Test: Grill-Simulator 2014

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Sommer, Sonne und Fussball. Was für einen besseren Zeitpunkt könnte es da also geben den Grill-Simulator 2014 zu testen. Der Publisher Raw Saucage hat hier unserer Meinung nach eine gute Mischung aus Realismus-Simulation und interessantem abwechslungsreichen Gameplay geschaffen. Im Folgenden wollen wir uns das Spiel einmal genau anschauen und euch am Ende eine mögliche Kaufentscheidung erleichtern.

Wir haben uns für die PC-Version des Grill-Simulators 2014 entschieden, da die Playstaton 4 und Xbox One Versionen erst im Herbst erscheinen werden und wir hier das Embargo der Testversionen einhalten müssen.

Die Installation läuft schnell und reibungsfrei. Der Startbildschirm präsentiert sich aufgeräumt und intuitiv. Gleich zum Start können wir unseren Charakter auswählen. Hier haben wir die Wahl zwischen 4 Spielern (3 Männer, eine Frau). Hier würden wir uns allerdings etwas mehr Auswahlmöglichkeiten wünschen. Insbesondere die Frau wirkt etwas zu „modellhaft“. Hier kann das Entwicklerteam um den Franzosen T. Baúne Steig unserer Meinung nach noch etwas nachbessern. Die PR-Sprecherin Mary Nade kündigte jedoch an, dass ein kommendes Update hier eine größere Auswahl anbieten würde.

Nach der Charakterauswahl haben wir die Möglichkeit die Grill-Location zu wählen. Hier sind natürlich die Klassiker wie Balkon, Terasse, Garten oder Strand vertreten. Was uns besonders gut gefallen hat, ist die Möglichkeit auch an ausgefallenen Standorten zu grillen, wie z.B. im Weltraum. Hier gestaltet sich das Grillen natürlich viel schwieriger, da wir ohne Schwerkraft am Grill arbeiten müssen. Auch die Temperatur lässt sich dicht am absoluten Nullpunkt nur schwer konstant regeln und lässt nur ein unterdurchschnittliches Grillergebnis zu.

Nachdem wir die Grill-Location gewählt haben kommen wir zur Grillgut Auswahl. Hier findet man alles, was das Herz eines echten Grillmeisters höher schlagen lässt. Feinstes Rindfleisch aus Argentinien, oder gut durchwachsene Schweinesteaks aus deutschen Landen. Natürlich gibt es auch hier eine Auswahl an exotischen Grillgut-Produkten, wie Straussenfleisch, Krokodil-Steak, oder auch saftige Eichhörnchen-Schenkel. Ich entscheide mich für das irische Hochland-Lamm und wähle nun im nächsten Schritt meinen Grill aus. Hier hat der Entwickler keine Wünsche offen gelassen. Neben den klassischen Produkten der Häuser Weber und Landmann, gibt es auch Grill-Geräte von Napoleon und anderen Anbietern im exklusiven Segment. In diesem Menü kann man sich wirklich treiben lassen. Vom 10-Euro-Camping-Grill bis hin zum Hydra BBQ 900 für 30.000 Euro ist alles dabei. Ich wähle den Weber Genesis Gasgrill aus dem Jahr 1985 in rot. Ich möchte erwähnen, dass es bei der Auswahl eines Kohlegrills noch ein Zwischen-Menü gibt, bei dem man die Kohle bzw. das Befeuerungsmaterial, sowie die unterschiedlichsten Grillanzünder auswählen kann.

Neben Buchenholzkohle und  original Ruhr-Eierbriketts gibt es zahlreiche Marken und Variationen. Auch Kombinationen wie Spiritus-Flasche und Bunsenbrenner können zusammen zum Anzünden verwendet werden (diese Option muss jedoch durch einen Altersnachweis nachträglich freigeschaltet werden).

Nachdem man den Grill auf Temperatur gebracht hat (was mit dem Gasgrill deutlich einfacher gelingt als mit dem Einweg-Grill, den ich ebenfalls ausprobiert hatte), kann man das Grillgut mit Hilfe der Zange auf dem Grill platzieren. Hier berücksichtigt die Simulations-KI, wo das Fleisch platziert wird. Eine zentralere Platzierung im Hitzezentrum lässt es deutlich schneller garen, als am Rand des Grills. Dank einer Zeitanzeige im oberen Bereich des Bildschirms kann man den Garprozess sehr gut im Auge behalten. Im Experten-Modus ist diese Funktion ebenso wie die Temperatur-Anzeige deaktiviert, so dass man sich auf sein Grillmeister-Gespür verlassen muss. Im Expertenmodus offenbart der Grill-Simulator seine echten Stärken. Hier kommen einige Unwegbarkeiten hinzu, die das Grillen deutlich erschweren. Neben Wetter-Effekten wie z.B. Regen oder Tornados können auch Haustiere freigeschaltet werden, die ohne Vorwarnung versuchen das Fleisch vom Grill zu klauen. Auch die Gästeanzahl lässt sich frei einstellen, so dass man mit seinem Grill von einem kleinen Familienessen bis hin zu einer Party für 200 Personen keine Einschränkung erlebt, auch wenn Letzteres nur mit den größeren Grill-Fabrikaten, wie den Grillinator 3000 zu bewerkstelligen ist.

Pros

    • Man fängt sofort Feuer für das Game
    • Kostenloses DLC "Wurstwaren"
    • Grosse Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten
    • Grandiose Hintergrundmusik "Ick bin der Bernd und steh am Grill"

Cons

    • Nichts für Anfänger
    • Kein Zombie-Modus
    • Kein veganes Grillgut

Fazit

Der Grill-Simulator 2014 hat bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Diverse Einstellungsmöglichkeiten und eine breite Palette an Kombinationen machen dieses Spiel zu einer detaillierten und realistischen Simulation. Dabei werden die Stärken des Games erst in den höheren Schwierigkeitsstufen sichtbar, wenn es z.B. darum geht Hänchenfleisch-Fackeln bei Windstärke 7 auf einem Schwenk-Grill mit Bier abzulöschen. Aber genau hier fängt für viele Grill-Fans die echte Simulation erst an. Für uns ein absoluter Redaktionstipp für die Sommer-Monate ;) Viel Spaß beim Grillen – Eure ingame.de Redaktion

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