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Razer Blade 15: RTX-Gaming Laptop im Test – Ein federleichtes Schwergewicht

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Mit dem Blade 15 lässt Razer einen Gaming Laptop samt GeForce RTX-Grafikpower auf die Welt los. Wir haben uns die mobile Tower-Alternative genauer angeschaut.

Hamburg – Hallo Zukunft! Mit dem neuen Razer Blade 15 finden GeForce RTX 30 Grafikkarten ihren Einzug in die breitere Welt der Gaming Laptops und begründen damit den Beginn einer neuen Gaming-Ära. Um nun aber so richtig zukunftsfit zu sein, reicht der neue Grafikbizeps natürlich nicht aus: Da muss man schon mit Leib und Seele am Muscle Beach posieren. Wir haben uns den Razer Blade 15 daher einmal im Ganzen angeschaut und verraten euch im Test, ob das mobile Wunderkind seinen Mozart steht oder lieber noch einmal die Abendschule besuchen sollte.

LaptopRazer Blade 15 Advanced Model
CPUIntel 8-Core, i7-10875H (2,30 GHz | Turbo 5,1 GHz)
GPUGeForce RTX 3070 oder RTX 3080 (bis zu 16 GB VRAM)
Display4K OLED Touch | 240Hz QHD | 360Hz Full HD
SSD1TB (Aufrüstbar bis 4TB)
Dicke16.99 mm
Gewicht2,01 kg
Batterie80Wh/ca. 6 Stunden

Razer Blade 15 im Test: Harte Fakten – Hardware und Specs

Harte Specs lügen nicht – was steckt also unter der Haube des Razer Blade 15? Die Antwort lautet: So einiges. Wir haben uns für euch das Advanced Model (es existiert auch ein Standard Model) des Blade 15 angeschaut. Hier schlummert ein Intel 8-Core i7 der 10. Generation mit bis zu 5,1 GHz Turbo und je nach Ausführung 1 bis 4 TB SSD Speicher im mattschwarzem Gehäuse. Das Herzstück ist aber eine der brandneuen GeForce RTX Grafikkarten. Hier kann man sich zwischen der RTX 3070 und RTX 3080 mit 8GB VRAM entscheiden oder zur allmächtigen RTX 3080 mit 16 GB VRAM greifen.

Razer Blade 15: Gaming Laptop im Test – Ein federleichtes Schwergewicht

Die Karte bildet euer goldenes Ticket in die aufregende neue Welt des Ray-Tracings und ist in der Zukunft ein unvermeidbarer Begleiter im PC-Gaming. Und falls man es gerade vergessen haben sollte, wir reden hier immer noch über einen hauchdünnen Laptop, dessen Fokus Hochglanz-Gaming für unterwegs ist. Tatsächlich misst der Razer Blade 15 im Advanced Model nämlich nur eine Dicke von 16,99 mm und legt dabei etwa luftige 2 kg auf die Waage. Mobilität wird hier großgeschrieben – weder Größe noch Gewicht sollten euch davon abhalten, den Blade in jeglicher Lebenslage mit euch führen zu können.

Razer Blade 15 im Test: Mobilität ja, Tücken aber auch – Der Preis der Handlichkeit

All diesen Hightech auf so kleinem Raum unterzubringen, ist auf den ersten Blick ganz schön beeindruckend. All das kann aber auch Tücken mit sich bringen, denn irgendwie muss das Ganze ja auch belüftet werden. Der Razer Blade 15 macht das auf seiner Rückseite. Hier gibt es zwei Aussparungen, die dank einem Paar Gummileisten nie flach auf dem Untergrund aufliegen. Soweit so gut, glühende Fans dieser Konstruktion sind wir allerdings nicht. Stellt man den Gaming Laptop auf einen Tisch oder dergleichen, funktioniert das System einwandfrei. Nutzt man den Razer Blade 15 aber leger auf dem Schoss, stören zum einen die harten Gummileisten und zum anderen frisst sich die Hitzeentwicklung langsam aber stetig bis zum Beinknochen durch.

Auch wenn das Razer Werbebild es vormacht, auf dem Schoß brachte der Blade 15 uns wenig Freude.

So leichtfüßig wie auf den Werbebildern von Razer zockt es sich auf dem Sofa leider nicht – ohne Unterlage kann es gerade bei aufwändigen Games, für die der Laptop ja konzipiert ist, schnell heiß und unangenehm werden. Das ist insofern schade, da das Kernfeature eines Gaming Laptops – bedingungslose Mobilität – so ein wenig ausgehebelt wird: Man braucht eigentlich stets einen optimalen Ort zum Zocken.

Doppelt schade übrigens auch, weil eigentlich das hauseigene Vapor Chamber System für eine punktuelle und geregelte Kühlung sorgen sollte. Daher möchten wir nicht ausschließen, dass wir möglicherweise für unseren Test ein Montagsmodel erwischt haben. Zusätzlich wurde das kompakte System in unseren Prüfungen der Hardware auch schon mal relativ laut, wenn es leistungsintensiver zuging. Wer in diesen Punkten empfindlich ist, sollte den Laptop vor dem Kauf am besten selbst einmal austesten.

