Action-Adventure

The Last of Us 2 im Test: Meisterwerk oder Story-Chaos? Unser Fazit zum Spiel

  • Christian Böttcher
    vonChristian Böttcher
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The Last of Us 2 erzählt die Geschichte von Joel und Ellie weiter. Doch ist es ein Meisterwerk oder doch reinstes Story-Chaos? Das verrät unser Test.

  • The Last of Us 2 erscheint am 19. Juni 2020 exklusiv für die PS4.
  • Entwickler Naughty Dog hat gigantische Fußstapfen des Vorgängers zu füllen.
  • Unser Test zum Action-Adventure zeigt, warum es gänzlich anders, aber nicht weniger genial ist.

Kalifornien, USA – "Ein Meisterwerk der PS3-Ära!" – Vor sieben Jahren veröffentlichte Naughty Dog The Last of Us und rührte quasi über Nacht tausende Gamer zu Tränen. Als einer der letzten Blockbuster für die PS3 beförderte das storylastige Action-Adventure die Konsole mit einem Knall in den Ruhestand. Emotionale Tiefe, grundehrliche Charaktere und knackiges Survival-Gameplay waren damals die drei Säulen, aus denen der Erfolg des Spiels herauswucherte wie Hirnmasse aus einem Clicker-Kopf. 

Doch ein Wermutstropfen für Fans blieb, denn die Geschichte rund um Ellie und Joel war längst nicht auserzählt. Daran soll sich mit The Last of Us 2 nun einiges ändern, das Entwickler Naughty Dog vor große Fußstapfen bzw. Pfotenabdrücke stellt. Im Test zum zweiten Teil haben wir herausgefunden, ob uns zum Ende der PS4-Generation ein Feuerwerk erwartet oder der Sequel-Fluch auch vor einem der meisterwarteten Spiele des Jahres nicht Halt macht.

Name des Spiels

The Last of Us 2

Release (Datum der Erstveröffentlichung)

19. Juni 2020

Publisher

Sony

Serie

The Last of Us

Plattformen

PS4 (PlayStation 4)

Entwickler

Naughty Dog

Genre

Action-Adventure

The Last of Us 2 (Naughty Dog): Erwachsene Ellie – erwachsene Story

Die Geschichte von The Last of Us 2 setzt dort an, wo Naughty Dog uns vor sieben Jahren fassungslos und mit der ein oder anderen Träne im Auge zurückgelassen hat. Für Ellie und Joel, die beiden Protagonisten des Vorgängers, sind seitdem fünf Jahre ins Land gezogen. Wir bekommen es also mit einem waschechten Sequel zu tun, das vom Entwickler aus Kalifornien jedoch mit zahlreichen Rückblicken, Traumsequenzen und anderen narrativen Spielereien gespickt wurde. 

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Dementsprechend ist The Last of Us 2 in seiner Erzählung weniger gradlinig als zuvor und ermöglicht so eine Reihe von Wendungen, die wir euch an dieser Stelle natürlich nicht spoilern wollen. Was wir jedoch schon jetzt verraten können. Während der Erstling noch Joel über weite Strecken als spielbaren Charakter etablierte, legt The Last of Us 2 seinen Fokus auf Ellie, die sich nicht nur mit den Tücken des Erwachsenenlebens, sondern auch mit todbringenden Zombies und verschlagenen Menschen herumärgern muss.

The Last of Us 2: Die Geschichte spielt fünf Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Teil.

The Last of Us setzte vor sieben Jahren vor allem darauf, die Bedrohung durch den Cordyceps-Virus in den Vordergrund zu stellen. Inzwischen sind die mit Pilzen überwucherten Infizierten in den postapokalyptischen USA jedoch zum Alltag verkommen. Die Überlebenden haben gelernt, mit der Gefahr zu leben und rotten sich deshalb in groß angelegten Lagern zusammen, die einen Hauch von Zivilisation aufkommen lassen. 

In New Jackson, einer dieser improvisierten Kleinstädte, finden sich auch Ellie und Joel wieder, die nach den dramatischen Ereignissen des ersten Teils nur sehr langsam zurück in die Normalität finden. Noch immer weiß Ellie nichts von Joels Entscheidung, das junge Mädchen zu retten anstatt zu opfern, um mithilfe der Fireflies ein Mittel gegen das Virus zu entwickeln – ein Damoklesschwert, das während der ersten Stunden in The Last of Us 2 drohend über den beiden schwebt.

