*Klackern intensifies*

Razer BlackWidow V3 Pro im Test: Click, Klack & Sieg

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Mit der BlackWidow V3 Pro veröffentlicht Razer eine wahre Premium Wireless-Tastatur. Ob sich das Keyboard mit neuster Technik lohnt, lest ihr im Test.

Hamburg – Normalerweise hämmere ich alle meine Texte in die eingebaute Tastatur meines Laptops. Für diesen Test begaben sich meine Ohren und Fingerkuppen allerdings in die aufregende Welt der Clicks und Klacks. Auch wenn man es nicht erkennen mag, diese Zeilen wurden auf dem Razer BlackWidow V3 Pro Keyboard verfasst. Wie sich die Wireless-Tastatur, mit mehr Chroma-Strahlkraft als euer örtliches Kernkraftwerk, in der Praxis schlägt, verraten wir euch im Test der Hardware von Razer.

HauptsitzIrvine, Kalifornien, USA & Singapur
Gründung2005
GründerMin-Liang Tan, Robert Krakoff
CEOMin-Liang Tan
BrancheComputerzubehör
Websitewww.razer.com

Razer BlackWidow V3 Pro im Test: Tastenanschlag und RGB – Hear the Rainbow

Was für Eigenheimbesitzer das Phillips Hue ist, das ist für Gaming-Aficionados Razers RGB Chroma. Selbstredend erstrahlt daher auch die Razer BlackWidow V3 Pro in sämtlichen Farben des Regenbogens und spielt mit allen Tricks der bunten Beleuchtung. Schlappe 16,8 Millionen verschiedene Farben soll das RGB Chroma auf dem Kasten haben – da sollte also wirklich für jeden was dabei sein.

Individualisiert eure Tastatur im kostenlosen Razer Synapse wie ihr lustig seid. Hier gibt es so viele Effekte, die einfach alles abdecken: Von „Wow, Sick!“ bis „Cringe“ ist alles dabei. Mittlerweile unterstützen bereits über 150 Games die ikonische Beleuchtung auch innerhalb des Spiels. So wird das kosmetische Extra auch zum Feature und kann beispielsweise von Grün auf Rot umschlagen, wenn sich eure Lebensenergie dem Ende zu neigt.

Die Razer BlackWidow V3 Pro macht dank RGB Chroma vor allem im Dunkeln eine tolle Figur.

Das wilde Geleuchte kommt unter den mechanischen Doubleshot-ABS-Tastenkappen von Razer erst so richtig gut zur Geltung. Anders als andere Tasten sind hier die Aufschriften nicht einfach nur aufgedruckt. Mittels Doubleshot-Gussverfahren werden im Grunde zwei Tasten hergestellt und ineinander gesteckt. Neben der Durchlässigkeit für die Beleuchtung bietet das den entscheidenden Vorteil, dass das Alphabet unter euren Fingerkuppen niemals von den Tastenköpfen gewaschen werden kann. Ergo heißt das: Eure Tastatur sollte auch noch nach Jahren des Gebrauchs einen schnieken Eindruck machen. 

RGB Chroma erstrahlt auf der Razer BlackWidow V3 Pro in seiner ganzen Pracht.

Bei der Razer BlackWidow V3 Pro handelt es sich zudem um eine mechanische Tastatur. Das ermöglicht in der Praxis nicht nur super flüssiges Tippen, sondern ist natürlich auch fürs Gaming besonders interessant. Hier geht es ja immerhin um Präzision, Geschwindigkeit und zielgenaue Tastenanschläge. Spieler können bei Razer mittlerweile zwischen Yellow Switches oder Green Switches auf ihrer Tastatur wählen. Während die gelben Switches dank eingebauten Schalldämpfern so lautlos wie möglich sein sollen, clickt die grüne Variante euch das Trommelfell weg. Wir waren als mutige Rabauken auf den Green Switches unterwegs.

