Test: Sunset Overdrive

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Sunset Overdrive, das neuste Spiel aus dem Hause Insomniac Games, hatte es wahrlich nicht leicht. Als das Spiel erstmals auf der E3 2013 angekündigt wurde, ging es trotz offensichtlich frischen Ideen und andersartiger Optik neben all den anderen Xbox One-Titeln unter. Das lag hauptsächlich daran, dass man Sunset Overdrive nicht wirklich einordnen konnte. Das Spiel konnte es nicht mit AAA-Bombast-Titeln wie Call of Duty und Halo 5 aufnehmen, war aber auch nicht reduziert genug um als Geheimtitel im Independent-Sektor zu gelten. Es war eines dieser Spiele, das man als „nett“ abtat, von dem man sich aber weder viel erhoffte, noch mit einem wirklich großen Erfolg rechnete. Ungefähr ein Jahr später kommt der Xbox One-exklusive Third-Person-Shooter nun endlich auf den Markt und so mancher wird seine Meinung dem Spiel gegenüber nun korrigieren müssen, denn in Sunset Overdrive steckt viel mehr, als so mancher auf den ersten Blick vermutet hätte.

Gefährliche Zusatzstoffe

Beginnen wollen wir mit der Story des Spiels. Die könnte bekloppter nicht sein: Im Jahr 2027 bringt die Getränkefirma Fizzco ihren neuen Energydrink Overcharge Delerium XT auf den Markt. Der scheint den Leuten anfangs gut zu schmecken, was auch dem Konzern sichtlich schmeckt. Nur einen Nachteil hat die orangene Plörre: Nach dem Verzehr verwandelt man sich in einen deformierten Mutanten. Sicherlich hätte man diesen Fehler vor der Auslieferung bemerken und korrigieren müssen, doch nun ist es zu spät. Beinahe die gesamte Stadt verwandelt sich binnen weniger Tage in eine Horde abartiger Mutanten. Noch nie war die Apokalypse so bizarr.

Der namenlose Protagonist von Sunset Overdrive, wir haben ihn Günther getauft, erlebt den Beginn der Apokalypse hautnah mit. Auf einem großen von der Firma Fizzco veranstalteten Event sollen erste Tester in den Genuss des Produktes kommen. Günther gehört allerdings nicht zu den geladenen Gästen, er übernimmt die Rolle des Hausmeisters. Genervt von seinem Leben und dem arroganten Verhalten der Partygäste, merkt er zuerst gar nicht, dass scheinbar irgendetwas nicht mit den Gästen stimmt. Als sich jedoch vor seinen Augen plötzlich ein junger Mann in einen von Beulen übersäten Mutanten verwandelt, weiß er sofort was los ist. Die Apokalypse ist ausgebrochen.

Günther macht sofort das, was jeder vernünftig denkende Mensch in einer Zombieapokalypse tun würde. Er begibt sich an einen sicheren Ort, in diesem Fall sein spärlich eingerichtetes Apartment. Doch für immer kann der angehende Held dort nicht verweilen, schließlich reicht der Biervorrat im Kühlschrank nur für ein paar Wochen. Als die Mutanten dann auch noch die Tür zu seiner Wohnung aufbrechen, fasst Günther den Entschluss, die Stadt zu verlassen. Leichter gesagt als getan, denn längst wandeln tausende Mutanten durch sämtliche Straßen. Mithilfe eines älteren Herrn gelingt es ihm glücklicherweise, die Horden abzuschütteln. Nachdem er Günthers Fähigkeiten ausgiebig getestet hat, bringt er ihn zu seinem Hauptquartier, wo er auf allerlei weitere skurrile Charaktere trifft, die ihn fortan mit Aufträgen versorgen. Diese sollen ihn schließlich zum Ziel führen: Die mutantenverseuchte Stadt Sunset City für immer zu verlassen.

