Test: Skyrim Special Edition

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Grafisch aufgehübschte Neuauflagen von älteren Bestsellerspielen stehen auch 2016 weiter hoch im Kurs. Erwarten uns in diesem Monat mit Call of Duty – Modern Warfare Remastered und der Ezio Collection gleich mehrere HD-Rückkehrer, wurde der vergangene Oktober mit der Skyrim Special Edition beendet. Wir haben uns die Remastered Fassung angesehen und verraten euch, ob sich ein Kauf lohnt.

Scharfe Optik.

Bereits mit seinem Release, am 11.11.2011, setzte Entwicklerstudio Bethesda mit Skyrim neue Openworld-Maßstäbe, hinkte grafisch aber schon damals dem Standard etwas hinterher. Schön ist das alle PC-Besitzer, welche bereits im Besitz des Spieles sind, das Remastered-Update kostenlos erhalten. Der ein oder andere Konsoleninhaber wird sich jedoch berechtigt die Frage stellen wieso er auch für die HD-Version eines fünf Jahre alten Spieles noch rund 50,- € auf den Tisch legen darf oder soll.

Im Fall der Skyrim Special Edition wurde die Grafik nicht nur simpel aufpoliert und neue Filter drüber gelegt, sondern einzelne Bausteine und Texturen grundlegend überarbeitet. Dabei herausgekommen ist, gerade für einstige Spieler der ursprünglichen Version, eine deutlich bessere Präsentation mit detaillierten Texturen und schärferen Effekten. Eine dynamische Tiefenschärfe und eine Vielzahl von Partikeln verleihen der Spielwelt eine fast schon spürbare Lebendigkeit. Der Sprung ist also deutlich sichtbar und macht einen tollen Eindruck. Es ist jedoch nicht alles überarbeitet worden, denn auch im Jahr 2016 hinterlasst ihr beispielsweise immer noch keine Fußabdrücke im Schnee.

PlayStation 4 Pro Vorbesteller haben zudem einen weiteren Grund sich zu freuen, denn dank einer Optimierung für Sonys kommende Hardware, wird Skyrim auch mit einer 4K-Auflösung spielbar sein. Dieses Update ist dann auch kostenlos für euch. Haben müsst ihr dafür lediglich einen entsprechenden Fernseher.

Das Gameplay wurde für die Remastered-Version nicht angerührt. So ist das fehlende Trefferfeedback zum Beispiel nach wie vor ein Feature und kein Bug. Allerdings könnt Ihr euch nun sichtlich Flüssiger durch Himmelsrand bewegen. So wurden vor allem die Ladezeiten zwischen den Gebieten deutlich verkürzt. Nervige Wartezeiten gehören damit der Vergangenheit an und dauern jetzt nur noch ein paar Sekunden. Wer mit der mittelmäßigen Lokalisation nicht auf einer Wellenlänge ist, kann zudem auf das englische Original wechseln.

Grenzenlose Kreativität

Das sich Skyrim heute noch auf dem PC gespielt liegt auch zum Teil an den verfügbaren Mods.Was auf dem PC mittlerweile zum guten Ton gehört, findet nun auch langsam seinen Einzug auf die Konsolen. Kein Wunder eigentlich, denn mit Fallout und Skyrim hat es Bethesda geschafft eine große Modder-Community aufzubauen, die stellenweise wahre Wunder vollbringt. Was also bisher nur PC-Besitzern vorbehalten war, ist für PlayStation 4 und Xbox One nun eine kleine Innovation. Erstmals ist es euch auch auf den heimischen Konsolen möglich eigene Mods für Skyrim zu erstellen, sie hochzuladen sowie andere herunterzuladen. Selbstverständlich ist in diesem Fall eine Onlineanbindung Voraussetzung und das Anlegen eines Accounts bei Bethesda Pflicht. Das klappt im Übrigen auch auf der Konsole ohne Probleme.

Während auf Microsofts Xbox One insgesamt 119 verschiedene Mods wählbar sind, unterstützt Sonys Konsole mit gerade einmal 38. Dies dürfte auch erklären warum auf der Xbox insgesamt 5 Gigabyte Speicherplatz für Mods reserviert sind und auf der PlayStation 4 gerade einmal 1 Gigabyte. Bei einem direkten Vergleich ist die PS4 in diesem Fall also klar im Nachteil.

Nicht das Ende des Weges

Gesetz dem Fall, dass Ihr euch auch nach abgeschlossenem Haupt- & Nebenquest und hunderten Spielstunden noch immer nicht von Himmelsrand verabschieden wollt, könnt Ihr auf die Add-ons zurückgreifen. Mit Dawnguard, Hearthfire und Dragonborn stehen euch sämtliche jemals erschienen Zusatzinhalte kostenlos zur Verfügung, womit ihr also ordentlich was geboten bekommt.

So könnt Ihr euch in einen Vampierfürsten verwandeln, einem Vampierorden anschließen, eigenes Land und Häuser kaufen, Heiraten, Kinderadoptieren und sogar Drachen reiten. Desweiteren werdet Ihr mit zusätzlichen Quests, Charakteren, Kleidungen, Tieren und Waffen versorgt. Schade nur das sich auf den Konsole eure alten Spielstände nicht weiter nutzen lassen, weshalb selbst Veteranen mit Controller ganz von vorne anfangen müssen. Trotzdem bleibt festzuhalten - Wenn Ihr das volle Ausmaß von Skyrim leben und erleben wollt und das auch noch in hübsch, kommt Ihr mit der Skyrim Special Edition voll auf eure Kosten.

Pros

Cons

Fazit

Die Skyrim Special Edition bietet das rund um sorglos Paket. Man wird mit allen je veröffentlichten Inhalten zum Hauptspiel und den Add-on beliefert und bekommt mit den Konsolenmods schier unendlichen Content. Allerdings muss jeder für sich selbst wissen, ob es der Kaufpreis von 50,- € für einen fünf Jahre alten Titel wert ist.

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