Spielen schwierig – beispielsweise Nintendo Labo oder Fitness Boxing. Somit solltet ihr vor dem Kauf der Spiele immer gründlich die Packung studieren, ob das jeweilige Spiel auch einen Handheld Modus besitzt.

Fazit

Die Nintendo Switch Lite ist das beste Handheld, was ihr zum Zocken derzeit kaufen könnt. Es liegt nahezu perfekt in den Händen, hat ein tolles Display und jede Menge Leistung im Gehäuse. Auch der Akku bietet mit über 3 Stunden ausreichend Ausdauer für unterwegs. Nur leider bietet euch die Lite darüber hinaus nichts, warum Sie den Namen Switch verdient hätte. Wen das nicht stört, der bekommt das fast perfekte Handheld für einen fairen Preis. 

PROS

CONS

+ Scharfes und helles Display

- Nur Handheld Modus

+ Tolle Verarbeitung

+ Liegt sehr gut in den Händen

+ Wird kaum warm

+ Starker Akku

Mehr zur Nintendo Switch: Zelda-Fan zeigt Grenzen der Konsole auf.

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