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The Outer Worlds: Unser Ersteindruck zum Sci-Fi-Rollenspiel

Vergebung von den enttäuschten Fans?

The Outer Worlds in der Vorschau - Das inoffizielle neue Fallout

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Wir durften The Outer Worlds bereits antesten. Kann Obsidian an Fallout: New Vegas anknüpfen? In unserer Vorschau erfahrt ihr alles zum Sci-Fi-Rollenspiel

November 2018 - Fallout 76 erscheint und enttäuscht sowohl die Fanbase des postapokalyptischen Epos als auch die Fachpresse. „Katastrophale Präsentation“ und „spielerische Schwächen“ bemängelten wir in unserer Review damals. Fallout 76 sei einfach „kein fertiges Spiel“.

Diesen Oktober, nur gute 11 Monate später, wird The Outer Worlds erscheinen und viele sehen in dem Spiel von Obsidian all die Stärken, die Fallout früher ausmachten. Logisch, schließlich stammt es, genau wie Fallout: New Vegas, das viele als einen der stärksten Teile der Serie sehen, vom kalifornischen Entwicklerstudio. Wir durften das Spiel mehrere Stunden anspielen, um die Frage zu beantworten, die Fans auf den Schuhsolen brennt: Kann Outer Worlds die großen Fußstapfen von Fallout füllen? Oder wird es gar seine eigenen Abdrücke auf den diversen Planetenoberflächen der futuristischen Spielwelt und in den Herzen der Fans hinterlassen?

Die Story ist ein schwarzes Loch

Atmosphärisch und aufregend ist die Spielwelt von Anfang an

Nein, schwarzes Loch nicht wegen der unendlich drögen Schwärze, sondern wegen der unwiderstehlichen Anziehungskraft, mit der es den Spieler einsaugt und nicht mehr loslässt. Zur Geschichte von The Outer Worlds wollen wir euch an dieser Stelle noch gar nicht zu viel verraten. Die erlebt man - wie immer - am besten selbst. Sobald wir aber in die Welt geworfen wurden, fing der Sog erst so richtig an. Die wunderbar detailreichen Planetenoberflächen sind voll mit spannenden Gegnern und regen zum Erkunden und Looten an.

Dazu muss aber angemerkt werden, dass The Outer Worlds kein Open-World-Gigant werden soll, die Spielzeit ist auf 20 bis 40 Stunden angesetzt. Stattdessen soll der Fokus auf der Wiederspielbarkeit liegen, weshalb Obsidian in diesem Falle von einer riesigen offenen Welt im Sandbox-Stil absehen möchte. Dennoch sind besonders die Städte voll mit kleinen Details, die zum Schmunzeln anregen. So finden wir lustige Anleitungen und Arbeitsanweisungen in Terminals, die so herrlich geschrieben sind, dass wir gar nicht mehr gehen wollen. Auch in den Dialogen scheint es sich bisher immer zu lohnen, nachzuhaken und alle Optionen auszureizen, da es immer noch etwas Neues zu erfahren gibt.

Variables Gruppenkämpfen

Waffen gibt es wie Monster im Weltall

Gameplaytechnisch hat The Outer Worlds auch einige Kugeln im Lauf. Grundsätzlich gibt es Nah- und Fernkampfwaffen. Bisher schien uns der Nahkampf jedoch eher stupide und auch nicht allzu effektiv. Allerdings hatten wir unsere Figur auch nicht darauf geskilled. Mit der richtigen Punkteverteilung könnte eure Figur also eventuell durchaus zum Space-Rambo mutieren. Die Fernkampfwaffen haben es uns deutlich mehr angetan. Es gibt verschiedenen Schadenstypen und eine Menge unterschiedlicher Waffen, die alle gehörig Laune machen. Auch die Kämpfe sind abwechslungsreich, denn mit zwei Begleitern seid ihr umfassend beschäftigt.

Begleiter, fragt ihr? Outer Worlds erlaubt euch nämlich auch, in einer Gruppe zu kämpfen. Ihr könnt euren KI-Compagnons einfach freie Hand lassen, dann kämpfen sie standardisiert an eurer Seite. Wollt ihr aber das Maximale aus eurer Gruppenkonstellation rausholen, dann gebt ihr euren virtuellen Anhängseln individuelle Befehle. Ihr könnt sie an bestimmte Punkte schicken und sie anweisen, ihre Spezialfähigkeiten einzusetzen. Gespielt haben wir nicht auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, auf diesem könnte dies jedoch durchaus ein essentieller Teil des Spiels werden. Ein wenig nervig fanden wir die heruntergebrochenen Animationen für die Spezialeffekte unserer Anhänger. Was am Anfang noch cool aussah, stellte sich recht schnell als repetitiv und langweilig und langweilig heraus.

