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XMG: Das CORE 17 im Test

Was kann der Gaming-Laptop wirklich? 

XMG CORE 17 im Test: Auf Hertz und Nieren geprüft!

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Das XMG CORE 17 soll hochwertiges Gaming zum fairen Preis liefern. Doch was kann der Gaming-Laptop wirklich? Wir haben uns das CORE 17 genauer angeschaut!

Gaming Laptops haben für den Ottonormalverbraucher meist einen großen Haken. Man sieht 90 Prozent aller Modelle auf den ersten Blick an, dass sie für Gamer gedacht sind. Markante Formen, wilde Logos und leuchtstarke RBG-Beleuchtungen sind nur einige Schlagworte. Dass dies auch anders geht, beweist XMG mit seiner CORE-Reihe.

Freie Wahl

Die CORE-Modelle laufen entgegen der Konkurrenz unter dem Motto „Undercover Gaming“. Diese sollen sich durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis und zurückhaltendes Design auszeichnen, welches den nötigen Hauch Eleganz besitzt. Über die Schenker Technologies GmbH Website bestware.com könnt ihr bei den XMG CORE-Modellen zwischen einer 15 und 17 Zoll Variante wählen. Der Startpreis liegt bei 1149 oder 1199 Euro.


Eurer Modell könnt ihr außerdem in Sachen Display, Grafikkarte oder RAM aufstocken. Möglich sind beispielsweise ein Thin-Bezel-Display mit 144Hz, eine NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti mit 6 GB GDDR6 oder maximal 64 GB DDR4 RAM mit 2666 MHz. Unsere 17 Zoll Testversion kommt so auf einen Endpreis von 1551 Euro und bietet folgende Ausstattung:

XMG CORE 17 – Technische Daten

  • 17,3“ Full HD IPS Thin Bezel Display mit 144Hz
  • NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti mit 6 GB GDDR6
  • Intel Core i7-9750H
  • 2x 8 GB (16 GB) DDR4-2666 Corsair Vengeance
  • 500 GB M.2 Samsung 970 EVO Plus | PCIe 3.0 x4 | NVMe
  • Intel Wireless-AC 9560 | Bluetooth 5.0
  • RGB-Tastatur | Deutsch

Zurückhaltendes Design

Das Wort dezent beschreibt das Gehäuse des XMG CORE 17 vermutlich am besten. Schlicht und einfach gehalten, wirkt der Laptop äußerlich eher unscheinbar. Eine schlanke Linie bringt die nötige Eleganz ins Spiel, um dem Laptop den nötigen Pepp zu verleihen. Das komplette Gehäuse besteht aus sehr sauber verarbeitetem Kunststoff, der gerade bei der Haptik mit einer Soft-Touch-Schicht punkten kann. Und auch der Rest der verwendeten Materialien und deren Verarbeitung überzeugen auf voller Linie.

Gaming: aber dezent! Das Design des CORE 17 überzeugt.

Schnittstellen

Selbstverständlich dürfen bei einem Gaming-Laptop dieser Größenordnung die verschiedensten Anschlussmöglichkeiten nicht wegfallen. Hier zeigt sich das XMG CORE 17 erneut von seiner guten Seite. Neben genug USB-Plätzen verfügt der XMG CORE 17 auch über ein LAN-Anschluss, der eine Kabelsperre besitzt. So flutscht euch das Kabel nicht so schnell aus dem Rechner und stört den Spielfluss. Folgende Anschlüsse sind im Laptop verbaut:

  • 1x USB-A 2.0
  • 2x USB-A 3.0
  • 1x USB-C 3.1 Gen1 (ohne DisplayPort und Power Delivery)
  • 2x Mini DisplayPort 1.4
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x Kopfhörer- und Mikrofoneingang
  • 1x RJ 45 LAN-Anschluss
  • 1x Kartenleser (MMC/SD/SDHC/SDXC)
Der HDMI-Anschluss befindet sich an der Rückseite. So gibt es keinen Kabelkampf am Seitenrand.


