+
Sparklite im Test: Was hat das Roguelite zu bieten?

Sparklite im Test: Roguelite in einer zerbrochenen Welt 

  • schließen

Roguelite in Pixeloptik: Nichts Neues dieser Tage. Mit seiner Verspieltheit möchte sich Sparklite aber von der Konkurrenz absetzen. Ob das gelingt, zeigt unser Test.

Roguelite-Spiele, insbesondere in Pixel-Grafik, können sehr erfolgreich und süchtig machend sein. Dies zeigten bereits herausragende Spiele wie Dead Cells und Faster than Light eindrucksvoll. Ob Sparklite auch zu dieser Kategorie gehört, gilt es herauszufinden. 

Sparklite: Ein bewährtes Konzept und solides Gameplay 

Nicht immer muss das Rad neu erfunden werden. Sich an altbewährten Spielkonzepten zu orientieren und Features zu übernehmen ist in keiner Weise verwerflich, insbesondere wenn am Ende ein hochkarätiges Spiel dabei herauskommt. Allerdings muss letztlich die Mischung stimmen –  vor allem, wenn keinerlei Wagnisse eingegangen werden. Sparklite schlägt jedoch genau diesen Weg ein. Hier wird uns eine Welt vor die Füße geworfen, die es zu retten gilt, in welcher wir in fünf unterschiedlichen Biomen Bosse besiegen und auf dem Weg zu diesen unsere Fähigkeiten schärfen müssen. Mit einzigartigen Waffen gilt es zudem Rätsel zu lösen und auch das Gameplay erinnert stark an ein klassisches Zelda wie „A Link to the Past“. Doch dieser Vergleich hinkt leider ein wenig, denn die Potentiale in Sparklite werden nicht annähernd ausgeschöpft

Die junge Heldin Ada muss eine zerbrochene Welt retten – klassisch, aber wenig originell.

Wir schlüpfen in die Rolle des Mädchens Ada, die das Reich Geodia retten muss. Der fiese und machthungrige Baron hat mit seinen Minenarbeitern die Welt verwüstet und diese droht nun auseinanderzubrechen. Dies stellt auch die Erklärung dar, warum die Welt sich stetig verändert. Segnen wir das Zeitliche, finden wir uns beim nächsten Anlauf in einer völlig neuen, prozedural generierten Region wieder. Hier gilt es dann, durch die neu zusammengewürfelte Welt aus einzelnen Kartenabschnitten zu navigieren, um Rätsel zu lüften, Schätze zu finden und Bosse zu erledigen. 

Einzigartige Waffen erfinden und nutzen? 

Im Großen und Ganzen präsentiert sich Sparklite sehr solide, wenn auch sehr klischeebehaftet. Nehmen wir die Mechaniken näher unter die Lupe, so werden jedoch schnell einige Schwächen sichtbar. Das Backtracking gehört eben zu einem solchen Feature, welches eng mit dem stark beworbenen „Waffen erfinden“-Feature des Spiels zusammenhängt. Einziges Problem: Das Feature ist recht irreführend, da wir nicht wirklich individuelle Waffen erstellen können. Stattdessen gibt es sechs unterschiedliche Waffen und Gadgets in der Welt zu finden, die in einem Workshop gegen Geld erworben werden können. Dass diese „gebaut“ werden müssen, ist hier maßlos übertrieben. Dies ist dahingehend schade, da die Möglichkeit individuelle Waffen zu erschaffen durchaus einen großen Pluspunkt hätte darstellen können. Leider stellt dies eine von vielen verpassten Chancen dar. 

Die Pixeloptik: Hier erfindet Sparklite das Rad nicht neu.

Mit diesen sechs unterschiedlichen Waffen und Gadgets können wir bspw. Fackeln entzünden und Lichtquellen erschaffen, vergrabene Schätze ausbuddeln oder bspw. Laserstrahlen verschießen. Genutzt werden diese Eigenschaften insbesondere, um Rätsel in der Welt zu lösen oder an versteckte Truhen und Skillverbesserungen zu kommen. Jedoch wird genau dieses Key-Feature des Spiels viel zu halbherzig genutzt. Viel zu selten kommen diese besonderen Fähigkeiten unserer Heldin tatsächlich zum Einsatz, sodass unweigerlich die Frage aufkommt, warum diese überhaupt in das Spiel implementiert wurden. Stattdessen nimmt unser Schwert die Hauptrolle ein, um uns gegen Feinde zu erwehren und gekonnt im Spiel voranzuschreiten. 