Razer Blade 15 im Test: 240Hz QHD Bildschirm – Geschmeidiger als irische Butter

Anders als das Base Model hat das Advanced Model des Razer Blade 15 so einige zusätzliche Karten im Ärmel. Das Herz-Ass: Der weltweit erste QHD 240Hz 15.6” Bildschirm. Das Display kommt auf 240Hz und sorgt mit seiner Ultra-Fast Refresh Rate für butterweiche Bilder, die streichzart die Netzhaut verwöhnen. Auf diesem Bildschirm zu zocken ist wahrlich eine Freude, man kann es nicht anders sagen. Es sollte einem allerdings bewusst sein, dass der QHD-Display nur auf eine Auflösung von 2560x1440 kommt. Braucht ihr beispielsweise als Creator zwingend 4K, gibt es dafür aber eine eigene Variante des Razer Blade 15 – dann aber als OLED Bildschirm samt Touch-Funktion.

Der Razer Blade 15 kann mit seiner Power ohne Probleme euer Tower-Setup ablösen.

Erfreulicherweise sind die Ränder des Displays so schmal ausgefallen, dass man eigentlich so gut wie nur Bildschirm in Sichtweite wahrnimmt. Auf der Rückseite prangt stilsicher ein beleuchtetes Razer-Logo. Gefasst ist der Blade 15 in einen Körper aus leichtem, mattem und schwarzem Aluminium. Passend zur minimalistischen Bauweise fällt die Tastatur super flach aus und löst relativ widerstandslos aus – das kann gefallen, aber sicher auch zu Tippirritationen führen. Daher heißt es wie immer beim Laptop-Kauf: Am besten testet ihr die Hardware und Physis einmal selbst aus und schafft euch ein eigenes Bild. 

Razer Blade 15 im Test: Viele kleine Kniffe – RGB Chroma, Wi-Fi 6E und Co.

Tatsächlich hat der Razer Blade 15 aber noch einige weitere Zuckerstückchen in seiner Vorratskammer. Die bereits angesprochene Tastatur ist beispielsweise mit Razer RGB Chroma ausgestattet. Das Base Model setzt nur auf ein Single-zone RGB Lighting, das Advanced Model aber auf das volle Per Key RGB Lighting. Hier kann also jede einzelne Taste mit 16.8 Millionen verschiedenen Farben angesteuert werden. Neben diesen optischen Spielereien ist aber auch das zukunftsweisende Wi-Fi 6E mit an Bord, das eine schnellere und beständigere drahtlose Verbindung verspricht. Auch nette Extras wie Thunderbolt 3 und ein SD Karten Leser haben es in die Anschlussleiste geschafft – finden wir fein. Außerdem auf der Party: USB-C Fast Charging, Windows Hello IR Kamera und Bluetooth 5.

Der Razer Blade 15 ist der optimale Begleiter fürs mobile Gaming.

Das Netzteil des Blade 15 ist im Übrigen, anders als der eigentliche Laptop, kein Leichtgewicht. Das Netzteil-Kabel ist aber lobenswerterweise nicht in Plastik oder dergleichen, sondern in einen flexiblen, synthetischen Stoff gehüllt. So ist im täglichen Gebrauch hoffentlich Verschleiß vorgebeugt. Logischerweise konnten wir das in unserem Testcenter in Hamburg aber nicht final bestätigen. Was wir allerdings festhalten müssen, ist die durchschnittliche Batterielaufzeit von knapp 6 Stunden. Bei so einem Hardware-Poser wie dem Blade 15 ist dieser mittelmäßige Wert natürlich kein Wunder, bewusst machen sollte man sich ihn vor dem Kauf aber trotzdem.

Razer Blade 15 im Test: Fazit zum federleichten Schwergewicht

Mit dem Blade 15 hat Razer ein richtiges Powerhouse von einem Laptop geschaffen. Eine GeForce RTX zum Mitnehmen mit solchen Specs ist in jedem Fall bemerkenswert und einfach nur wahnsinnig cool. Gleichzeitig macht man keinerlei Abstriche, was State of the Art-Technologie angeht. Allen voran scheint hier das tolle QHD 240Hz 15.6” Display, das zocken auf dem Laptop zu einem wahren Highlight macht.

Wühlt man sich ein wenig tiefer in die mächtige Hardware hinein, kommen aber auch kleinere Makel zum Vorschein: Die Lüfter sind ungünstig platziert, die Tastatur vielleicht nicht jedermanns Sache und die Akkulaufzeit nicht außergewöhnlich. Das lässt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Razer Blade 15 ein kleines Technikwunder ist und mit Leichtigkeit als portable Alternative zum Tower-Rechner in Betracht gezogen werden kann. Entscheidet ihr euch für den Kauf plädieren wir allerdings mit Nachdruck auf das Advanced Model. Glaubt uns: RTX 3080, QHD Display, echtes RGB Chroma und Co. werden euch auf lange Sicht glücklicher machen.

Rubriklistenbild: © Razer

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