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Kann die Razer Viper Ultimate kabellose Mäuse endlich in den eSport bringen? Der Test zeigt's!

Gaming-Maus auf Herz und Nieren geprüft

Razer Viper Ultimate im Test: Wie gut passen „Wireless“ und „eSport“ zusammen?

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Mit der Razer Viper Ultimate wird der Wireless eSport-Bereich unter den Gaming-Mäusen angegriffen – das gilt aber auch für die eigene Geldbörse.

Kabellose Peripherie für PC-Gamer galt lange Zeit als ein Unding, zumindest wenn es darum ging, im kompetitiven Spiel im LAN oder online die Nase vorne zu behalten. Wenige Millisekunden an Verzögerungen können bei Gaming-Mäusen unweigerlich die Präzision beeinflussen und über Sieg oder Niederlage im Spiel entscheiden. Doch selbstredend ist diese Zeit mittlerweile vorbei, zumindest wenn man sich nicht im Regal vergreift und das falsche Produkt auswählt. Mit solchen Problemen hat die für eSport konzipierte High-End-Maus Razer Viper Ultimate natürlich nicht zu kämpfen. Zumal an dieses Gerät noch so manch weitere Anforderungen gestellt werden. 

Razer Viper Ultimate: Hochwertig in Verarbeitung und Technik 

Die Razer Viper Ultimate verzichtet auf lästige Kabel.

Technisch hält die Razer Viper Ultimate das, was sie verspricht: Präzision und Schnelligkeit werden auch ohne Kabelspur erreicht. Mit einem neuen optischen Sensor erreicht das Gerät eine Abtastrate von bis zu 20.000 DPI (Dots per Inch) – mehr als so ziemlich jede andere Maus auf dem Markt. Ähnlich verhält es sich mit der Tracking-Geschwindigkeit, die mit stattlichen 650 IPS (Inch per Second) daherkommt, sodass selbst die rasantesten Mausgesten präzise übernommen werden. Allerdings bleibt die Frage offen, welcher Nutzer jemals auf derartige Geschwindigkeiten kommen mag.

Ergonomisch lässt sich an der Maus nicht viel aussetzen, insbesondere da hier zu bedenken gilt, dass die Maus sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet ist. Dies stellt entsprechend einen minimalen Makel dar. Sie liegt zwar aufgrund der ergonomischen Bauweise gut, allerdings nicht perfekt in der Hand. Dass das Eigengewicht der Razer Viper Ultimate äußerst gering ausfällt, dürfte zudem bei der Zielgruppe der eSportler positiv auffallen, da dies einen zusätzlichen Vorteil verspricht. 

Geringes Gewicht und flexible Einstellungen: Die Viper Ultimate schreit nach Einsätzen im eSport.

Wenn wir an das Wort kabellos denken, dann kommt neben der Frage nach Präzision und Lags noch ein weiterer Aspekt in den Sinn: Wie lange hält der Akku? Hier muss sich die Maus nicht verstecken, denn mit einer Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden bietet das Gerät eine stattliche Lebensdauer, ehe sie wieder in der Dockingstation geparkt werden möchte. Bei normaler Nutzung der Maus kommt diese Zeitspanne ungefähr hin. Wer hier jedoch intensivere Gaming-Sitzungen durchführt, der muss sich auf einen etwas stärkeren Verbrauch gefasst machen, der mit 10 bis 20 Prozent höherem Verbrauch allerdings noch immer im grünen Bereich liegt. 

Insgesamt kommt die Razer Viper Ultimate mit sieben frei belegbaren Tasten daher. Dabei fällt insbesondere der Druckpunkt der primären Maustasten sehr gut aus, sodass nahezu nie ein versehentlicher Klick bei ruckartigen Bewegungen zustande kommt. Ähnlich sieht es auch mit der markanten Haptik des Mausrads aus, die hier sehr zu überzeugen weiß. Die Geschwindigkeit in der Reaktionszeit beim Klicken hinterlässt ebenfalls positive Spuren, allerdings nur wenige mechanische. Denn ein mechanischer Kontakt ist hier nicht mehr nötig. Durch optische Switches werden in nur 0,2 Millisekunden – was laut Razer branchenführend sein soll – via Infrarotlicht getätigte Klicks erfasst und durchgeführt, was sich auch positiv auf die Lebensdauer der Tasten deutlich ausüben soll. 