Hau in die Tasten

Die Tastatur des XMG CORE 17 ist im Gegensatz zu der Tastatur des

XMG NEO 17 nicht mechanisch, sondern ein gängiges Chiclet-Modell. Mit einer Haupttastengröße von 1,5 cm x 1,5 cm bieten die einzelnen Tasten ausreichend Trefffläche. Ein klarer Druckpunkt ist durchgängig vorhanden und trägt nicht zuletzt zu Pluspunkten in der Usability bei.

Jede einzelne Taste ist mit demselben Material wie das Gehäuse versehen. So passt sich die Tastatur nicht nur komplett ins Design ein, sondern liefert auch noch eine gewisse Grundlage gegen Rutschgefahren. Natürlich darf bei einem Rechner dieser Preisklasse die Tastaturbeleuchtung nicht fehlen.

Alles ist erleuchtet! - Die Tastatur hat eine einstellbare RGB-Beleuchtung und gibt dem Design einen gewissen Touch.

Die RGB-Beleuchtung des XMG CORE 17 bietet insgesamt vier Helligkeitsstufen, die über die Funktionstasten gesteuert werden können. Selbstverständlich ist die Tastatur auch nur auf eine Farbe festlegbar, muss also nicht in sämtlichen Regenbogenfarben erstrahlen und fügt so noch eine personalisierbare Note in das Gesamtbild mit ein. Insgesamt ist die Tastatur mehr als alltagstauglich und auch für ein paar schnelle Shooter-Runden optimal geeignet.

Everytime we Touch

Mit dem Multitouch-fähigen Clickpad haben die Entwickler einen weiteren Komfortpunkt erfüllt. Mit einer Fläche von etwa 10,5 x 7,5 cm bietet es genügend Platz. Die glatte Oberfläche unterscheidet sich optisch kaum vom Gehäuse, behindert die Finger aber in keiner Weise beim Gleiten. Das Pad reagiert punktgenau auf jede Eingabe, auch in den Randbereichen. Bei den beiden verbauten Tasten stimmt der Druckpunkt genau und liegt dabei sogar etwas höher und spürbarer als bei der Tastatur.

Display

Satte 17,3 Zoll fasst das Display des XMG CORE 17. Bei der Auflösung müsst ihr euch mit 1.920 x 1.080 Pixe l zufriedengeben. Kontrast- und Schwarzwerte liegen im normalen Rahmen, wobei gerade im unteren und oberen Bereich der Schwarzwerte auf Testbildern einige Details verloren gehen. Besonders gut gefallen hat uns jedoch die matte Display-Oberfläche und die gute Maximal-Helligkeit, wobei das XMG CORE 17 auch draußen bei direkter Sonneneinstrahlung nutzbar bleibt. Erfreulicherweise ist das Display auch ab Werk schon kalibriert, sodass Farben sehr natürlich erscheinen und Weiß nicht etwa in Blau abdriftet. Ähnlich sieht es auch in Sachen Schärfe aus. Die fällt gut aus, sodass selbst das Durchschauen der letzten Urlaubsbilder zu einem Genuss wird.

Größter Pluspunkt sind jedoch die 144 Hz, die euch das Panel bietet. So entstehen extrem gute Reaktionszeiten, mit denen sich selbst normales Surfen und Schreiben in Word viel flüssiger anfühlt. Das IPS-Panel garantiert euch zudem eine hohe Blickwinkelstabilität. So kann auch der ein oder andere Film bequem zu zweit gesehen werden.

Von allen Seiten stechend scharf. - Die Blickwinkelstabilität kann sich sehen lassen.

Kein Fön am Finger

Unbelastet ist das CORE 17 kaum bis gar nicht hörbar. Belastet kommen die verbauten Lüfter auf Touren, allerdings auch nicht merklich lauter als andere Gaming-Laptops in diesem Preissegment. Uns kam das CORE 17 sogar etwas ruhiger als seine Kollegen vor.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Abwärme wird nicht nur zur Seite entlassen. Dadurch habt ihr keinen warmen Windhauch auf dem Arm und könnt eure Kaltgetränke auch entspannt neben den Rechner stellen.

