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One Punch Man: A Hero Nobody Knows – Das Manga-Beat'em Up in der Vorschau.

Beat'em Up der besonderen Art

One Punch Man: A Hero Nobody Knows Vorschau – Schlägt das Beat'em Up ein?

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Ein Beat'em Up, in dem wir Gegner mit nur einem Schlag besiegen? Ganz so leicht wird es in One Punch Man: A Hero Nobody Knows dann doch nicht. Wir haben es angespielt.

Spätestens seit dem Jahr 2015 hat sich unter Anime-Fans ein neuer Name ins Gedächtnis gebrannt: One Punch Man. Während die Story von einem Superhelden, der alle Gegner mit nur einem Punch besiegt, allerhöchstens albern und langweilig klingt, so konnte der Anime insbesondere durch sein schräges Design und unglaublich skurrilen Humor bestechen. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass es nun auch zu einer Beat’em Up-Fassung kommt. Damit das Spiel allerdings funktioniert, wurde bei der Inszenierung etwas getrickst, sodass man hier nur selten in die Rolle unseres Lieblingshelden Saitama schlüpft.

One Punch Man: Ein unbekannter Held

Wie wir es beispielsweise bei diversen Dragon Ball Z Videospiel-Ablegern schon erlebt haben, schlüpfen wir auch in One Punch Man: A Hero Nobody Knows nicht in die Rolle des eigentlichen Protagonisten, sondern erstellen einen ganz eigenen Helden. Wie der Untertitel es schon anteasert, ist es dieser unbekannte Held, mit dem wir zahlreiche Abenteuer bestehen und uns auch mit den bekannten Monstern der Serie herumschlagen dürfen. Der skurrile Kniff an der Sache: Manchmal reicht es aus die Monster zu beschäftigen, bis Saitama oder andere Helden zur Unterstützung eintreffen.

One Punch Man: A Hero Nobody Knows – Der eigene Charakter steht im Fokus.

Die Charaktererstellung gehört zu den ganz großen Pluspunkten hinter diesem Beat’em Up, denn im Vergleich zu vielen anderen Spielen, ist dies das erste Game, bei dem es einfach grandios gewollt ist, hässliche und skurrile Helden zu erschaffen. Dies ist insbesondere dem Satire-Charakter der Marke zu verdanken, die schon seit Anbeginn das Superhelden-Genre auf den Arm nimmt. Dies lässt sich beispielsweise an den Namen der Helden und Schurken der Serie erkennen. Saitama wird in der Manga- und Anime-Vorlage der Superhelden-Name „Caped Baldy“ - zu deutsch: Glatzkopf mit Cape - verliehen und einer der Schurken nennt sich selbst „Faster than Sound Sonic“ – witzig weil redundant. Entsprechend dauert es nicht lange sich selbst skurrile Namen auszudenken und den eigenen Charakter entsprechend zu designen.

In One Punch Man: A Hero Nobody Knows ist Saitama nicht mehr als Verstärkung.

Eine solide Anzahl an Kostümen, Accessoires und weiteren Dingen bieten uns hier viel Raum zur Individualisierung, um einen wirklich einzigartigen Charakter zu erstellen. Im Laufe des Spiels können zudem zahlreiche weitere Items freigespielt und erworben werden, sodass auch im späteren Verlauf das Charakterdesign eine wichtige Rolle spielt. Dies ist insbesondere daher wichtig, da wir uns zwischen den Missionen in einem Hubgebiet wiederfinden, in dem auch andere menschliche Spieler herumlaufen. Eine Interaktion in Form von Emotes steht hier natürlich auch wieder zur Verfügung, so wie auch die Option Versus-Matches zu absolvieren oder an Events teilzunehmen.

Heldentum ist harte Arbeit – Selbst für den One Punch Man

Wie auch in der Serie fangen wir als frischgebackener C-Held unsere Karriere an. Die Hero Association gliedert Helden in Ränge ein, gemessen an deren Erfolgen und deren Stärke. Diese reicht von C bis S und nur durch das Absolvieren von Missionen und Heldentaten können wir uns langsam aber stetig hocharbeiten. In der Stadt, in der wir frei herumlaufen, uns in Shops versorgen und mit NPCs interagieren können, gibt es Storymissionen als auch Quests anzunehmen. Während erstere uns in den Kampf gegen allerlei Schufte und Monster entsenden, geht es in letzteren oft darum denEinwohnern der Stadt zu helfen. Bürgernähe ist wichtig, entsprechen geht es nicht nur um das Besiegen von Monstern, sondern u.a. auch um Botengänge um den Ruf zu erhöhen. 

Um die Bürger der Stadt zu verteidigen, tretet ihr in One Punch Man: A Hero Nobody Knows gegen allerlei Monster an.

Nichtsdestotrotz verbringen wir die meiste Zeit in One Punch Man: A Hero Nobody Knows in den Kampfarenen und treten gegen unterschiedliche Bösewichte an. Der Clou im Gameplay ist vor allem der Unterschied im Kräfteverhältnis. Nicht selten müssen wir gegen teils übermächtige Gegner antreten, gegen die wir eigentlich keine Chance haben. Aber ein Held muss nicht immer gewinnen, manchmal reicht es aus Zeit zu schinden. In einer kleinen Extraanzeige findet sich so gelegentlich ein Counter, der andere Helden anzeigt, die sich auf dem Weg zu uns befinden. Schaffen wir es solange durchzuhalten, so können wir den Charakter auswechseln und in der Haut des neuen Helden das Schlachtfeld aufräumen.

Die Kämpfe in One Punch Man: A Hero Nobody Knows – Button-Mashen statt nur einem einzigen Schlag.

Besonders genial ist hier, dass wir so auf simple Art und Weise auch in die Rolle der unterschiedlichen Helden aus der Serie, sowie in die von einigen generischen Helden schlüpfen können. Auch Saitama gehört zu diesen, der insbesondere bei jenen Gegnern zum Vorschein kommt, die er selbst auch in Manga und Anime in den Boden gestampft hat. Während Saitama auch hier nur einen einzigen Punch benötigt, ist der Aufwand bei anderen Helden doch etwas größer. Hier bekommen wir es mit einem relativ simplen Button-Masher zu tun, mit leichten und schweren Schlägen sowie diversen Kombomöglichkeiten und mehreren ausrüstbaren Skills.

Fazit: One Punch Man: A Hero Nobody Knows – Eine furiose Feier des Fanservice

Wenn One Punch Man: A Hero Nobody Knows etwas ist, dann ganz brillanter Fanservice. Dabei sticht vor allem die skurrile Charaktererstellung heraus, in der wir einen einzigartigen und vor allem abgedrehten Helden erstellen können – also genau so wie es der Anime vorgemacht hat. Auch das Kampfsystem, mit seinem besonderen Feature von zur Verstärkung kommender Helden, weiß zu bestechen – zumindest auf den ersten Blick. Ob der Tiefgang im Beat’em Up Gameplay ausreicht um auch langfristig spannende Kämpfe zu erleben bleibt abzuwarten. Ähnlich ist bisher zu Kritisieren, dass das Game im Bereich des Humors zu wenig gute Arbeit abliefert. Während der Anime nur so durch zahllose Slapstick-Momente ein Eigenleben entwickelt, so scheint gerade dieser Bereich im Spiel etwas zu kurz zu kommen. Zwar konnten wir beim Anspielen einige witzige Momente erleben, jedoch hielten sich diese bisher in Grenzen. Wir sind schlussendlich sehr gespannt auf den Titel, und nicht nur weil das Spiel grandiosen Fanservice darstellt.

One Punch man Trailer

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