Tippt ihr auf denen gerade an der Tastatur ein gefühlvolles und intimes Haiku, dann weiß davon auch das ganze Haus. Das mag auf der einen Seite vielleicht nervig für eure Mitmenschen sein, auf der anderen Seite aber auch super befriedigend für den Maestro an den Tasten. Das Klicken und Klacken kann solch eine Sogwirkung entfalten, dass die Gefahr besteht, dass man sich schon in Kürze für den nächsten Lang-Lang hält.

Die Green Switches der Razer BlackWidow V3 Pro clicken, klacken und machen Spaß.

Im Endeffekt ist es aber reine Geschmackssache, ob man eher der Fraktion Kirchenmaus oder Presslufthammer angehört. Das Tippgefühl ist in jedem Fall erhaben. Es macht einfach Spaß an dieser Tastatur zu arbeiten oder zu zocken. Razer hat für sein BlackWidow V3 Pro genau die richtige Anschlagsstärke zwischen Widerstand und „Taste tippt sich von selbst“ gefunden. Jede eurer Aktionen wird präzise erfasst – manchmal sogar zu präzise.

Wenn wir eine Sache beanstanden müssten, wäre es, dass die Eingabe des Tastenbefehls bereits relativ weit oben erfolgt. Sprich, es muss nicht ganz nach Unten durchgedrückt werden, damit ein Tastenanschlag erkannt wird. Rutscht man also einmal ab, schleichen sich mir nichts dir nichts ganz viele Buchstaben in den getippten Text, die da gar nichts zu suchen haben. Eine Änderung von wenigen Millimetern hätte uns vermutlich schon Genugtuung getan – das ist aber Meckern auf sehr hohem Niveau.

Switch-TypMechanische Grüne oder Gelbe Switches von Razer
KlickgefühlTaktil und klickend oder leise
GrößeVolle Größe
BeleuchtungRazer Chroma-Hintergrundbeleuchtung mit 16,8 Millionen anpassbaren Farboptionen
HandballenauflageJa
Integrierter SpeicherIntegrierter Hybrid-Speicher – bis zu 5 Profile
MedientastenEigene Mediensteuerung
PasstroughKeine
KonnektivitätKabelgebunden | 2,4 GHz Wireless | Bluetooth
TastenkappenDoubleshot-ABS

Razer BlackWidow V3 Pro im Test: Was sind noch gleich Kabel?

Das große Alleinstellungsmerkmal der Razer BlackWidow V3 Pro ist aber das eigentliche Sprengen der Ketten. Diese Tastatur braucht keine Kabel, dieses Keyboard ist auf Wireless-Funktionalität ausgelegt. Früher ein No-Go, machte doch gerade bei Spielern mit kabelloser Verbindung die Latenz einen Strich durch die Rechnung. Das ging schon immer irgendwie, toll war das ganze aber auch nicht.

Da dachte Razer sich jetzt wohl: Eigentlich blöd, wir ändern das einfach mal. Und das taten sie. Die BlackWidow V3 Pro ist die erste Razer-Tastatur, die den hauseigenen Hyperspeed Wireless-Standard nutzt. Auf der Rückseite der Razer Blackwidow V3 Pro befindet sich ein kleines Geheimfach und als wenn das nicht schon aufregend genug wäre, befindet sich darin auch noch ein WiFi-Dongle. Das kommt einfach in einen USB-Slot an eurem PC und die Razer BlackWidow V3 Pro ist einsatzbereit.

Per Schalter lässt sich beim Razer BlackWidow V3 Pro kinderleicht zwischen Hyperspeed Wireless, Kabel oder Bluetooth wechseln.

In unseren Tests konnten wir keinerlei Latenz ausfindig machen. Die Tastatur ist zu jederzeit voll da und absolut zuverlässig, sodass man einen Verlust von SR oder ELO nie auf die ach so blöde Tastatur schieben kann. Selbstverständlich lässt sich die Razer BlackWidow V3 Pro aber auch per USB-C kabelgebunden anschließen. Außer man möchte den Akku des Keyboards laden, gibt es dafür aber echt keinen Grund.

