Pokémon-Klassiker neu aufgelegt

Pokémon Mystery Dungeon DX im Test: Lieber Rettan retten als Flamara fangen

Mit Pokémon Mystery Dungeon DX bringt Nintendo ein Remake des untypischen Pokémon Klassikers auf die Switch. Unser Test zeigt, ob das auch heute noch funktioniert.

  • Pokémon Mystery Dungeon erschien in Europa erstmals 2006.
  • Am 06. März 2020 kommt das lange geforderte Remake für die Nintendo Switch.
  • Unser Test zu Pokémon Mystery Dungeon DX zeigt, ob die Frischzellenkur gelingt.

Vor über 14 Jahren, im November 2005, erschien der erste Teil der Pokémon Mystery Dungeon-Reihe auf dem Gameboy Advance. Bis heute tummelt sich die Reihe europaweit auf Nintendos Handheld-Konsolen. Nun erhalten Veteranen eine Neuauflage des ersten Teils und können zudem erstmalig auf der Nintendo Switch in den vollen Spielgenuss kommen. 

Pokémon Mystery Dungeon im Test: Welches Pokémon bist du?

Bevor der Spielspaß jedoch losgehen kann, müssen wir zunächst einmal allerlei persönliche Fragen beantworten. Einige Beispiele hierfür wären: „Bist du eine Frohnatur?", antwortest du schnell auf E-Mails?“, oder „Schläfst du manchmal ein, ohne es zu merken“. Dem Spieler stehen hierbei immer 3 Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Im Anschluss analysiert Pokémon Mystery Dungeon DX, welches Pokémon am ehesten zu deinen Vorlieben passt. 

Pokémon Mystery Dungeon: Vor dem Start wählt ihr eines von 16 Pokémon als Spielfigur.

Doch keine Sorge. Sagt euch das Ergebnis nicht zu, könnt ihr manuell eines der anderen 16 verfügbaren Pokémon auswählen. Darunter befinden sich bekannte Taschenmonster wie Bisasam, Glumanda, Schiggy, Feurigel, Evoli, Flemmli, Geckabor und jede Menge weitere. Damit wir nicht alleine durch die Pokewelt streifen müssen, wählen wir außerdem noch einen weiteren Begleiter. 

Anders als in der Hauptreihe der Pokémon-Spiele schlüpfen wir allerdings nicht in die Rolle eines Trainers, sondern spielen das gewählte Pokémon höchstpersönlich. Was sofort auffällt, ist der komplette Stilbruch in Pokémon Mystery Dungeon DX. Während man in der Vorlage noch, Hardware-bedingt, zum Großteil auf die Pokémon-typische Pixeloptik setzte, macht die Neuauflage einiges anders. Der neu gewählte Aquarell-Look passt sich wunderbar in die Stimmung des Spieles ein – und das sowohl im Dock- als auch Handheld-Modus der Nintendo Switch.

Pokémon Mystery Dungeon DX: Das Spielprinzip des Abenteuers

In Pokémon Mystery Dungeon DX gehört es zu eurer Aufgabe, ein sogenanntes Retter-Team zu gründen. Zunächst besteht dies lediglich aus den zwei zu Beginn gewählten Pokémon, später hingegen wächst und wächst eurer Team immer weiter. Neben dem eigentlichen Gameplay bekommen Spieler zudem eine Geschichte mit dem ein oder anderen Plot-Twist spendiert.

Pokémon Mystery Dungeon im Test: Das Retter-Team macht sich auf die Reise.

Zwischen all den Kämpfen und Missionen folgen immer wieder kleinere Cutscenes und Dialoge, welche die Geschehnisse weiter ausbauen.

 Die Welt in Pokémon Mystery Dungeon DX fällt nicht all zu groß aus und auch im anliegenden Dorf im Startgebiet gibt es wenig zu entdecken. Im besagten Ort tummeln sich verschiedenste Pokémon an ihren Ständen, die alle eine gewisse Funktion haben. Ein Snobilikat betreibt beispielsweise eine Bank, in der man Geld abheben und einzahlen kann, Kangama hingegen bewahrt unsere Items nach jeder Mission auf und Knuddelluff betreibt die Poke-Camps. Außerdem gibt es eine Trainingsstätte, einen Online-Modus, in der man gemeinsam mit seinen Freunden oder anderen Spielern Missionen absolvieren kann sowie einen Shop.

Der Tagesablauf in Pokémon Mystery Dungeon DX sieht wie folgt aus: Im Briefkasten die neusten Mails checken, zum Dorf gehen und nötige Vorräte kaufen und dann ab ins Missionsgebiet und die aufgetragenen Aufgaben erledigen. Während die Missionsgebiete größtenteils vorgegeben sind und sich in Höhlen, Wälder oder Berge unterscheiden, sind die Wege in den einzelnen Gebieten stets zufallsgeneriert. 

Die Gebiete in Pokémon Mystery Dungeon DX stehen fest, die Pfade sind zufallsgeneriert.

Jedes Gebiet besteht dabei aus mehreren Ebenen, die erklommen werden müssen. Pokémon-typisch hat jedes der Taschenmonster 4 Attacken zur Auswahl. Auch der Typenvorteil spielt im Mystery-Dungeon-Remake eine wichtige Rolle. Generell bedient sich das Spin-Off an vielen Grundmechaniken der Hauptreihe. 

