Gaming-Maus getestet

SteelSeries Rival 3 Wireless – Günstiger Nager mit satter Akku-Laufzeit im Test

  • vonDaniel Meyer
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Gute Qualität, günstiger Preis und lange Akkulaufzeit – Mit diesen Merkmalen will SteelSeries beim neuen Nager Rival 3 Wireless punkten. Aber gelingt das auch?

  • Seit dem 22. September 2020 gibt es die SteelSeries Rival 3 auch in einer kabellosen Fassung
  • Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von sagenhaften 400 Stunden.
  • Was die SteelSeries Rival 3 Wireless kann, erfahrt ihr in unserem Test zum Langzeit-Nager

Frederiksberg, Dänemark – Bereits zu Beginn des Jahres brachte SteelSeries die kabelgebundene Version der Rival 3 heraus. Mit der Wireless-Variante geht der Hersteller nun noch einen Schritt weiter und hat zudem auch einen neuen Sensor verbaut, der das Maximum von 8.500 DPI auf 18.000 DPI erhöht. Jedoch gibt es auch einige Ecken und Kanten, die aufgrund des günstigen Preises von rund 60 Euro durchaus zu erwarten sind. Wir haben für euch getestet, was tatsächlich in dem Nager steckt und für wen das Gerät geeignet ist

Name der Gaming-MausSteelSeries Rival 3 Wireless
Release22. September 2020
Preis59,99€
SensorTrueMove Air
DPI100-18.000
Buttons6

SteelSeries Rival 3 Wireless im Test: Der Erste Eindruck

Die SteelSeries Rival 3 Wireless kommt in einer außergewöhnlich kompakten Umverpackung daher, und wenn wir hier von kompakt sprechen, dann meinen wir dies auch. Der Karton ist so nur wenige Zentimeter größer als die Maus selbst und auch im Inneren hat sich der Hersteller wirklich nur auf das Nötigste fokussiert. Aus ökologischer Perspektive ein sehr positiver Aspekt, der nicht nur in der Umverpackung, sondern auch im Transport punktet.

SteelSeries Rival 3 Wireless: Der Langzeitnager im Test.

Die Maus selbst tritt sehr ergonomisch auf, liegt gut in der Hand und wenn, dann gibt es lediglich eines zu bemängeln: es wird nicht sofort erkenntlich wie die Maus geöffnet werden muss, um die beiden AAA-Batterien einzusetzen. Um die Batterien einzusetzen muss nicht etwa die Unterseite sondern der Rücken der SteelSeries Rival 3 Wireless abgezogen werden. Aufgrund der präzisen Verarbeitung fällt es in keiner Weise auf, dass sich darunter das Batteriefach versteckt.

Spannend ist zudem, dass der Nager auch mit nur einer Batterie läuft, sodass nicht beide Steckplätze genutzt werden müssen. Wer übrigens der Meinung ist, dass Batterien nicht allzu gut für die Umwelt sind, der hat hier nicht mit der vom Hersteller angepriesenen Laufzeit von einem Jahr oder von über 400 Stunden kalkuliert – wirklich eine ordentliche Leistung! Im Inneren der Maus befindet sich zudem ein USB-Dongle, der gebraucht wird, um eine Verbindung mit dem PC herzustellen. Alternativ kann auch eine Bluetooth-Verbindung aufgebaut werden.

Steelseries Rival 3 Wireless: So gut sind Verarbeitung und Softwareeinstellungen

Insgesamt wurden sechs Tasten auf der SteelSeries Rival 3 Wireless verbaut. Dazu zählen die beiden Standard-Maustasten, das Mausrad, zwei Daumentasten sowie ein kleiner Button unterhalb des Mausrads. Letzterer dient dabei zur Einstellung der DPI, mit fünf unterschiedlichen eingestellten Werten.

Insgesamt ist die Maus hervorragend verarbeitet, jedoch lässt sich beim Mausrad klarer Verbesserungsbedarf erkennen. Hier fällt das hörbare Feedback des Scrollens recht unstet aus. Je nach Druckpunkt verändert sich das akustische Geräusch des Scrollen, mit einem teils leichten aber markanten Knarzen. Deutlich negativ ist zudem die Entscheidung, ein symmetrisches Design zu wählen, aber keine Linkshänder-Option anzubieten.