Sunset Overdrive sparrt nicht mit Klischees

Sicherlich dürfe nun auch der letzte begriffen haben, dass Sunset Overdrive sich nicht allzu ernst nimmt. Doch der Humor des Spiels hört nicht bei der eigentlichen Handlung auf. Auch innerhalb des eigentlichen Spiels kommt dieser immer wieder zum Tragen. Nehmen wir doch nur mal die Charaktere des Spiels. Die könnten klischeehafter nicht sein. So trefft ihr beispielsweise auf einen jungen Wissenschaftler, dem man das fehlende Doktordiplom regelrecht an der Nasenspitze ansieht, auf eine Gruppe reicher, verwöhnter Studenten, die sich in einem Indoor-Spielplatz eingeschlossen haben und den lieben Tag nur per Handy kommunizieren und auf einen Obdachlosen, der sich in diesen Zeiten nichts schöneres als ein Leben unter einer Brücke vorstellen kann.

Am Witzigsten sind aber die Sprüche der Charaktere selbst, vor allem die des Protagonisten selbst. Dieser ist sich nämlich seines Daseins als Videospielcharakter bewusst. Wenn er beispielsweise erklärt, dass er genug Videospiele gespielt hat, um zu wissen, wofür rote Fässer da sind oder er während einer Zugeskorte von seinen unzähligen Stunden mit dem Eisenbahnsimulator erklärt, dann ringt das selbst dem härtesten Gamer ein Lächeln ab. Leider kommt auch Sunset Overdrive nicht ohne eine Prise pubertären Humor aus, dieser ist aber erfreulicherweise nicht allzu präsent im Spiel. Für Lacher ist also gesorgt.

Über die Dächer der Stadt

Doch wie steht es eigentlich um die spielerischen Qualitäten? Das eigentliche Spiel beginnt mit dem Erstellen eines Charakters. Der Editor ist dabei nicht so groß wie in vergleichbaren Spielen (zum Beispiel Saints Row), bietet aber dennoch genug Möglichkeiten, um sich einen richtig schön geschmacksverirrten Günther zu erstellen. Kaum im Spiel angekommen wird euch schnell klar, dass Sunset Overdrive sich auch spielerisch von einem gewöhnlichen Third-Person-Shooter unterscheidet. Statt einfachem Cover-Shooter erwartet euch nämlich ein regelrecht stilisiertes Action-Geballer. Ihr klettert auf Häuserdächer, benutzt Autos und Container als Trampoline und slidet elegant auf Stromleitungen. Das hört sich nicht nur spaßig an, sondern spielt sich auch erfrischen anders. Dazu kommt die simple und bequeme Steuerung. Ihr braucht im Prinzip nur zwei Tasten, um euch in Sunset City fortzubewegen. Mit der A-Taste springt ihr, mit der X-Taste leitet ihr einen kurzen Wallrun ein oder hakt euch wahlweise ober- oder unterhalb einer Stromleitung ein. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit bewegt ihr euch wie ein junger Gott durch die Straßen von Sunset City.

Auch der Rest der Steuerung sollte euch nicht allzu viel abverlangen. Die Schultertasten werden wie gewohnt zum Zielen und Schießen, sowie für die Waffenauswahl benutzt, die B-Taste ermöglicht euch einen Nahkampfangriff. Im Sprung ausgelöst, erzeugt letztere sogar eine Druckwelle. Anfangs ist euer Arsenal zum Kämpfen noch relativ klein: Eine Brechstange für den Nahkampf und ein einfacher Revolver mit nur wenig Schuss. Doch im Laufe des Spiels bekommt ihr nach und nach Zugriff auf immer mehr Waffen, die passend zum Stil des Spiels auch immer bekloppter werden. Statt Sturmgewehr, Sniper-Rifle und Granatwerfer erwarten euch in Sunset Overdrive nämlich unter anderem ein CD-Schussgerät, ein Eisbombengewehr und eine Teddybär-Bazooka. Und die Geräte haben überraschend viel Durchschlagskraft.

Das ist auch dringend nötig, denn in den Straßen von Sunset City wimmelt es nur so von Mutanten. Dazu sind die Gestalten außerordentlich flink und folgen euch auch gerne mal auf Häuserdächer oder in dunkle Tunnel. Logischerweise ist es nicht ratsam, ein solches Kollektiv bewegungslos vom Boden aus zu bekämpfen. Das wäre außerordentlich dumm, denn bereits drei erfolgreiche gegnerische Treffer können euren Helden ins Jenseits befördern. Sunset Overdrive will euch vielmehr dazu anleiten, die gesamte Umgebung wie einen Spielplatz zu benutzen, um eure Gegner so kreativ wie möglich um die Ecke zu bringe. Das bedeutet für euch hauptsächlich, eure Feinde beim Bouncen (Springen) und Sliden zu erledigen. Dann gibt es nämlich Extrapunkte, die sich sowohl in gemehrten Erfahrungspunkten, als auch in zusätzlichen Moneten äußern.