Das zeigt sich nicht zuletzt an den Items, die Pokémon von jeglichen Statusproblemen, wie Gift, Paralyse oder Schlaf befreien, den unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten, welche die Taschenmonster mit sich bringen, am Levelsystem und den damit einhergehenden erlernbaren Angriffen oder den begrenzten AP pro Attacke. 

Pokémon Mystery Dungeon DX im Test: Rekrutieren statt Fangen!

Dennoch spielt sich Mystery Dungeon DX völlig anders als die Hauptreihe, denn im Gegensatz zu einem der Hauptableger fangen wir keine Pokémon, sondern rekrutieren diese. Dazu benötigen wir allerdings das passende Camp bzw. den passenden Unterschlupf, da es uns sonst lediglich für die aktuelle Mission begleiten kann. Ein wichtiger Tipp lautet daher: Kauft unbedingt so früh wie möglich so viele Camps ihr könnt, um rekrutierte Pokémon auch in euer Retterteam aufnehmen zu können. 

Im Camp könnt ihr neue Aufträge annehmen, um eure Begleiter in Pokémon Mystery Dungeon DX noch stärker zu machen.

Wann ein Pokémon rekrutiert werden kann ist dem Zufall geschuldet. Die einzige Voraussetzung lautet, es mit einer Nahkampfattacke auf dem Schlachtfeld zu besiegen. Mit dem + Button wechselt man zwischen den Teammitgliedern. Bis zu acht Pokémon können in jeder Mission rekrutiert werden, wobei vor Beginn der Mission immer eine festgelegte Anzahl an Pokémon für die Mission vorgegeben wird. Alle Pokémon, die ihr während des Kämpfens ins Team aufnehmt, zählen nicht dazu. 

Da Pokémon Mystery Dungeon DX ein rundenbasierendes Kampfsystem verwendet, kann zu jedem Zeitpunkt der nächste Schritt genauestens überdacht werden. Gerade gegen die sogenannten Super-Gegner ist dies auch zwingend erforderlich. Lasst euch also Zeit und bedenkt bei den Bossgegnern jeden noch so kleinen Schritt. 

Pokémon Mystery Dungeon DX: Jede Menge Zusatzfeatures

Was ihr ebenfalls stets im Blick behalten solltet, ist die Hunger-Leiste oberhalb des Pokémon. Sinkt diese auf null, verliert man nach und nach Leben, bis man schließlich stirbt. Durch gesammelte oder gekaufte Nahrung wie Äpfel kann dem Hungertod entgegengewirkt werden. 

Sollte das Spiel einmal zu schwer werden, bietet Pokémon Mystery Dungeon DX außerdem eine Hilfe-Option, die dazu führt, dass euch das Spiel nur noch einen einzigen Knopfdruck an passender Stelle abverlangt. Es können außerdem bis zu 8 Rettungs-Missionen auf einmal ausgewählt werden, jedoch unterscheiden diese sich nur geringfügig voneinander. Größtenteils müsst ihr Pokémon aus einem bestimmten Gebiet retten oder deren Freunde zu den hilflosen Pokémon bringen. Die Gefährten begleiten euch dabei bis zum Missionsende und unterstützen euch im Kampf. 

Da ihr die Pokémon nicht fangt, sondern rettet, müsst ihr auf ihre Bedürfnisse achten.

Auf Statusprobleme weist euch das Spiel freundlicherweise auch hin und fragt zugleich, ob man das gewählte Pokémon heilen möchte. Die Begleiter-Pokémon sammeln zudem alle im Gebiet befindlichen Items ein und greifen automatisch nahegelegene Gegner an. Misslingt eine ausgewählte Mission, verliert der Spieler all sein Geld und alle gesammelten Items. Es ist daher unabdingbar, Items wie auch Geld in den Poke-Bänken zu horten. 

Fazit: So gut schneidet Pokémon Mystery Dungeon DX im Test ab

Pokémon Mystery Dungeon DX XD im Test: So schneidet das Remake des Nintendo-Klassikers ab.

Pokémon Mystery Dungeon DX bereitet gerade in den ersten Spielstunden, in den euch die Mechaniken nach und nach nähergebracht werden, eine Menge Spaß. Jedoch verliert das Spiel durch sein repetitives Gameplay und immer gleiche Abläufe in den Missionen sehr schnell an Reiz. Auch die neu hinzugefügten Pokémon helfen dabei nicht weiter. Die überarbeitete Optik hingegen kann sich durchaus sehen lassen und auch der Soundtrack weiß durch Abwechslungsreichtum zu überzeugen. Dennoch entpuppt sich der Kern des Spiels, das Gameplay, binnen weniger Stunden als recht belanglos. Sicherlich hat man viele Elemente der Pokémon-Grundformel implementiert. Trotzdem können wir Pokémon Mystery Dungeon DX nach unserem Test nicht jedem Spieler ans Herz legen – nicht zuletzt wegen der fehlenden Abwechslung. Wer über den monotonen Spielverlauf hinwegsehen kann oder sich zu den Hardcore-Fans der Reihe zählt, sollte zugreifen, alle anderen Spieler können getrost auf das Remake des Nintendo-Klassikers verzichten.

Pro

Con

+ Wunderschöne Optik

- Monotones Gameplay

+ Unzählige rekrutierbare Pokémon

- Wenig Abwechslung innerhalb der Missionen

+ Spannend inszenierte Geschichte

- Schwankender Schwierigkeitsgrad

+ Toller Soundtrack

Pokémon Mystery Dungeon DX erscheint am 06. März 2020 für die Nintendo Switch.

mvb

Rubriklistenbild: © Nintendo

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