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Das Schwarze Auge: Book of Heroes Vorschau: Kann der Titel überzeugen?

DSA: Jetzt auch online?

Das schwarze Auge (DSA): Book of Heroes Vorschau: Digitales Pen&Paper der alten Schule

Pen&Paper-Fans dürfen sich freuen. Noch in diesem Jahr erscheint Das Schwarze Auge: Book of Heroes. Kann das Rollenspiel überzeugen? Unsere Vorschau gibt alle Infos.

  • Das Schwarze Auge: Book of Heroes soll noch in diesem Jahr erscheinen
  • Das Rollenspiel setzt seinen Fokus auf die Geschichte und will als klassisches RPG glänzen
  • Die großen Stärken der Pen&Paper-Adaption: Prozedural generierte Gebiete und Loot

Das Schwarze Auge: In Zukunft nicht nur am Tisch spielbar

Heutzutage gibt es immer mehr Anhänger des Pen&Paper Genres. Dies liegt vor allem an der Möglichkeit, sich in fremde und bisher unbekannte phantasievolle Welten begeben zu können und dabei eine ganz eigene Rolle in der Spielwelt anzunehmen, welche sich von der eigenen Person unterscheidet. Das wohl beliebteste Universum innerhalb Deutschlands sollte hierbei „Das schwarze Auge“ sein. Mit Book of Heroes kehrt der analoge Fantasy-Kracher nun in digitaler Form zurück. Und das 10-köpfige Entwicklerteam von Wild River Games hat Zukunftspläne für jene Fans in petto.

Normalerweise spielt man Pen&Paper gemeinsam mit seinen Freunden an einem Tisch und durchlebt phantasiereiche Abenteuer voller Gefahren und Rätsel. Dabei übernimmt einer der Spieler, der sogenannte „Meister“, die Rolle des Erzählers. Er bestimmt mitunter, was den Abenteurern widerfährt und welchen Gefahren sie sich stellen müssen. Bevor es losgehen kann, darf jeder der Spieler sich noch eine individuelle Figur erstellen mit eigener Hintergrundgeschichte, Vorlieben, Stärken und Schwächen. All dies wird mittels Charakterbogen festgehalten, welcher euch im ganzen Spiel begleitet. Da dies aber immer einen enormen Aufwand mit sich bringt, sei es die Erstellung der Charaktere, die Gestaltung der Geschichte oder überhaupt einen gemeinsamen Termin zu finden, an dem alle Beteiligten Zeit haben, hat sich Entwickler Wild River etwas ganz Besonderes einfallen lassen

Um all diese Faktoren mehr oder weniger zu umgehen und dennoch gemeinsam mit seinen Freunden Spaß zu haben, hat sich das Team zusammengesetzt, um eine Videospielvariante eines der beliebtesten Pen&Paper-Vertreter zu entwickeln.  Die größten Vorteile hierbei sind: Man muss sich nicht zwingend treffen, um ein Abenteuer zu erleben, da „Das Schwarze Auge: Book of Heroes“ sowohl offline als auch online spielbar ist. Zudem ist es möglich, auch alleine auf Reisen zu gehen, da dem Spieler in solchen Fällen NPCs zur Verfügung stehen. Der letzte, aber nicht weniger wichtige Pluspunkt ist: Niemand muss die Rolle des Erzählers übernehmen. Derzeit arbeitet Wild River daran, eine Discord-Anbindung ins Spiel zu implementierten, um die Kommunikation zwischen den Beteiligten zu vereinfachen. 

Rätsel, Taktik und Dialoge sind Trumpf – DSA: Book of Heroes ist kein Action-RPG.

Das erwartet euch in Das Schwarze Auge: Book of Heroes

Doch worum geht es überhaupt genau bei Das Schwarze Auge: Book of Heroes, und vor allem: Wie sieht die generelle Umsetzung des Titels aus? Um alle diese Fragen beantworten zu können, fangen wir natürlich beim Anfang, dem Erstellen der Charaktere, an. Schritt für Schritt entscheidet ihr über Rasse, Klasse, Hintergrundgeschichte, Fähigkeiten und alles, was sonst noch zu einem amtlichen Rollenspiel dazugehört. Dabei fallen besonders positiv die Illustrationen der Karten auf, welche allesamt handgemalt sind. Anschließend könnt ihr noch eurer Aussehen anpassen mit zig verschiedenen Möglichkeiten. Die Aufteilung der Fähigkeitenpunkte wird automatisch an euren Charakter angepasst, damit man sich selbst keinen unfairen Vorteil verschaffen kann.

Sieben Spezies stehen zu Beginn von DSA: Book of Heroes zur Wahl.