Ein Held muss sich weiterentwickeln

Beides ist in der Welt von Sunset Overdrive essenziell. Mit gesammeltem Geld kauft ihr beispielsweise Munition oder neue Schießeisen beim Waffenhändler eures Vertrauens oder ihr füllt euren Kleiderschrank mit neuen Textilien. Die Erfahrungspunkte funktionieren hingegen etwas Anders als in herkömmlichen Spielen. Statt auf den Helden selbst, werden diese auf eure einzelnen Waffen angerechnet. So könnt ihr eure Kampfutensilien mit stetigem Einsatz um bis zu 4 Level upgraden. Auf diese Weise steigert ihr die Effektivität, die Zielgenauigkeit und die Munitionsgröße. Es ist also ratsam, regelmäßig verschiedene Waffen auszuprobieren. Doch das Upgrade-System hört nicht bei den Waffen auf.

Schon relativ früh werden euch die sogenannten Amps vorgestellt. Dabei handelt es sich um Upgrades, die ihr je nach Art sowohl auf euren Charakter selbst, als auch auf eure ausgerüsteten Waffen anwenden könnt. Euer Held kann insgesamt bis zu 6 Amps tragen, eure Waffen jeweils einen. Während die Waffen-Amps euren Schießeisen in der Regel Zusatzeffekte wie Stromschaden oder Feuerschaden verleihen, haben Helden-Amps verschiedene Effekte. So können sie sich auf eure Melee-Angriffe auswirken, auf eure Bewegungen oder euch zusätzliche Angriffe ermöglichen. Dabei könnt ihr die Amps jederzeit im Start-Menü anpassen. Neue Amps erhaltet ihr entweder als Belohnungen für Quests oder Nebenmissionen oder als Prämie für Online-Spielesessions. Wahlweise könnt ihr sie auch beim Händler Floyd für ein geringes Entgelt erwerben. Darüber hinaus lassen sich auch die Amps durch häufige Benutzung upgraden. Dazu kommen die Overcharges, die nochmal eine eigene Upgrade-Kategorie darstellen. Ihr seht, euch steht ein riesiges Portfolio an verschiedensten Technik-Skills zur Verfügung, mit denen ihr euren Charakter individuell eurem Spielstil anpassen könnt. Hier und da wäre sicher etwas mehr Tiefgang dring gewesen, alles in allem reichen die gegebenen Möglichkeiten aber locker aus, um in Sunset City stundenlang Spaß zu haben.

Ballern und Töten mit Stil

Und wem das noch nicht reicht, der freut sich über das Style-Meter, eine Balkenanzeige, die sich mit jedem Style-Kill füllt. Je höher euer Kombo-Zähler, desto mehr füllt sich die Leiste. Insgesamt lassen sich bis zu vier Segmente füllen. Während ein oder zwei gefüllte Segmente euch lediglich schneller laufen oder feuern lassen, ermöglicht euch das dritte einen verstärkten Amp-Angriff, mit dem vierten werdet ihr zum schier unbesiegbaren Action-Helden. Die Leiste sinkt jedoch kontinuierlich, wenn ihr nicht regelmäßig Style-Kills nachliefert. Das Style-Meter motiviert zusätzlich dazu, die gesamte Umgebung in Kämpfen zu benutzen. Leider ertappt man sich nach einigen Spielstunden dabei, immer wieder die gleichen Kombos anzuwenden. Die Abwechslung besteht eigentlich nur darin, ob ihr nun auf einem Container oder auf einem Auto herumhüpft. In den ersten 10-20 Spielstunden fällt das zwar kaum negativ auf, mit fortschreitender Spieldauer wird es aber immer deutlicher. Ein paar mehr Möglichkeiten, die Umgebung in Kämpfe mit einzubeziehen, wären nett gewesen. Dennoch bietet Sunset Overdrive ein Kombo-System, das über viele Spielstunden hinweg trägt.