The Last of Us 2 im Test: Gewalt als Kontrastmittel – So brutal ist das Naughty Dog-Spiel

Als festes Mitglied der eingeschworenen Gemeinschaft nimmt Ellie an regelmäßigen Patrouillen teil, um die Siedlung vor Angriffen durch Infizierte zu schützen. Während einem dieser Routine-Ausritte lernt sie Dina kennen und verguckt sich sogleich in die aufgeweckte Siedlerin. Doch das gemeinsame Glück ist nur von kurzer Dauer, denn schnell stellt sich der Mensch als größter Feind der postapokalyptischen Idylle heraus und die Ereignisse in New Jackson überschlagen sich. Eine Söldnertruppe lauert den Bewohnern auf und hat es auf eine zentrale Figur der Siedlung abgesehen. 

Einen schockierenden Verlust später sieht Ellie rot und beschließt, Rache an den Angreifern zu nehmen. Zusammen mit Dina spürt sie die Söldner im nahegelegenen Seattle auf und eine brutale Rachegeschichte nimmt ihren Lauf, die vor Tabuthemen, Gewalt und Melancholie nur so strotzt. Begleitete Teil Eins die junge Ellie auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben, geht es nun darum, seinen Platz in einer Welt zu finden, die dem Untergang geweiht ist.

The Last of Us 2: Noch brutaler als der Vorgänger von Naughty Dog.

Ellies wilde Hetzjagd zieht auch in puncto Atmosphäre eine brutale Spur nach sich. The Last of Us 2 ist harter Tobak. Schon der erste Teil schockte die Öffentlichkeit mit expliziter Darstellung von Gewalt und Sexualität, doch der Nachfolger setzt noch einen Eimer Kunstblut obendrauf. Ob diese Art der schonungslosen Gewaltdarstellung wirklich notwendig ist, bleibt am Ende des Tages sicher Ansichtssache. Unserer Meinung nach ist es aber genau die ehrliche Brutalität, welche The Last of Us 2 im Kontext zu den ruhigen Momenten erst so richtig stimmungsvoll macht.

Naughty Dog nutzt Gewalt, um die Charaktere im Spiel weiterzuentwickeln, ihre Abgründe zu aufzeigen, um diese Wand aus Blut und Hass im Laufe der rund 30-stündigen Geschichte immer wieder aufzubauen, abzureißen und letztlich zum Einstürzen zu bringen. Die Folge: Jede einzelne Figur in The Last of Us 2 – und davon gibt es dank narrativer Tricks des Entwicklers eine ganze Menge – ist komplex und verwandelt die ansonsten recht simple Rachegeschichte zu einem Meisterwerk des Storytellings, das bis zur letzten Cutscene an den Controller fesselt.

The Last of Us 2: Konservatives Gameplay – Detailverbesserungen von Naughty Dog

Dass wir den Controller auch buchstäblich nicht aus der Hand legen wollten, ist dabei eigentlich verwunderlich. Denn in Sachen Gameplay hat sich seit dem ersten Teil im Grunde genommen kaum etwas getan. Auch The Last of Us 2 setzt auf einen Mix aus Stealth-Gameplay mit Survival-Elementen und actiongeladenen Shooter-Parts. Die Grundmechaniken des Spiels bleiben dabei erhalten. Zu Beginn greift Ellie lediglich auf Pistole, Messer und Verbände zurück, bekommt im Laufe des Spiels jedoch immer mehr Werkzeuge an die Hand gegeben, um sich Clickern, Runnern, menschlichen Gegnern und Co. zu erwehren. 

Mithilfe von Ressourcen, die sinnvoll – wie in kaum einem anderen Videospiel – über die Spielwelt verteilt sind, stellt die nach Rache dürstende Teenagerin Rohrbomben, Schalldämpfer und allerlei weitere nützliche Upgrades her, die das Überleben enorm erleichtern. So nimmt beispielsweise der Bogen eine deutlich größere Rolle ein als noch im Vorgänger und Rauchgranaten ermöglichen schnelle Kills aus der Deckung, selbst wenn Gegner schon auf Ellie aufmerksam geworden sind.

Neue Gegner und Waffen: Naughty Dog beschränkt sich bei The Last of Us 2 auf Detailverbesserungen.

Denn eins muss klar sein: Vor allem auf den höheren Schwierigkeitsgraden in The Last of Us 2 ist die offene Konfrontation nur selten der Schlüssel zum Erfolg. Um Ellie mehr Möglichkeiten beim Schleichen zu geben, hat Naughty Dog zwei Arten von Gräsern zur Deckung implementiert. Auch, dass sich die Protagonistin nun flach auf den Boden legen und somit ahnungslosen Gegnern auflauern kann, hilft enorm, das Gameplay auch nach Stunden frisch zu halten. Trotzdem liegen die größten Kritikpunkte von The Last of Us 2 noch immer im Gameplay begründet. 

