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Test: Disgaea 4 - A Promise Revisited

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Von: INGAME Redaktion

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Endlich hat das lange Warten ein Ende - Die PlayStation Vita-Portierung von Disgaea 4 ist auf dem deutschen Markt angekommen und wieder einmal ist es Nippon Ichi Software gelungen, den Spieler für unzählige Stunden an den Bildschirm zu fesseln. Unter dem neuen Untertitel "A Promise Revisited" haben auch Spieler des Originals von 2011 die Gelegenheit, sich wieder in ein Grindfest der Extraklasse zu stürzen. Doch ist die Portierung überhaupt gelungen, oder sollten Freunde der Disgaea-Reihe lieber auf die Originale auf der PlayStation 3 zurückgreifen?

Willkommen in der Hölle, Dood!

Auch in der Neuauflage ist alles beim Alten: Valvatorez ist ein gefallener Vampir, der mit seinem treuen Diener Fenrich in die Netherworld verbannt wurde. Einst ein mächtiger Dämon, der die Welt in Angst und Schrecken versetzen konnte, begnügt sich Valvatorez nun damit, die Prinnies zu erziehen. Ist das nicht großartig, dood? Als Prinny Instructor sich sein Brot zu verdienen ist natürlich eine niedere Aufgabe, und Fenrich würde alles dafür geben, damit sein Herr und Meister wieder zu alter Stellung und Macht käme, doch Valvatorez sieht das positive in jeder Tätigkeit die er ausübt - zum Leidwesen Fenrichs. Bereitet ihm bestimmt Kopfschmerzen, oder? Dood.

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass Valvatorez in der Netherworld landete und all seine Macht verlor? Wie sollte es auch anders sein, ist eine Frau dafür verantwortlich. Die Liebe zu einem anderen Wesen als einem Vampir raubte ihm die Kraft, da er schwor auf Blut verzichten. Sehr romantisch, dood! Doch was kann ein Vampir zu sich nehmen, um nicht komplett einzugehen? Die Antwort ist doch klar, dood! Sardinen sind Valvatorez erste Wahl! Wer wäre nicht auf diese Antwort gekommen?

Doch Valvatorez wäre nicht Valvatorez, wenn er nicht schon einen Plan geschmiedet hätte. Gemeinsam mit seiner Prinny Armee widersetzt er sich dem Regierungsapparat, der, wie sollte es auch anders sein, etwas vor hat, um Valvatorez aufzuhalten. All seine wertgeschätzten Untertanen sollen vernichtet werden! Ein Prinny Genozid? Nicht mit ihm, dood! So kämpft ihr euch durch etliche Kapitel, bis ihr letzten Endes das Komplott in der Netherworld aufdeckt, doch seid ihr auch zu alter Stärke gekommen?

Grinden bis in alle Ewigkeit

Disgaea 4 - A Promise Revisited bietet euch endlos viele Möglichkeiten das Kampfsystem in diesem Strategie-Rollenspiel zu eurem Vorteil auszunutzen. Seid ihr anfangs noch ein kleiner Vampir auf Level 1, könnt ihr es im Post-Game, also nach der eigentlichen Geschichte des Spiels, bis auf Level 9999 schaffen. Ihr habt noch nicht genug, doods? Dann reinkarniert euren Charakter einfach und beginnt erneut auf Level 1, doch diesmal mit verbesserten Werten. Die Zeit die in dieses Spiel gesteckt wird, ist bei jedem Spieler in einem dreistelligen Bereich, soviel sei garantiert (abgesehen von den Leuten, die die PlayStation 3 Version aus jeder Region dieser Welt auf Platin gespielt haben, aber das ist eine andere Geschichte).

Doch wieso ist ein Spiel mit so einer schlichten Grafik und 2D-Sprites selbst im Westen so erfolgreich, dass bisher alle Teile dank Nippon Ichi Software hier veröffentlicht wurden? Die Antwort ist simpel: Wie in allen Teilen zuvor so ist auch in Disgaea 4 die Story phänomenal lustig, das Kampfsystem genial und der Soundtrack ein Garant für einen Ohrwurm. Da kann der Gameplay begeisterte auch auf Highend 1080p und 60fps Grafik verzichten. Wo schon mal das Kampfsystem erwähnt wurde, wie spielt sich Disgaea 4 überhaupt? Das Kampfsystem in Disgaea läuft in Runden ab, jeder kann seinen Zug in aller Ruhe planen, die unterschiedlichen Klassen aufs Feld rufen, die er sich vorher zusammengestellt hat.

Dabei ist jede Karte auf der gespielt wird individuell. So kann der Weg mit Blöcken blockiert sein, Geopanels können euch das Leben zur Hölle machen, oder geschickt genutzt werden, um alle Gegner auf einen Streich von der Karte befördern. Für den Disgaea Fan beginnt das eigentliche Spiel allerdings erst nach der Story. Das Post-Game bietet im Durchschnitt ungefähr das Zehnfache an Spielzeit, und ist im Schwierigkeitsgrad um einiges härter als die Geschichte selbst. Dementsprechend ist der Spaß- bzw. Grindfaktor auch hier erst so richtig hochgeschraubt. Wer sich daran erfreuen kann, Stunden über Stunden über Stunden immer und immer die gleiche Tätigkeit zu vollziehen, ist bei Disgaea 4 im siebten Gamerhimmel.

Disgaea 4 - A Promise Revisited ist 1:1 die PlayStation 3 Version, doch bietet es sämtliche herunterladbaren Zusatzinhalte zu einem unschlagbaren Preis. Wer die DLC-Politik von Nippon Ichi Software kennt wird wissen, dass sie zum Teil schlimmer als bekannte Branchengrößen sind. Doch Disgaea ist und bleibt einfach großartig! Ihr wollt das Post-Game mit Adell, dem Protagonisten des zweiten Teils durchspielen? Kein Problem. Am Besten mit Mao, dem Helden des dritten Teils? Ebenfalls kein Problem. Einfach die "Bill" im Senat durchbringen, schon könnt ihr den jeweiligen Recken in eurer Gruppe begrüßen. Neben unzähligen Charakteren haben es auch viele kleine Side Storys dank der vielen DLC ins Spiel geschafft, die einen tieferen Einblick in die Welt von Disgaea 4 bieten. Für Fans natürlich ein Must-Play, dood!

Pros

Cons

Fazit

Mit Disagea 4 - A Promise Unforgotten ist Nippon Ichi Software 2011 ein wahrer Geniestreich gelungen. In vielen Augen ist dieser Teil der beste der ganzen Serie, wenn auch das Post-Game mit dem des dritten in einigen Dingen nicht mithalten kann. Doch die Geschichte ist schlichtweg genial, und sollte von jedem Liebhaber guter Rollenspiele, Japanophilen und allen, die es noch werden wollen, genossen werden. Das Kampfsystem läuft nach dem bekannten Schema "easy to learn, hard to master" ab, so ist die Schwelle des Einstiegs sehr niedrig. Wer noch nie einen Teil der Disgaea-Reihe gespielt hat, und seine PlayStation Vita gerne ein wenig entstauben möchte, sollte hier zugreifen, denn der Port ist richtig gut gelungen! Beide Daumen hoch, dood!

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