Test: Wissen ist Macht - Dekaden

  • vonYannick Dohrmann
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Wie bereits im Test von Chimparty angesprochen wird hier euer Handy zum Controller. Der ungeschliffene Diament dieser Spiele war dabei damals ganz klar „Wissen ist Macht“. Kein PlayLink Spiel haben wir auch nur annährend so oft im Freundeskreis gespielt wie dieses hier. Ob das bei „Wissen ist Macht: Dekaden“ wieder so sein wird?

Zurück in die Zukunft

Was uns dabei am Vorgänger schon damals gut gefallen hat: Die Menge an Fragen war groß und es wurde vielfältiger Gebrauch vom Touchscreen der Smartphones gemacht. Am Konzept geändert hat sich mit „Wissen ist Macht: Dekaden“ dabei nichts. Stattdessen hat man einfach noch mehr Inhalte mit ins Spiel gepackt und das Erlebnis noch weiter verbessert. So wie es sich für einen würdigen Nachfolger gehört. Und von daher kann ich Fans des ersten Teils auch gleich beruhigen. Wer Spaß mit dem Spiel hatte, der macht auch mit diesem gelungen Nachfolger nichts falsch. Wie der Untertitel „Dekaden“ schon vermuten lässt dreht sich dieses Mal alles um verschiedene Jahrzehnte. Dier 80er, 90er, 00er und 10er Jahre. Das bestärkt das Konzept der PlayLink Reihe junge und alte Menschen gleichermaßen vor dem Fernseher versammeln zu wollen unabhängig von ihrer Affinität mit Videospielen.

Insgesamt 3 Mal im Verlauf einer Partie stimmt ihr über das Jahrzehnt und damit eure Oberkategorie ab. Darunter wählt ihr dann symbolisiert durch verschiedene Türen wieder Themen aus wie Musik oder Filme. Quizfragen sind kein einfaches Thema für Spieleentwickler, denn immerhin sollen Fragen ja machbar, aber auch nicht zu einfach sein. Das ist auch der einzige Punkt an dem uns allen „Wissen ist Macht: Dekaden“ nicht ganz so gut wie sein Vorgänger gefallen hat. Wir haben bei weitem nicht alle Fragen des Spiels gesehen, deswegen sagen wir das mit aller Vorsicht, aber speziell in der Kategorie Musik, war öfter die Rede von Sängern oder Bands, von denen noch nie niemand etwas gehört hatte. Und alle Tester verfügten über ein recht ausgewachsenes Musikwissen. Aber darum die Antwort zu kennen geht es bei Wissen ist Macht ja auch nicht. Spannender war schon immer die Frage ob man es schafft rechtzeitig einzuloggen und wenn ja, wie schnell.

Sabotage macht Spaß!

Bei jeder Frage finden sich vier Antwortmöglichkeiten auf den Displays aller maximal 6 Mitspieler wieder. Die richtige Antwort anzuklicken ist jede Runde euer Ziel, je schneller, desto mehr Punkte gibt es. Ab Frage 2 kommen dabei die Power-Ups ins Spiel von denen es 8 neue gibt. Mit den Items aus dem Vorgänger macht das also 13 unterschiedliche Arten und Weisen eure eigenen Chancen zu verbessern, oder euren Freunden Hindernisse in den Weg, oder eher auf ihr Display zu legen. So könnt ihre die Antworten der anderen hinter Reisverschlüssen, Schichten aus Schleim oder Eis verstecken, die Reihenfolge der Buchstaben tauschen, oder ein Feld aus Mienen über die Antworten legen.

Speziell in der Kombination können die Power-Ups echt gemein sein und die Zeit die ihr brauch,t um zu antworten dramatisch verlängern. Umso ärgerlicher wenn man die Antwort kennt, am Ende aber dennoch die wenigsten Punkte bekommt, weil ihr einfach nicht schneller an die richtige Antwort gekommen seid.

Und auch abseits von diesem Konstrukt kommt der Titel mit viel Witz und Charme daher. Das fängt an bei den witzigen Charakteren, die mit einem Foto von euch personalisiert werden und endet mit den zusätzlichen Minispielen zwischen den Fragerunden, in denen es zum Beispiel darum geht, die Wörter in den Titeln von Filmen mit Tom Hanks in die richtige Reihenfolge zu bringen. Jede Runde fühlt sich nach etwas neuem an und was gibt es schöneres als Spiele bei denen man seine Freunde so richtig schön sabotieren kann, wenn sie gerade neben einem sitzen?

Pros

  • Viele verschiedene Fragen
  • Smarter Gebrauch eures Smartphones
  • Gelungener Partyspaß für bis zu 6 Freunde
  • Toller Animationslook

Cons

  • Teils sehr schwere Fragen
  • Wenig Einstellungsmöglichkeiten

Fazit

Für etwa 20€ ist Wissen ist Macht: Dekaden das beste Quizspiel was ihr auf der PlayStation finden könnt. Das nicht nur 4, sondern bis zu 6 Spieler mitspielen können, macht nicht nur mehr Spaß, sondern steigert auch das herrschende Chaos, wenn alle mit ihren Power-Ups um sich werfen. Das Beantworten der Fragen wird da schon fast zur Nebensache. Da der Umgang mit dem Controller nicht erforderlich ist, eignet sich der Titel für jeden der in der Lage ist ein Smartphone in seiner Hand zu halten. Eine gelungene Fortsetzung und vielleicht auch ein geistiger Nachfolger der beliebten Buzz Reihe.

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