Test: Reigns - Game of Thrones

  • Jonas Dirkes
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Links… Links… Links… hmm, ohh das ist ein Rechts! Verdammt, jetzt habt ihr mich doch beim Wischen ertappt, aber es ist wirklich ganz anders als es jetzt vielleicht aussehen mag. Ich schwöre! Wirklich, ich bin nur am Tindern und leite nicht schon wieder die Geschicke und Ausgaben in Westeros und ich ziehe auch ganz sicher nicht mit meinen Streitkräften… na gut! Es ist so wie es aussieht, ich ziehe mit meiner Armee von Unbefleckten in den Krieg. Abermals. Ja ich gebe es zu, da habt Ihr’s! Man wird aber auch einfach viel zu leicht von Reigns: Game of Thrones angefixt, es immer wieder auf ein Neues zu versuchen. Schnell Jon ausgewählt, ein paar lässig wirkende Entscheidungen getätigt… und schon wieder ein Dolch im Rücken.

Game of Tinder

https://www.youtube.com/watch?v=bUNjRKCXR1Q

Leichter geht das Ganze eigentlich gar nicht: Varys, Tyrion oder einer der unzähligen anderen Nasen, die eigentlich insgeheim auf meinen Thron schielen, kommen auf mich zu und ich gebe ihnen dann meine Meinung dazu durch einen gekonnten Rechts- oder Linkswisch zu verstehen. Nur Superlikes gibt es dabei nicht zu verteilen. Schade eigentlich! Anders als beim viel stressigeren Tindern hat mein wildes Geswipe immer direkte Auswirkungen auf mein Karmakonto. Kampfkraft, Glaube, Zufriedenheit des Volkes und der Finanzhaushalt werden nach jeder mehr oder weniger klugen Entscheidung entweder angehoben oder gesenkt. Erreicht einer dieser meiner Selling-Points den Nullpunkt kann man sicher sein, dass es zumindest einen Fanatiker gibt, der mich aufspürt und mir per Schwerthieb zu verstehen gibt, dass das mit dem Match zwischen uns beiden wohl nichts mehr wird. Nichtmal kuscheln ist da dann drin, selbst wenn wie immer drohend der Winter naht! Brrrrr!

Das Swipen nimmt kein Ende...

Das kann zunächst ein wenig frustrierend sein, gerade wenn man sich nicht zu einhundert Prozent mit den Gepflogenheiten in Westeros auskennt, macht man sich schon mal schnell zum Trottel. Einen Graufreud als meinen neuen Meister der Münze zu ernennen, ist vielleicht nicht die Beste meiner Entscheidungen gewesen, aber das Schöne dabei ist ja, dass das Wischen anders als bei Tinder nie ein Ende nimmt. Hat man erneut schlechten Geschmack bewiesen (Klassiker), werden die Karten im wahrsten Sinne des Wortes neu gemischt und man startet einen neuen, zufällig gestalteten Angriff auf den eisernen Thron. So bleibt jeder Anlauf frisch, wirkt dabei aber manchmal vielleicht auch ein wenig chaotisch und zusammengewürfelt.

Zudem haben alle Charaktere scheinbar einen wirklich schlimmen Frosch im Hals (vielleicht geht die Grippe in Westeros rum?), sodass man neben einem unverständlichem Jibberisch nicht viel versteht und eine Menge lesen darf. Für fortgeschrittene Powerwischer gibt es dann aber außerdem noch die Möglichkeit verschiedene Quests zu erfüllen und zu besonderen Szenarien zu gelangen, welche dann wiederum neue Protagonisten freispielen, in dessen Haut man sich versetzen kann. Entweder wurden mir die Wisch-Skills nicht in die Wiege gelegt, es ist verdammt schwer oder ich war einfach ein bisschen zu blöd, um mein Match mit dem Eisernen Thron zu bekommen. Dafür lässt sich dann aber immerhin mit einer Highscore-Liste prahlen, die die am längsten überlebte Zeitspanne auflistet und stets überboten werden möchte. Woran ich jetzt auch wieder arbeiten werde. Links… Links… Links…

Fazit

Reigns: Game of Thrones ist ein wirklich lustiger Zeitvertreib, der gerade beinharten Game of Thrones Fans ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Das Spiel versucht durch immer wieder zufällig ausgewählte Szenarien stets frisch zu bleiben, auch wenn der Überraschungsfaktor durch viele Wiederholungen irgendwann geraubt wird. Macht aber nichts, für eine kleine Runde zwischendurch ist Reigns: Game of Thrones bestens geeignet und fängt den Flair vom Lied von Eis und Feuer bestens ein.

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