Alle Wege führen auf einen Arbeiter-Planeten irgendwo in der Galaxis

Wir haben schon des Öfteren die Freiheit angesprochen, die Spieler in Charaktererstellung und Quest-Bewältigung haben. Die Zeit, die wir mit zwei der Quests verbracht haben, gestaltete sich aber streckenweise noch recht dröge. Eine der Begleiter-Quests, die wir spielten, bestand für unseren Geschmack ein wenig zu sehr aus dem Schema „Laufe nach A und töte Monster B“. Allerdings ist hier natürlich die Stichprobengröße enorm gering, denn wir haben auch einige interessante Quests gesehen. Ob die Freiheit, welche Outer Worlds stolz auf seiner Fahne trägt, auch in Nebenquests und den einsamen, schwach besuchten Bereichen der Spielwelt zu finden ist, wird wichtig sein. Der Wiederspielwert und die Experimentierfreude, die Obsidian mit The Outer Worlds anregen will, hängt nämlich sehr daran, wie immersiv die Spielwelt und wie absolut die Freiheit tatsächlich ausfallen wird.

Präsentation mit Charakter, aber ohne Spitzenklasse

Die Monster sind genauso farbenfroh, wie interessant designed

Direkt im Menü-Screen empfängt uns The Outer Worlds mitspacigem Sci-fi Soundtrack, der gehörig Atmosphäre aufbaut. Die Musik und Vertonung überzeugt auch durchgehend. Unsere Testversion hatte zwar englische Sprecher, jedoch gab es auch deutsche Untertitel. Die Schauspieler sprechen die skurillen und oft beinahe schon Karikatur-ähnlichen Charaktere sehr passend, was in großen Teilen zum herrlichen Humor von The Outer Worlds beiträgt.

Die Grafik ist nicht bahnbrechend, schön sind die Städte und Umgebungen dennoch. Es kam auch durchaus vor, dass wir staunend vor einer der zahlreichen Aussichten, die uns The Outer Worlds bietet, verharrten. Besonders glänzen konnten die Zwischensequenzen, die wir sehen durften. Gesichter und Texturen sehen grundsätzlich auch ordentlich aus, die Gesprächsanimationen haben uns allerdings eher enttäuscht. Den meisten Figuren lesen wir leider kaum Emotionen aus dem Gesicht ab. Realistisch ist anders.

Erstellt euch euren eigenen Star

Fernkampf ist nicht der einzige Weg, macht aber Spaß

Besonders realistisch sind dafür die Dialoge und Begegnungen in der Spielwelt. Wir hatten zu jedem Punkt des Spiels das Gefühl, dass wir unsere Fähigkeitenpunkte gut verteilt hatten. Für alle Spezialisierungen, die wir gewählt haben, gab es auch immer belohnende Interaktionen, nichts fühlte sich verschwendet an. Das passt gut zum Spielkonzept der vielfältigen Lösungswege. Egal wie wir unseren Charakter gestalten, es soll alles zu anderen und spannenden Wegen zum Ziel führen. In unserer kurzen Spielzeit ging das zumindest voll auf.

Fazit - Vielversprechend

Ja, Outer Worlds wird ein spannendes Spiel für alle ungeduldig wartenden Fallout Fans, denen Fallout 76 nicht zugesagt hat. Das frische Setting und die interessanten Neuerungen, wie beispielsweise das Begleitersystem, könnten den Single-Player Shooter aber auch für Neulinge interessant machen. Ob Outer Worlds gut oder fantastisch wird, hängt davon ab, wie gelungen die angekündigte Entscheidungsfreiheit letztendlich umgesetzt wird. Bisher sind wir zuversichtlich, denn was wir gespielt haben, wirkt spannend inszeniert, liebevoll umgesetzt und ist durchzogen von einem wunderbar selbstironischen Humor. Es ist also nicht unangebracht, intergalaktische Vorfreude zu hegen!

The Outer Worlds erscheint am 25. Oktober 2019 für PS4, XBox One und PC. Ein konkretes Datum für die Nintendo Switch Fassung gibt es noch nicht.

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