Um beim Thema Lautstärke zu bleiben: Das CORE 17 ist mit einem 2.1-HD-Audiosystem ausgestattet. Selbstverständlich darf auch die neueste Sound-Blaster-Cinema-Version nicht fehlen. Für einen Laptop ist der Sound aus den verbauten Boxen sogar mehr als in Ordnung. Allerdings fehlen hie und da einige Höhen.

Dem Facetimen steht dank der eingebauten HD-Webcam nichts im Wege und auch das Mikrofon ist mit einer Geräuschunterdrückung ausgestattet. Jedoch solltet ihr für Teamspeak-Runden immer noch auf ein Headset zurückgreifen.

Schwung in die Kiste

Das XMG CORE 17 hält sich zwar nach außen eher schlicht und einfach, aber das Innenleben des 2,5 Kilo leichten Gaming-Laptops hat es in sich. Der bislang kleinste Turing-Kanidat von Nvidia verfügt zwar nicht über die Raytracing-Kapazitäten seiner großen Schwester, der RTX 2060, hat allerdings mit einem Turing-Kern ohne Rt- und Tensor-Kerne trotzdem ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis vorzuweisen.

Der GPU-Takt zwischen1.500 MHz (Basis) und 1.770 MHz (Boost) lässt im Zusammenspiel mit dem Intel Core i7-9750H Gamerherzen höherschlagen. Die Hyperthreading-fähige CPU verfügt über sechs Kerne und eine maximale Taktfrequenz von 4,50 GHz, dabei verarbeitet sie parallel bis zu 12 Threads. Der Grundtakt liegt wiederum bei 2,60 GHz.

Werkseitig bietet euch der XMG jedoch noch unterschiedliche Leistungsprofile in der hauseigenen Software, dem Control Center an. Diese reichen von ausbalanciert bis hin zu einem Overboost-Modus. Dieser ist besonders interessant für uns Zocker, da hier nochmals an der Leistung von GPU und CPU Hand angelegt wird. Genug jedoch von technischen Details. Wir haben den Rechner einem Praxistest unterzogen und ihn auf Herz und Nieren geprüft und das sowohl im ausbalancierten als auch im Overboost-Modus.

Das Display durch einen Klick anpassen? Ganz einfach über das Control Center.

Beim Durchlauf im Time Spy 1.0 Benchmarktest von 3DMark liefert das XMG CORE 17 überdurchschnittlich gut mit einem Wert von 5494 (Ausbalanciert, werkseitig voreingestellt) und 5993 (Overboost) ab. Die Werte des CORE 17 sind somit besser als 50 Prozent des Durchschnitts und gut über 1000 Punkte über dem durchschnittlichen Gaming-Laptop.

Im Durchschnitt liegt er XMG CORE 17 weit im oberen Drittel und das sogar ohne Boost.

Sieht man sich das individuelle Ergebnis an, stellt man fest, dass sich die Werte der Temperatur nur minimal verändert haben. Das liegt nicht zuletzt am guten Abluftsystem und natürlich dem Zusammenspiel zwischen der GeForce GTX 1660 Ti und dem Intel Core i7-9750H Prozessor.


Bei solchen Werten haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, einige Spiele auf dem Rechner anzuspielen. Bei Battlefield V konnten wir die maximalen Einstellungen für Full-HD nutzen. Mit dem Spielfluss und der Grafik waren wir mehr als zufrieden, allein die Raytracing-Technologie der RTX 2060 hätte noch einen Funken mehr Power geben können.

Bei einer gepflegten Runde Eroberung auf der Karte Aras in Battlefield V erreichte der Rechner im ausbalancierten Modus durchschnittlich 91 FPS, im Overboost-Modus schaffte das gute Stück 99 FPS. Das entspricht einer Leistungssteigerung von circa 10 % durch einen einfachen Knopfdruck. Im Übrigen ist die Lautstärke der Lüfter beim Wechsel der Leistungsmodi kaum merklich angestiegen.

Viel Spaß braucht auch viel Speicher. In unserem Testgerät ist die 500 GB M.2 Samsung 970 EVO Plus verbaut. Die SSD-Karte hat im Praxistest mit CrystalDiskMark eine Lesegeschwindigkeit von 3166 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 3242 MB/s präsentiert. Alles in allem ein sehr gutes Ergebnis. Selbstverständlich könnt ihr bei eurer Bestellung auch eine größere Festplatte gegen einen kleinen Aufpreis verbauen lassen.