Aufleveln durch Sammelobjekte 

Spielerisch kommt Sparklite zwar wenig aufregend, aber durchaus gelungen daher. Die Steuerung ist präzise und um gegen die unterschiedlichen Gegnertypen anzukommen gilt es deren Verhaltensmuster zu erlernen und mit gutem Timing auszuweichen oder zuzuschlagen. Wie bei Roguelite Games oft üblich, verbessern wir unser Skillset im Laufe des Spiels. So finden wir in der Welt verteilt unterschiedliche Upgrades, die im Hubgebiet, einer in den Wolken fliegenden Stadt, ausgerüstet werden können. Dafür steht uns ein platztechnisch begrenztes Modul zu Verfügung, in welches diese Upgrades eingebaut werden müssen. 

Wirklich knackig sind die Bosskämpfe in Sparklite nicht.

Die Upgrades selbst lassen sich, sofern diese in doppelter Ausgabe im Besitz sind, auf die nächsthöhere Stufe fusionieren. Auf diese Weise erhalten wir mehr Lebenspunkte, höheren Schaden, bessere Verteidigung oder können auf der Kartenübersicht sehen, wie die zufällige generierte Welt angeordnet ist. Diese Upgrades sind gerade im späteren Verlauf des Spiels wichtig, da Gegner hier entsprechend stärker ausfallen und diverse weitere Gefahren auf uns warten. Jedoch fällt der Schwierigkeitsgrad gleichzeitig relativ übersichtlich aus, sodass der Titel innerhalb von zwei Abenden ohne Probleme durchgespielt werden kann. Nicht unbedingt etwas, was man von einem Roguelite-Titel erwartet.

Fazit: Diese Wertung geben wir Sparklite

Sparklite: So schneidet das Spiel ab.

Während Sparklite durchaus die eine oder andere Stunde Interesse wecken kann, so vergibt der Titel gleichwohl in nahezu allen Bereichen Chancen, aus der Masse herauszustechen. Dies betrifft sowohl die mittelprächtige Pixelgrafik als auch Leveldesign, sowie nahezu alle Gameplay-Mechaniken des Spiels. Gerade die besonderen Items, die für Backtracking und Rätsel prädestiniert sind, werden viel zu selten tatsächlich vorausgesetzt, um spielerischen Mehrwert zu schaffen. Entsprechend besteht gerechtfertigter Weise der Verdacht, ob der Entwickler auf halber Strecke einfach vergessen hat, dass es diese Features im Spiel überhaupt gibt. Dies ist insofern schade, da aus Sparklite mit einigen einfachen Optimierungen ein deutlich besseres Spiel hätte werden können. Schlussendlich bleibt der Titel nichts weiter als ein Spiel ohne eigene Seele und zugleich ein vergessenswerter Versuch, an den Erfolg vergangener Spiele-Serien anzuknüpfen.

PROS

CONS

+ Solides Grundkonzept...

- ...das zu viele Chancen vergibt

+ Ohrwurm-Soundtrack...

- ...der sehr übersichtlich ausfällt

- Zu wenig Umfang für ein Roguelite

- Irreführendes "Waffen-erfinden"-Feature

- Schwaches Backtracking

- Waffeneigenschaften ohne Einfluss aufs Spiel

- Kein Alleinstellungsmerkmal

- 0815 Story

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

PETA will Twitch-Bann für Alinity nach dem pikanten Vorfall mit ihrem Hund

PETA will Twitch-Bann für Alinity nach dem pikanten Vorfall mit ihrem Hund

WoW Classic: Blizzard lenkt ein – Schlachtfelder kommen früher als geplant

WoW Classic: Blizzard lenkt ein – Schlachtfelder kommen früher als geplant

Wow Classic: Magier Level Guide – Schnell auf Level 60

Wow Classic: Magier Level Guide – Schnell auf Level 60

Red Dead Redemption 2: Die besten Waffen im Guide

Red Dead Redemption 2: Die besten Waffen im Guide

Kommentare