Der Ausgangspunkt der Helden ist dabei immer die Taverne, von wo aus man sämtliche Quests aufrufen kann. Statt einer offenen Spielwelt erwarten euch in Book of Heroes instanzierte, voneinander getrennte Levelbereiche. In der Spelunke lungern außerdem eine Handvoll NPCs herum, bei denen man unter anderem seine Waffen schmieden, Alchemie betreiben oder Ausrüstung kaufen kann. Im Tutorial werden dem Spieler typischerweise die Basics nahegelegt. Das Kampfsystem, die Rätsel-Elemente, die Gegnertypen und die Menü-Führung, all dies lernt ihr in den ersten Spielminuten. Durch das Würfel-Kampfsystem, welches zufallsgeneriert ist, sind die Kämpfe zwar entschleunigt, aber der Fokus liegt bei Das Schwarze Auge: Book of Heroes nicht zwingend bei den Kämpfen. Wichtig ist es, ein Abenteuer zu erleben, welches sich von Spielen, wie beispielsweise Diablo, grundlegend unterscheidet. Statt einem Action-RPG erwartet euch also ein klassisches Rollenspiel im Stile von Baldur's Gate oder Divinity: Original Sin.

Fähigkeitenpunkte in DSA: Book of Heroes sind abhängig von euren Charakter-Eigenschaften.

DSA: Book of Heroes - Vielfalt ist ein Muss!

Das taktische Denken spielt dabei eine große Rolle. Nicht nur können Gegner mit roher Gewalt ausgeschaltet werden, auch ist es möglich, diese beispielsweise zu vergiften und anschließend auszurauben. Optional können Kämpfe auch umgangen werden, um möglichen Schaden zu vermeiden. Alle 4 Spieler können sich im gesamten Gebiet aufteilen, was gerade bei Sammelquests ein enorm wichtiges Feature ist, um Unmengen an Zeit sparen zu können. Aus den Augen aus dem Sinn? Nicht Ganz! Denn mit einem Klick auf das jeweilige Charakterbild an der linken Seite könnt ihr jederzeit sehen, wo sich der nächste Kumpane aktuell befindet. Ein nennenswerter Punkt wäre zudem, dass die gesamte Umgebung inklusive Gegner, NPCs und auch Loot stets zufallsgeneriert ist. Nur die Missionsart unterscheidet sich dabei nicht. Das soll laut Entwickler den Wiederspielwert enorm steigern, da man hier ständig neue Abenteuer erlebt. 

In der Taverne wählt ihr zwischen den eigenständigen Quests in DSA: Book of Heroes aus.

Die prozedural generierte Spielwelt fällt dabei nicht zu klein aus. Eine Quest geht zwar keine Stunden, soll es aber auch gar nicht. Die Abwechslung steht schließlich im Vordergrund und da spielt man lieber viele kleinere Missionsgebiete nacheinander, welche sich alle voneinander unterscheiden, als stundenlang dasselbe Gebiet zu sehen. Eine genaue Spielzeit zu nennen, gestaltet sich jedoch schwierig, da sich die zu erfüllenden Aufgaben voneinander unterscheiden, aber nach ca. zwischen 30-60 Minuten pro Quests solltet ihr das Ende erblicken. Solltet ihr während einer Quest scheitern oder frühzeitig das Zeitliche segnem, verliert ihr nur jenen Loot, den ihr während des aktuellen Abenteuers aufgesammelt habt. Es senken sich weder die Werte, noch verliert ihr zuvor erhaltene Gegenstände. 

Die rund 45-minütigen, knackigen Quests machen auch den Tod in DSA: Book of Heroes erträglich.

In DSA: Book of Heroes ist Kreativität Trumpf

Einen leichten Einblick konnten wir auch in die Vielfalt der Gegenstände gewinnen. Dies können handelsüblichen Objekte wie Kaffee oder Farbe sein, aber auch neue Waffen oder Tränke. Wichtig ist es, diese stets sinnvoll einzusetzen, was während der kurzen Spielsession allerdings nicht notwendig bzw. einsehbar war. Immer mal wieder begegnen euch Fallen, die sich meist vor Schatzkisten befinden. Um diese aufzuspüren, klickt man ganz einfach die R-Taste und schon startet die Spielfigur eine Umgebungsuntersuchung. Schiebe- sowie Schalterrätsel sollen das Geschehen außerhalb der Kämpfe etwas auflockern. Wichtig! Spielt mit Bedacht! Das Schwarze Auge: Book of Heroes ist kein Schnellschuss-Action-Kampfspiel. 

Absprachen sind das A und O im Spiel. Dabei gelten grundlegende Regeln wie: Lieber nochmal an einer Tür lauschen, bevor man in den nächsten Raum stürmt. Nicht einfach drauf losstürmen, es könnte sich alles hinter der Tür befinden! Zum Abschluss sei noch gesagt, Das Schwarze Auge: Book of Heroes hat einen enorm guten Eindruck gemacht. Wild River gelang es ein interessantes Spielkonzept zu entwickeln und durch das prozedural generierte Levelsystem könnte ein unendlich großer Titel entstehen. Die Frage dahinter ist nur, wie lange wird es dauert, bis sich das Spielprinzip abnutzt? Das alles werden wir spätestens zum Release-Zeitraum im zweiten Quartal 2020 erfahren.

Manuel von Bismarck

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