Test: Muse Dash – Das süß-rasante Musik-Rhythmus-Game

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Im Laufe der vergangenen Jahre konnten wir so manches Musik-Rhythmus-Game genießen, insbesondere auch, um unnötige Freizeit loszuwerden. Nicht selten gehörten auch die Nintendo Handhelds zur bevorzugten Wahl, wie bspw. beim Titel Elite Beat Agents. Auf der Switch dürfen Fans des Genres ab sofort einen neuen Titel genießen, der zwar ohne Story daherkommt, dafür aber dank eines großartigen Soundtracks und ordentlichen Schwierigkeitsgrads zu bestechen weiß. Besonders ist zudem, dass Muse Dash mit nur zwei Buttons gesteuert wird. Kann das funktionieren?

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Süß, knallbunt und sehr stylisch

Was an Muse Dash sofort ins Auge fällt ist die Optik des Spiels. Durch den Einsatz eines knallbunten Farbschemas, gepaart mit dem sehr süßen Charakterdesign, lässt sich kaum etwas beanstanden. Eine der drei Heldinnen des Spiels, die es nach und nach freizuspielen gilt, läuft so in klassischer Sidescrolling-Manier von links nach rechts durch die Landschaft. Dabei ist die Position unseres Charakters fixiert und Gegner und Projektile sausen so von rechts kommend auf uns zu.

Dabei bekommen wir es mit einer Handvoll an stilvoll designten Arealen zu tun, wovon es aber schlussendlich mehr hätte geben können. Schon nach kurzer Zeit wiederholen sich diese merklich oft, sodass bei Muse Dash einiges an Potenzial auf der Strecke bleibt . Diese Welten kommen zudem mit einem jeweils speziellen Thema daher. Mal müssen wir uns durch ein Zuckerwunderland kämpfen, in dem wir allerlei lebendig gewordene Süßigkeiten verprügeln müssen. Ein anderes Level entführt uns hingegen in eine finster-romantische Vampirwelt. Dort wollen uns attraktive Succubi und elegante Vampire an den Kragen.

Simple Steuerung mit rasantem Beat

Die Steuerung von Muse Dash fällt unfassbar simpel aus. Auf eurer Switch müsst ihr so nur zwei Buttons bedienen - einer für jeden Daumen. Mit dem rechten bekämpft eurer Charakter Gegner auf Bodenhöhe und mit dem linken werden fliegende Feinde ausgeschaltet. Wie bei Musik-Rhythmus-Games üblich, gilt es hier stets im Beat zu bleiben. Je genauer ihr den Gegner trefft, desto mehr Punkte gibt es am Ende einer Runde zu ergattern.

Zunächst einmal mögen sich lediglich zwei Buttons recht minimalistisch anhören. Das könnt ihr dem Spiel aber kaum negativ auslegen.  Nicht nur richtet sich der Titel dadurch auch an absolute Einsteiger des Genres, auch stehen pro Musikstück drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Der Grad „easy“ richtet sich vor allem an Anfänger, wohingegen "hard" bereits mit einem hohen Anspruch daherkommt. Der Schwierigkeitsgrad „master“ benötigt hingegen viel Training, wobei auch dies von Song zu Song unterschiedlich ausfällt. Einige der rasanteren Tracks lassen sich so allenfalls als wahnwitzig bezeichnen.

Leider wird Muse Dash zumindest vom Gameplay her nach einer Weile recht repetitiv. Die verschiedenen Gegner und Angriffe wiederholen sich nach nicht allzu langer Zeit, sodass man hier nicht viel Neues zu Gesicht bekommt. Dass das Game statt mit einem Storymodus mit einem Cuteness-Overload zu punkten versucht, ist nicht sonderlich tragisch, geschadet hätte ein Aufhänger dem Spiel aber sicher nicht.

Langzeitmotivation durch massiven Content

Wo das letzte bisschen Abwechslung im Gameplay fehlt, da punktet der Titel im Bereich Content. Dies beginnt beim fetzigen, umfangreichen und vor allem rasanten Soundtrack. Hier bekommen wir es mit einer massiven Anzahl an Tracks zu tun, die sich vom Stil her vor allem an Japan-Fans richten. Aber neben asiatischen Lyrics gibt es natürlich auch Songs in englischer Sprache. Der Soundtrack fällt dabei in keiner Weise nervig aus, und jeder Song kommt mit einer unverwechselbaren Weise daher, sodass Muse Dash im Bereich der Akustik massiv abliefert.

Aber nicht nur gilt es jeden Song auf jedem Schwierigkeitsgrad zu meistern, auch kommt jeder dieser Grade mit zusätzlichen Herausforderungen daher. Mal müsst ihr in einem Song alle Gegner treffen, ein anderes Mal jeden Boss mit einem perfekten Treffer bezwingen. Zusätzlich dazu können neue Charaktermodelle der drei Heldinnen freigeschaltet werden. Marija gibt es so als Violinistin, süße Maid oder aber als Mahou Shoujo (magisches Mädchen). Ähnliche Kostüme haben auch das Schulmädchen Buro sowie die fesche Bassistin Rin im Schrank. Jedes dieser Kostüme bietet zudem bestimmte Vorteile, wie beispielsweise einen Erfahrungspunkte-Bonus, welcher zum Freischaltet neuer Songs recht hilfreich ist.

Pros

  • Leicht zu lernen, schwer zu meistern
  • Knuffig-süßes Charakterdesign
  • Tolle Optik
  • Genialer Soundtrack
  • Zahllose Herausforderungen und Unlocks

Cons

  • Zu wenige Levelareale
  • Gameplay recht schnell repetitiv
  • Zu viele Bugs und Abstürze
  • Es fehlen Zusatzmodi wie Bossrush etc.

Fazit

Muse Dash wird zwar niemals den Thron des Musik-Rhythmus-Genres erklimmen, doch trotzdem stellt es einen tollen Einstieg in das Genre dar. Gleichzeitig verweigert sich der Titel aber auch nicht der Hardcore-Fan Base des Genres, denn höhere Schwierigkeitsgrade sorgen auch hier für ordentliche Herausforderungen. Am stärksten besticht der Titel allerdings durch sein Musikaufgebot. Nahezu jeder Song ist großartig und geht ins Ohr. Dies ist auch wichtig, denn jeder Song muss stellenweise etliche Male gespielt werden, möchte man alle Herausforderungen erfolgreich abschließen. Etwas schade ist jedoch, dass das Spiel aktuell noch vor Bugs strotzt. Relativ häufig kam es während des Testens zu Menüproblemen, die einen Neustart erforderten. So oder so kann Muse Dash Fans für zahllose Stunden vor die Switch bannen!

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