Take Your Heart

Persona 5 Strikers Vorschau – Das Große Plaudern

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Mit einem Jahr Verspätung schafft es Persona 5 Strikers bald auch in westliche Gefilde – Grund genug, das Spin-off von Omega Force in einer Vorschau zu beschatten.

  • Persona 5 Strikers ist das neuste Spin-off der beliebten Rollenspiel-Reihe von Atlus.
  • Der Ableger wird von Omega Force im Stile der Dynasty Warriors-Games entwickelt.
  • Der Release von Persona 5 Strikers ist am 23. Februar 2021 für die Nintendo Switch, Sony PS4 und Steam angedacht.

Hamburg„Ich habe einen Auftrag für dich.“ – So fing es an. Sie stand im Türrahmen. Sonnenlicht hinter dem Rollo brach sich mit den Rauchschwaden in meinem Homeoffice. Verdammt, war es schon Mittag? „Es heißt Persona 5 Strikers.“ Ich erinnerte mich, der Name machte schon seit einem Jahr die Runden bei den Jungs auf der Straße. „Aber du weißt ja wie es ist: Du merkst es erst, wenn dein Herz gebrochen ist.“ Sie lächelte müde. Persona 5, ich hatte davon gehört. Ein japanisches Rollenspiel, beliebt in gewissen Kreisen, von der breiten Masse nicht beachtet. Da gab es Worte wie Sogwirkung, Ekstase oder Qualitätsware – das Zeug war brandgefährlich. „Wer einmal darauf hängen bleibt, der bleibt“, knurrte ich. Sie nickte. „Gut, ich schaue es mir an. Diese Vorschau zu Persona 5 Strikers ist schon geschrieben“. Sie nickte erneut und flüsterte: „Take your Heart.“

Datum der Erstveröffentlichung20. Februar 2020
SerieAtlus Shin Megami Tensei Persona Series
KomponistenAtsushi Kitajoh; Gota Masuoka; Ayana Hira
Leitende EntwicklerMumon Usuda; Daisuke Kaneda
EntwicklerAtlus, Omega Force, P Studio
HerausgeberAtlus, Sega

Persona 5 Strikers Vorschau – Atlus, Omega Force und die Warriors 

Es war nicht schwer mehr in Erfahrung zu bringen. Persona 5 Strikers war DIE neue Ware: Anders als das ursprüngliche Persona 5, agiler, actionlastiger, aber dennoch genauso waghalsig wie das Original. Der Dealer hieß Atlus. Japanisch, vermutlich Verbindungen zur Yakuza, aber nichts bewiesen. Atlus hatte das Grundkonzept ihres Persona 5 gefestigt und weiterverkauft.

Jetzt sollten andere unter ihrer Regie das Ganze vertreiben. Der Name Omega Force fiel öfter, als ich zum Sargnagel griff. Omega Force hatte sich in der Unterwelt einen Namen mit den Dynasty Warriors gemacht. Ungemütliche Burschen. Persona 5 Strikers sollte nun im Stile der Warriors an die Massen vertrieben werden. „So kann man neue Verkäuferschichten erschließen und gleichzeitig am nächsten Coup – Persona 6 – arbeiten. Diese Höllenhunde…“ murmelte ich in meinen Mantelkragen. 

Persona 5 Strikers Vorschau – Das Große Plaudern

Ich bekam einen Hinweis. Ein gewisser Joker solle sich im Café Leblanc herumtreiben. Ich kannte den Laden und war nicht scharf darauf, ihn nochmal von innen zu sehen. Ein Saxofon spielte im Hinterzimmer und der Whisky Soda war mehr Soda als alles andere: „Joker, der ist nicht mehr hier. Plant ein Ding mit seinen Phantom Thieves – 43. Straße. Hast ihn gerade verpasst“, schleuderte mir der kahle Barkeeper in meine Hundevisage. „Wie komme ich da hin? Ich muss diese Thieves finden, ich muss mehr über Persona 5 Strikers erfahren.“

Er brach in ein Gelächter aus, das selbst ein Ego aus Mamor zerschmettert hätte. Ein Tippen auf meiner Schulter. „Hey man, benutzt du nicht EMMA?“ EMMA. Ich hatte davon gehört. Ein Sprachassistent, der sich um alle Wehwehchen seiner Nutzer kümmerte. Seien es Besorgungen, weichgekochte Eier oder Wegbeschreibungen – EMMA kümmerte sich darum. Vielleicht könnte mir EMMA helfen, die Phantom Thieves rund um Persona 5 ausfindig zu machen. „Geht auf mich“, bellte ich und warf den zerknüllten Fünfziger in den überfüllten Aschenbecher. 