Optische Switches als größtes Alleinstellungsmerkmal der Razer Viper Ultimate.

Razer Viper Ultimate: Wenn Software den meisten Mehrwert bietet 

Essentiell ist und bleibt allerdings die Software, die über die Razer Central gesteuert wird. Über diese können alle Feinheiten der Maus weiter optimiert werden. Hierzu zählt eine individuelle Belegung der sieben Maustasten, wobei zwei Tasten für die meisten Spieler zu vernachlässigen sind. Diese befinden sich sowohl auf der rechten und linken Seite der Maus auf Daumenhöhe und sind daher auch entsprechend entweder für Links- oder Rechtshänder konzipiert. Will man die jeweils gegenüberliegenden Tasten dennoch verwenden, so kommt es hier zu eher verkrampften Bewegungen. Diese Tasten können zwar ausgeschaltet werden, aber ebenso kann es sinnvoll sein, hier seltene Aktionen zu hinterlegen. Neben Tastenfunktionen und Makros lassen sich unter anderen Eigenschaften für Multimedia, zur Beleuchtung der Maus, Textfunktionen oder unter anderen sogar Programme hinterlegen. Soll das präferierte Game gestartet werden, so ist man so nur einen Mausklick davon entfernt. 

Die Ladestation der Razer Viper Ultimate: Ein echter Hingucker.

Über die Software der Razer Viper Ultimatie können natürlich auch individuell noch weitere Eigenschaften angepasst werden. Diese reichen von der Empfindlichkeit und der Abtastrate der Maus, bis hin zu Energieoptionen und der Beleuchtung. Letztere betrifft sowohl das Razer-Logo auf dem Rücken der Maus, als auch die kleine, aber elegante Dockingstation, die am Boden einen LED-Rahmen verpasst bekommen hat. Neben allen möglichen frei wählbaren Farben können auch erweiterte Effekte eingestellt werden, wie bspw. ein Spektrum, welches zwischen allen Farben der Farbskala langsam und fließend wechselt. 

Fazit: Gute Peripherie hat ihren Preis – So schneidet die Razer Viper Ultimate im Test ab

Razer Viper Ultimate: So schneidet die kabellose Maus im Test ab.

Ohne lange um den heißen Brei herumzureden: Die Razer Viper Ultimate spielt ohne Frage ganz oben in der ersten Liga der kabellosen Gaming-Mäuse mit. Gleichzeitig muss man sich hier aber auch auf eine ebenso hohe Preisklasse einrichten. Mit 169 Euro kommt die Ultimate-Fassung daher, die neben dem kabellosen Feature auch eine Dockingstation mit im Gepäck hat. Technisch bietet die Maus unter anderem dank optischer Sensorik eine brillante Leistung, sodass zu keinem Zeitpunkt auffällt, dass man es hier mit einem kabellosen Gerät zu tun hat. Eine Leichtbauweise, ein ergonomisches Design und zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten via Software machen die Razer Viper Ultimate zu einem idealen Begleiter in jedem Shooter und RTS-Game. Wer übrigens nicht so viel Kleingeld zur Verfügung hat, dem steht auch die normale Razer Viper zur Verfügung, die mit 89 Euro deutlich erschwinglicher ausfällt, dafür aber auch kabelgebunden ist und logischerweise auch keine Dockingstation benötigt.

PROS

CONS

+ Tadellose und lagfreie Funkverbindung

- Sehr hohe Preisklasse

+ Beidhändig einsetzbar...

- ...mit suboptimaler Platzierung gegenüberliegender Daumentasten

+ Präzise Sensorentechnik

+ Hohes Maß Feintuning & Individualisierung via Software

+ Stilvolle Ladestation

+ Hohe Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden

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