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Test: Just Dance 2015

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Von: Daniel Meyer

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Der Winter naht und das nass-kalte Wetter hält Einzug. Schluss ist mit den Outdoor-Aktivitäten und vermehrt zieht es die Menschen wieder zurück auf die heimischen Sofas. Doch dies muss nicht bedeuten, dass man zur Couch-Potato degenerieren muss! Mit Ubisofts neuem Just Dance 2015 heißt es wieder einmal das Wohnzimmer zum angesagten Club umzudekorieren und ordentlich die Fetzen fliegen zu lassen. Wir haben für euch abgerockt und verraten was für nerdige Moves dieses Jahr aufs Parkett gelegt werden müssen!

Zeit Kinect 2.0 anzuschalten!

Viele Gamer konnten bislang nicht sonderlich viel mit Microsofts Kinect auf der Xbox One anfangen. Ein paar sporadische Sprachsteuerungs-Befehle und ansonsten verstaubte das klobige Teil allenfalls. Doch mit Just Dance 2015 zeigt uns Ubisoft, dass Kinect durchaus sinnig genutzt werden kann, insbesondere wenn es darum geht eure Körperbewegungen abzulesen und diese Moves zu bepunkten bzw. abzustrafen. In über 40 Songs der unterschiedlichsten Genres gilt es nun alleine, mit Freunden oder gegen Spieler online anzutreten und ordentlich Spaß zu haben - und der Spaß steht ganz eindeutig im Vordergrund!

Wie gut Kinect tatsächlich funktioniert zeigt Just Dance 2015 recht eindrucksvoll. Wo bei einigen früheren Titel ein wildes Wedeln mit den Armen schon ausreichte um gute Punktzahlen zu erreichen, bedarf es bei dem diesjährigen Titel durchaus etwas an Übung und ein Gefühl für Timing. Der Spieler hat insbesondere zwei Hilfen zur Hand, an denen er sich beim Tanzen orientieren kann. Hierzu gehören die Tänzer, mit denen es gilt synchrone Tanzschritte aufs Parkett zu bringen, sowie eine Move-Vorschau am unteren, rechten Bildschirmrand. Letztere gibt euch einen kleinen Hinweis darauf, welcher Bewegungsablauf als nächstes folgt.

Musik, Visualisierung und DLCs

Der Kern des Spiels ist, wie es natürlich sein muss, die musikalische Präsentation. Hier stehen dem Spieler 41 Chartstürmer zur Auswahl, die von Ylvis - The Fox, über Disney’s Frozen – Let it Go, bis hin zu Dancing Bros. mit dem Track Tetris reichen. Besonders gefallen haben uns dabei die Choreografien der zahlreichen Tracks, die nicht nur abwechslungsreich, sondern auch ästhetisch, ausgeflippt und funny sein können und einfach nur durch die Bank weg ansprechend sind. Im Großen und Ganzen bekommen es Käufer hier mit einer wirklich gelungenen und vor allem sehr ausgewogenen Trackliste zu tun, bei der für so ziemlich jeden Geschmack was dabei sein dürfte.

Aber was wäre ein Just Dance 2015, wenn nicht auch DLCs angeboten werden würden, mit denen das Musikregal nochmals erweitert werden könnte? Bereits zur Veröffentlichung standen so die ersten Songs zur Verfügung, zu denen sich im Verlauf auch immer weitere hinzu gesellen werden, beispielsweise der angesagte Psy-Kracher „Gangnam Style“.  Schade ist jedoch, dass Musikstücke aus früheren Just Dance Teilen nicht importiert werden können. Im Gegenteil: Hier wird teilweise erneut zur Kasse gebeten, was alles andere als glücklich ist, insbesondere wenn man bedenkt, dass ein Song mal eben mit zwei bis drei Euro zu Buche schlagen kann.

 Online gegen den Rest der Welt

Während man Offline mit bis zu fünf weiteren Spielern zusammen lostanzen kann, so ist dies Online sogar mit bis zu acht Teilnehmern möglich. Zugegeben, wenn man im eigenen Wohnzimmer mit fünf Freunden loslegt, dann wird es nicht nur voll, sondern es gilt auch Vorsicht walten zu lassen beim Ausschlagen der Arme und Beine, denn sonst wird aus Just Dance 2015 plötzlich Just Kickboxing 2015.

Online funktioniert das Game hingegen ohne weitere Probleme und man kann sich auch unverzüglich mit zahlreichen anderen Spielern messen, sogar live. Natürlich können diese euer Gehampel vor der Kamera nicht sehen, wobei es eine gewisse Möglichkeit gibt dies auf Umwege zu bewerkstelligen. So könnt ihr einen kleinen Dancemix aufnehmen lassen, den Spieler weltweit auf eurem Profil von euch ansehen können. Des Weiteren könnt ihr noch an monatlichen Challenges teilnehmen, gegen diverse VIPs antreten und sogar Punkteherausforderungen von anderen Spielern erhalten und solche ebenfalls versenden.

Pros

Cons

Fazit

Was kann man über Just Dance 2015 groß sagen? Es ist Casual pur, lädt zum ordentlichen Abtanzen ein und verbindet dies mit einer äußerst ansehnlichen Präsentation. Ob alleine, mit Freunden oder Online, ein kurzer Tanz ist immer drin und insbesondere das sehr abwechslungsreiche Repertoire an Tracks weiß zu überzeugen. Lediglich die Anzahl an Songs hätte umfangreicher ausfallen können und auch die recht kostenintensive DLC-Politik gehört zu den wenigen Schwachpunkten des Titels. Im Grunde lässt sich Just Dance 2015 auf einen Satz herunter brechen: Wer die Vorgänger liebte, der kann unbesorgt zugreifen und wer absolut nichts mit Tanzen anfangen kann, der lässt lieber die Finger von diesem doch sehr schönen Dancing-Titel.

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