Persona 5 Strikers Vorschau – Ein kalter Hund in Shibuya

Die Straße befand sich in Shibuya. Eine gute Gegend für Observationen. Sie plauderten wie der Papagei meiner vertrockneten Großtante: Der eine hieß Joker, bürgerlich Ren Amamiya, der andere Skull, ein gewisser Ryuji Sakamoto. Scheinbar war EMMA kein einfaches Helferlein, das Menschen das Leben erleichtert, sondern eine Art Portal in eine dunkle Parallelwelt. Als ihre Personas Joker und Skull kämpfen die beiden dort in routinierten Auseinandersetzungen gegen Dämonen und anderes Gesocks.

Bei meinen Observationen zapfte ich das Smartphone des Verdächtigen „Joker“ an

Ihre Überheblichkeit machte mich krank. Skull sagte, das Kämpfen mache ihm zwar Spaß, er könne immerhin ganze Horden mit einem Streich niederstrecken, aber er wäre sich nicht sicher, wie lange er den Gefechtsmodus so noch durchstehen könne – er habe Angst, dass die Monotonie ihn mit der Zeit auffressen könne. Worauf hatte ich mich hier eingelassen? EMMA, Parallelwelten, verdammte Dämonen? Und dann diese nicht endenden Monologe, Dialoge bei denen man einen Philologen braucht, um mit dem Kopf über Wasser zu bleiben. Das war mir jetzt bewusst. Mit einer zu kurzen Zündschnur sollte man sich gar nicht erst in die Nähe von Persona 5 Strikers wagen.

Persona 5 Strikers Vorschau: Konklusion der Ermittlungen

Zurück im Homeoffice schwirrten mir mehr Fragen um meinen Schädel, als Fliegen um ein in der Sonne vergessenes Stück Kalbfleisch von Tony’s aus der 38. Straße. Ganz langsam: Persona 5 Strikers war also ein Ableger von Persona 5. Atlus hielt die Zügel in der Hand, beschäftigte aber die Schläger von Omega Force. Scheinbar drehte sich alles in Persona 5 Strikers um einen wild gewordenen Sprachassistenten namens EMMA, den Joker, Skull und die Phantom Thieves ausheben wollten. Aber irgendwas ergab noch keinen Sinn. Mehrere Informanten in Shibuya bestätigten mir, dass das das Standardprotokoll nach Persona 5 wäre. Wer das mag, wird mit Persona 5 Strikers also seinen Kick bekommen. Wer das nicht mochte, sollte lieber seine Beine in die Hand nehmen.

Subjekt „Skull“ und „Joker“ treffen wichtige Entscheidungen in Persona 5 Strikers.

Aber je mehr ich über sie nachdachte, umso mehr fand ich Gefallen an den nicht enden wollenden Text-Passagen in Persona 5 Strikers. Verdammt, ich brauchte mehr. Ein tolles Gefühl, wenn… Ein stumpfer Schlag auf meinen Brustkorb. Alles verschwamm wie nach dem siebten Martini. Ich knickte ein, hielt mich gerade so an meiner Schreibmaschine fest. Es klirrte in meinen geschundenen Ohren. Sie trat aus dem Türrahmen durch den Nebel in mein Angesicht: „Du merkst es erst, wenn dein Herz gebrochen ist.“ Sie drehte die Klinge um. Persona 5 Strikers – Take your Heart – dieses Spiel sollte man im Auge behalten“, dachten die letzten Neutronen, die durch meinen pochenden Schädel schossen. Ich sackte auf den Boden. Das Linoleum war so kalt wie ich.

Rubriklistenbild: © Atlus

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