Wir haben die Festplatte einmal mit CrystalDiskMark heiß laufen. 

Um beim Thema Speicher zu bleiben: Die beiden DDR4-2666 Corsair Vengeance-Riegel bekommen 16 GB Arbeitsspeicher zusammen. Das Potential reicht schon vollkommen aus, um die neusten Spiele in maximaler Auflösung auf den Bildschirm zu bekommen und das alles selbstverständlich flüssig. Auch den Arbeitsspeicher könnt ihr je nach Bedarf nachrüsten.

Alle Daten der beiden RAM-Riegel auf einem Blick

Undervolting per Premium BIOS

Schenker liefert euch zusätzlich und völlig umsonst eine Premium-BIOS-Version. Die Experten unter euch werden sich freuen, denn folgende Einstellungsmöglichkeiten ergeben sich für euch im Basisbetriebssystem:

  • CPU und iGPU-Undervolting mit sicheren Limits
  • Abschaltung von Mikrofon, Webcam, Bluetooth und Wifi per BIOS-Schalter
  • Abschaltung von CPU-Features wie TurboBoost, Hyperthreading und Management Engine
  • Freischaltung von HDD-Passwort-Mechanismen für HDD- und SSD-Verschlüsselung
  • Erweiterte Anzeige von Informationen wie Asset-Tag und Seriennummer

Der wohl größte Pluspunkt, den das Premium BIOS mit sich bringt, sind aber die Möglichkeiten beim Untervolting. Das sogenannte Undervolting betreibt den Prozessor mit niedrigerer Spannung und kann so Abwärme senken und Energie sparen. Allerdings bringt das Verfahren auch einige Gefahren mit sich, so könnte das ganze System instabil werden. Genau dagegen hat Schenker vorgebeugt und das integrierte Undervolting auf 120mV begrenzt. Wir haben einen merklichen Unterschied an Abwärme feststellen können, allerdings schränkt die niedrigere Spannung minimal die Leistung ein.

Alles in allem ist das Undervolting eine nette Geschichte für eingefleischte Profis. Allerdings könnt ihr euch das Umstellen im BIOS einfach sparen und über den Control-Knopf, direkt neben dem Ein- und Ausschalter, den Modus des XMG CORE 17 einfach anpassen.

Energie

Die Akkulaufzeit des CORE 17 liegt im unbelastet Zustand bei circa 5 Stunden. Diese 5 Stunden bewerkstelligt der Rechner dank dem „Energiesparmodus“ und damit verbundenen Anpassungen in Sachen Helligkeit und Co. problemlos. Unter Volllast (BFV Multiplayer) und maximalen Einstellungen stemmt der Gute immerhin eine Stunde und zehn Minuten , was sich für einen Gaming-Laptop in diesem Preisfeld schon sehen lassen kann. Mit dem BatteryBoost von Nvidia (Programm werkseitig vorinstalliert) hält der XMG CORE 17 sogar noch ein Stückchen länger durch: eine Stunde und 20 Minuten.

Fazit

PROS

CONS

  • Schlichtes, schickes Design
  • Saubere Verarbeitung dank guter Materialwahl
  • Gutes 144 Hz IPS-Panel
  • Overboost und Undervolting einfach einsetzbar
  • Leistungsstarkes Setup
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis 

  • Nur mit Full-HD-Display ausstattbar

Das XMG CORE 17 überzeugt nicht nur durch sein schlichtes und doch stillvolles Design, sondern trumpft auch mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Unser Testgerät schlägt mit 1.551 Euro zu Buche. Damit liegt der CORE 17 preistechnisch im unteren Drittel seiner Geräteklasse. Handling und Usability bringen den nötigen Spielkomfort auch für unterwegs mit. Der Lautstärkepegel der Belüftungsanlage fällt euch für diese Rechnerklasse verhältnismäßig gering aus. Wenn ihr also einen guten Gaming-Laptop für den schmalen Taler sucht, ist der CORE 17 in jedem Fall einen Blick wert.

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