Alles in alle ist das Kampfsystem sehr spaßig und es macht einfach Laune, auf ein Auto zu springen, drei Mutanten im Flug auszuschalten, sich an eine Stromleitung zu hängen und währenddessen weitere Gegner platt zu machen. Apropos Gegner, die sind in Sunset Overdrive ebenfalls positiv hervorzuheben. Nicht nur, dass die Mutanten richtig schön widerlich aussehen, sie tauchen auch noch in vielen verschiedenen Unterarten auf. Mal trefft ihr auf einen Riesen, der kleiner Mutanten ausspuckt, dann wieder auf einen Hänfling-Mutanten, dessen Arm scheinbar mit einem Laubsauger verwachsen ist. Doch die Mutanten sind nicht die einzige Fraktion, die euch im Spiel ans Leder will. Auch sogenannte Scabs machen euch das Leben schwer. Dabei handelt es sich um menschliche Überlebende, die auf alles schießen, was in ihr Territorium eindringt. Hinzu kommen die sogenannten Fizzco-Bots. Das sind verschiedenste Roboter, die im Auftrag der Getränkefirma die Folgen der Seuche beseitigen sollen. Dabei ist es von großer Bedeutung, für jede Fraktion und jede einzelne Unterart die passende Waffe zur Hand zu haben, um effektiven Schaden auszuteilen.

Variable Beschäftigungen

Bleibt nur noch die Frage, ob auch die Missionen von Sunset Overdrive ausreichend gut designt sind, um den Spieler längerfristig zu fesseln. Vorab sei gesagt, dass die genauso hirnrissige wie relativ vorhersehbare Story zwar witzig ist, dafür aber kaum wirklich zu interessieren oder gar zu fesseln vermag. Es sind mehr die Charaktere, wegen denen man immer weiter im Spiel voranschreiten will. Man kann kaum erwarten, zu sehen, welche popkulturellen Elemente die Entwickler als nächstes auf die Schippe nehmen. Darüber hinaus machen auch die Missionen an sich großen Spaß. Das liegt größtenteils an den variablen Aufgaben, die euch gestellt werden. Mal müsst ihr jemanden eskortieren, mal eine Horde Mutanten töten. Ein anderes Mal werdet ihr gebeten, bestimmte Objekte einzusammeln oder müsst euch auf einem fahrenden Zug den Gegnerhorden erwehren.

Zahlreiche Nebenmissionen und Herausforderungen bringen zusätzliche Abwechslung ins Spiel. Die Nebenmissionen sind zwar relativ rar gesät, warten dafür aber mit neuen witzigen Charakteren und abwechslungsreichen Aufgaben auf. Die Herausforderungen hingegen sind eher klassisch gestaltet. Mal müsst ihr eine bestimmte Anzahl Bomben innerhalb eines Zeitlimits in Scab-Verstecken platzieren, mal einen Parcours so stylisch wie möglich absolvieren, mal einen Haufen Feinde möglichst kreativ um die Ecke bringen. Dabei ist es von Bedeutung, möglichst viele Punkte zu sammeln und die Herausforderung in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren, denn je besser euer Gesamtergebnis, desto besser fällt euer Rang (Bronze, Silber, Gold) und damit auch eure Belohnung aus. Wirklich nervig sind einzig und allein die Missionen, in denen ihr einen bestimmten Punkt in bester Tower-Defense-Manier vor anrückenden Gegnern verteidigen müsst. Zwar stehen euch dafür auch zahlreiche aufstellbare Fallen zur Verfügung, dennoch hetzt man eher panisch von einem Zugang zum anderen und ballert wild um sich. Hier haben sich die Macher leider eines Elementes bedient, das heutzutage zu Recht immer seltener in Videospielen anzutreffen ist.

Eine Stadt voller Spaß und Humor

Auch der beste Held überlebt nicht jeden Kampf und so werdet ihr euch sicherlich das ein oder andere Mal die Radieschen von unten angucken. Wo man in anderen Spielen fluchen würde, sorgt der Tod in Sunset Overdrive eher für Lachanfälle. Denn Insomniac hat sich einiges für die Wiederbelebung-Animationen einfallen lassen. Ihr steigt Mumien-mäßig aus einem ägyptischen Sarkophag, fahrt mit einem Delorian vor oder entsteigt einer britischen Telefonzelle. Dabei sind die Wiederbelebungs-Animationen so vielfältig, dass sie sich im gesamten Spiel nur sehr selten wiederholen. Auch die Rücksetzpunkte selbst sind äußerst fair gesetzt und so kommt beim gelegentlichen Tod eigentlich nie wirklicher Frust auf. Das ist auch gut so, denn wirklich leicht ist Sunset Overdrive nicht. Zum einen, weil euch eure Feinde mit wenigen Schlägen töten können, zum anderen, weil ihr nirgends wirklich sicher vor ihnen seid.