Dank Plug&Play-Eigenschaft der Maus kann nach dem Verbinden sofort losgelegt werden. Die hauseigene Software „SteelSeries Engine 3“ kann optional im Netz heruntergeladen und genutzt werden. Leider lässt sich an dieser Stelle nicht genau testen, wie gut die zusätzlichen Eigenschaften über die Software angesteuert werden können, da sich die Software auf unserem Test-System stets auf Japanisch installiert hat, und das trotz einer vorherigen Auswahl der deutschen bzw. englischen Sprache. Dass hier noch Nachbesserungsbedarf seitens SteelSeries besteht, lässt sich auch bei der Deinstallation erkennen, denn auch hier muss der Nutzer irritierender Weise erneut die Sprache der Software auswählen. Wir hoffen auf schnelle Nachbesserung.  

SteelSeries Rival 3 Wireless: Bis zu 18.000 DPI sind für Gamer möglich.

Was sich allerdings einstellen lassen soll, ist unter anderem die Beleuchtung der Maus, die offenbar sehr rudimentär daherkommt. So wird nur das Mausrad in RGB-Farben beleuchtet. Die Art der Beleuchtung soll in drei unterschiedlichen Modi eingestellt werden können: Atmend, Welle und Farbschleife.

Die Technik der SteelSeries Rival 3 Wireless im Test

Mit Einer Reichweite von 200 bis 18.000 DPI kommt die SteelSeries Rival 3 Wireless mit einer beachtlichen Auflösung daher, aber auch die Abtastrate von 1.000 Hz bzw. 1 Millisekunde kann sich sehen lassen und richtet sich klar an Gamer. Lediglich aufgrund der Batterien kommt der Nager mit 106g relativ schwer daher, was für viele Nutzer bereits ein Ausscheidekriterium darstellen dürfte. Mit lediglich einer eingesetzten Batterie lässt sich das Gewicht zumindest auf 95g reduzieren.  

SteelSeries Rival 3 Wireless: Der Hersteller verspricht stolze 400 Stunden Akkulaufzeit.

Auch was die Geschwindigkeit der SteelSeries Rival 3 Wireless angeht, muss sich diese vor der Konkurrenz nicht verstecken. Wie schon beim Kabel-gebundenen Vorgänger dürfen Nutzer hier die Kontrolle bis zu einer Geschwindigkeit von 10,2 Meter pro Sekunde erwarten, und das bei einer maximalen Beschleunigung von 40G, was 392 Meter pro Sekunde entspricht. Allerdings gilt es erst einmal solche Werte zu erreichen, ohne selbst die Kontrolle zu verlieren.

Mit über 400 Stunden Laufzeit preist SteelSeries eine rund ein Jahr lange Nutzung der Batterien der Maus an. Unterstützt wird dies zudem durch einen Energiesparmodus, an dem man sich allerdings gewöhnen muss. So schaltet die Maus nach kurzer Zeit automatisch in den Sparbetrieb um, sodass sich diese erst wieder nutzen lässt, wenn man einen Mausklick durchgeführt hat – ein reines Bewegen der Maus reicht leider nicht aus. Ob man diesen Mangel an Komfort in Kauf nehmen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.  

SteelSeries Rival 3 Wireless: Unser Testfazit zum kabellosen Langzeitnager

SteelSeries Rival 3 Wireless im Test: So schneidet Gaming-Maus mit 400+ Stunden Akkulaufzeit ab.

Mit der SteelSeries Rival 3 Wireless wartet auf den Gamer eine wirklich solide Maus für den kleinen Geldbeutel. Ergonomisch und qualitativ wunderbar verarbeitet, eine sehr präzise Steuerung und eine lange Lebensdauer der Batterien, sprechen klar für den Nager. Wie bei allen Niedrigpreis-Geräten gilt es aber auch hier einige Ecken und Kanten zu verkraften. So kommt die Maus aufgrund von einsetzbaren Batterien und dem Fehlen einer Ladestation mit einem deutlich höheren Gewicht daher, die Software kann unter Umständen Komfortprobleme bereiten und auch die automatische Abschaltung, um Energie zu sparen, kann bisweilen zu leichten Frustmomenten führen. Nichtsdestotrotz handelt es hier um ein mehr als nur solides Gerät, vor allem wenn man die Kampfpreisansage von 60 Euro berücksichtigt.

ProCon
+ 400+ Stunden Batterie-Lebensdauer- Mausrad mit unstetem akustischen Feedback
+ Dual-Wireless Konnektivität- Symmetrisches Design und doch nur für Rechtshänder ausgelegt
+ Top Verarbeitung und Ergonomie- Energiesparmodus Gewöhnungsbedürftig
+ Günstiger Preis- Software war im Test aufgrund fehlerhafter Sprache nicht nutzbar

Rubriklistenbild: © SteelSeries

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