Seid ihr nicht als Strahlemann mit voll aufgedrehter Chroma-Beleuchtung unterwegs, hält auch der Akku knapp 200 Stunden – mit Blinken und Blitzen je nach Intensität aber eher so 10-30 Stunden. Danach ist das Kabel dann leider wieder Pflicht, aber das kann man ja auch über Nacht erledigen. Wer aus irgendeinem Grund dem Razer Hyperspeed Wirless misstraut, kann die BlackWidow V3 Pro auch im Bluetooth-Modus betreiben. Dazu legt man einfach einen kleinen Schalter an der Seite des Keyboards um.

Razer BlackWidow V3 Pro im Test: Die kleinen Spielereien der Premium-Tastatur

Was gibt es sonst noch so zu vermelden? Da wäre zum Beispiel eine der Tastatur beiliegende Auflage für die Handballen. Hier wurde schwarzes Kunstleder zu einer Leiste verarbeitet, die weicher kaum sein dürfte. Eine nette Dreingabe, die es unserer Meinung nach aber nicht zwingend braucht. Auf der Tastatur selbst befinden sich oben rechts übrigens auch ein zusätzlicher Drehregler und drei Knöpfe. Das Quartett lässt sich wie eigentlich alles bei der Razer BlackWidow V3 Pro nach Belieben konfigurieren. Wir waren beispielsweise mit der voreingestellten Lautstärkeregulierung, Ein Track zurück, Pause und Ein Track vorwärts sehr zufrieden.

Wer will, kann sich hier aber auch so Spielereien wie die Helligkeit draufmappen. Generell lässt sich vor allem noch die Wertigkeit der nicht ganz billigen Tastatur hervorheben. Die mechanischen Doubleshot-ABS-Tastenkappen liegen auf einer schweren Base aus Aluminium. Hier verrutscht also nichts und es fühlt sich wirklich an, auf einem absoluten Premium-Modell zu tippen. Ein wenig schade ist aber, dass die Aufsteller auf der Rückseite der Razer BlackWidow V3 Pro aus Plastik sind und frei nach dem Motto Aus den Augen aus dem Sinn mit dem sonst so edlem Erscheinungsbild brechen.

Das Razer BlackWidow V3 Pro Keyboard kommt mit einer Kunstleder-Auflage für geschundene Handballen.

Razer BlackWidow V3 Pro im Test: Fazit zum Pro-Keyboard

Mit saftigen 250 Euro Anschaffungsgebühr ist die Razer BlackWidow V3 Pro nicht gerade ein Schnapper. Muss sie aber auch gar nicht sein, denn wie der Name es schon andeutet, haben wir es hier mit einem absoluten Pro-Keyboard zu tun. Bis auf winzige Details wie die Plastik-Aufsteller ist die Tastatur unglaublich wertig verarbeitet. Das wichtigste ist aber: Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß auf den mechanischen Tasten zu tippen. Präzision und Geschwindigkeit sind hier kein Marketingsprech, sondern eine ernst genommene Maxime, der man sich bei Razer unterordnet. Je nach Geschmack, kann man sich zudem für die lautlosen Yellow Switches oder die belohnend klickenden Green Switches entscheiden.

Dass Razer aber gute Tastaturen abliefern kann, ist allgemein bekannt. Das eigentlich magische Feature der Razer BlackWidow V3 Pro ist der Abschied vom Kabel. Dank dem Hyperspeed Wireless-Standard setzt die Tastatur den Maßstab für Wireless-Tastaturen im neuen Jahrzehnt: Keine spürbare Latenz, keine Verbindungsprobleme und glückliche Fingerkuppen. Sucht man nach einer langlebigen Investition für die nächsten Jahre und eben nicht nach einem neuen Wegwerf-Keyboard, dann ist die Razer BlackWidow V3 Pro seinen gesalzenen Preis vollends wert – getippt auf der Razer BlackWidow V3 Pro.

Rubriklistenbild: © Razer

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