Nun wollen wir noch etwas zur Stadt selber sagen. Sunset City ist eine angenehm große Stadt, die in etwa so umfangreich ist wie die aus GTA IV. Dazu kommt die auffällig helle und bunte Farbgebung, die sich angenehm von den sonst so tristen Weltuntergangs-Szenarien abhebt. Da ihr auf so ziemlich jedes Gebäude klettern könnt, bietet euch das Spiel darüber hinaus genügen Sondierungsmöglichkeiten. Unterschiedliche Distrikte sorgen für genügend Abwechslung in den Locations. Für Sammler bietet das Spiel hingegen zahlreiche Collectibles. Diese haben auch einen spielerischen Nutzen. Sammelt ihr nämlich genügend Turnschuhe, Ballons oder sonstigen Schnickschnack, schaltet ihr neue Amps frei. Wer nicht suchen will, kauft sich eine entsprechende Map beim Händler, welche die Sammelobjekte auf eurer Karte sichtbar macht.

Atmo-Mucke und Mehrspieler-Modus

Grafisch ist das Spiel bekanntermaßen im Comic-Look gehalten. Das passt zur Atmosphäre und unterstützt den Humor, der sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel zieht. Während die Grafik eher zweckmäßig ist, weiß die Musik umso mehr zu begeistern. Doch musikalisch gehörte Insomniac Games schon immer zu den ganz Großen. Der rockige, treibende  Soundtrack erinnert stellenweise an alte Tony-Hawk-Ableger und gehört zum Besten, was musikalisch momentan auf der Xbox One zu finden ist.

Bleibt noch der Online-Modus von Sunset Overdrive. Dieser trägt den Titel Chaos Squad und ist für bis zu acht Spieler ausgelegt. Um wirklich eine Chance zu haben, empfiehlt Insommiac Games, mit mindestens 6 Spielern anzutreten. Spielerisch erwartet euch im Chaos Squad eine Art Horde-Modus mit einzelnen Missionen. Erfolge werden mit neuen Upgrades und Geld belohnt. Da die Testzeiten für den Multiplayer leider außerhalb unserer Arbeitszeit lagen, konnten wir uns noch nicht persönlich vom Chaos Squad überzeugen. Wir lehnen uns aber mal ein wenig aus dem Fenster und sagen, dass es sich bei dem Chaos Squad um einen nette Dreingabe handelt, die für die Prise Mehrspieler-Action zwischendurch sorgt.

Pros

Cons

Fazit

Mit Sunset Overdrive hat Insomniac Games nach dem missratenen Fuse endlich mal wieder ein richtig gutes Spiel geschaffen. Gerade wenn man sich nicht allzu viel von dem Fun-Shooter erwartet hat, wird man umso überraschter sein, welche humoristischen und spielerischen Qualitäten in diesem Stück Software stecken. Sicherlich bleibt da die eigentliche Story etwas auf der Strecke, eine ernste Geschichte wäre aber ohnehin kaum mit dem Stil des Spiels vereinbar gewesen. Sunset Overdrive ist eines dieser Spiele, die ohne großen Bombast oder komplexe Story-Twist auskommen, die auf Realismus einen Dreck geben und die Poppkultur so richtig schön auf die Schippe nehmen. Dazu wirkt der Mix aus Parcour und Shooter außerordentlich frisch und macht auch nach diversen Stunden Spielzeit noch Spaß. Gegen Ende mag Sunset Overdrive ein wenig eintönig werden, dafür tragen euch der geniale Humor und die skurrilen Charaktere bis zum Abspann. Wenn es momentan überhaupt einen Titel gibt, der die Xbox One für Shooter-Fans rechtfertigt, dann ist es Sunset Overdrive. Da können auch Playstation-Fans mal neidisch auf die Microsoft-Jünger schauen.

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