Denn sobald Ellie nicht allein unterwegs ist, sondern beispielsweise Dina im Schlepptau hat, verkommen Stealth-Passagen schnell zur Slapstick-Nummer. Auf störende KI-Begleiter hat Naughty Dog eine einfache Antwort parat: Sie sind für Gegner schlicht unsichtbar. Es kann also passieren, dass ihr euch als Ellie händeringend vor Gegnern zu verstecken versucht, während Dina tiefenentspannt mitten im Raum umherspaziert. Das hat glücklicherweise keine spielerischen Konsequenten, nimmt den ansonsten gelungenen Schleich-Einlagen aber ein Stückweit ihre Immersion.

The Last of Us 2 im Test: Naughty Dog verschenkt Potenzial beim Gameplay Loop

Für deutlich tiefere Stirnfalten sorgten hingegen die neuen Spielmechaniken abseits von Waffen, Crafting und Schleichen. War der erste Teil grundsätzlich ein recht lineares Unterfangen, in dem nur die Gameplay-Schauplätze etwas Abwechslung boten, hat sich Naughty Dog mit The Last of Us 2 vorgenommen, neue Wege zu gehen und die Spielwelt zu öffnen. Das funktioniert grundsätzlich hervorragend. Sobald Ellie und Dina nämlich in Seattle eintreffen, können sie die überwucherte Metropole nach Herzenslust erkunden. Die Innenstadt bietet zahlreiche Hot-Spots, an denen Loot, Upgrades und versteckte Rätsel warten, die allerdings zum Voranschreiten in der Geschichte komplett optional sind. 

Tolle, neue Open World-Passagen in The Last of Us 2 – doch leider nur ein einziges Mal.

Einziges Problem daran: Im Laufe des Spiels bleibt dieser kurze Abstecher in den Großstadtdschungel von Seattle die einzige Open-World-Passage. Gleiches gilt beispielsweise für Stolperminen, die während einer Mission als enorm wichtige Spielmechanik eingeführt werden, abseits davon aber nie wieder im Spiel auftauchen. Schnell wird deutlich: Gameplay-technisch hat sich Naughty Dog schlichtweg zu viel vorgenommen und lässt deshalb massig spielerisches Potenzial liegen. So bleibt The Last of Us 2 in seinem grundsätzlichen Aufbau zu formelhaft. Für die großen Überraschungen ist einzig und allein die Story verantwortlich.

The Last of Us 2: Mit Animationen und Detailversessenheit zum Naughty Dog-Meisterwerk

Aha-Momente bietet The Last of Us 2 aber trotzdem am laufenden Band. Grund dafür ist die minutiöse Liebe zum Detail, mit der Naughty Dog zu Werke geht. Die Schauplätze des Action-Adventures sind durch die Bank weg atemberaubend. Während wir in einem Moment das weltberühmte Aquarium an der Promenade von Seattle erkunden, um einen Platz für ein romantisches Techtelmechtel zu suchen, finden wir uns im nächsten Moment tief unter der Erde wieder, in einem von Leuchtpistolen erhellten U-Bahn-Schacht, der vor Infizierten nur so wimmelt. 

Auch wenn wir ansonsten nicht allzu viel mit Foto-Modi am Hut haben, erwischten wir uns beim Test von The Last of Us 2 regelmäßig dabei wie wir gedankenverloren auf einem Hausdach stehen blieben, um die Atmosphäre der Großstadt einzusaugen, die Stück für Stück von der aufblühenden Natur verschlungen wird. Auch hier funktioniert der Kontrast zwischen malerischer Schönheit und expliziter Gewalt hervorragend, um Ellies Einsamkeit und Verlorenheit in der Welt zu spiegeln.

Noch düsterer als der Vorgänger: The Last of Us Zwei setzt auf Trostlosigkeit mit viel Liebe zum Detail.

Doch damit nicht genug, denn nicht nur die übergeordnete Spielwelt weiß zu überzeugn. Jeden vermeintlich noch so unwichtigen Levelabschnitt hat Naughty Dog bis ins letzte Detail durchchoreographiert, mit winzigen Details gespickt und betreibt so Environmental Storytelling vom Allerfeinsten. Neben der Geschichte um Ellies verzweifelte Rache macht The Last of Us 2 somit viele kleine Nebenschauplätze auf, dank derer die Spielwelt des Action-Adventures trotz Postapokalypse so lebendig wirkt wie kaum eine andere zuvor. Gameplay und Story gehen Hand in Hand, sodass neue Waffen beispielsweise nicht wahllos in der Gegend herumliegen, sondern genau da auftauchen, wo sie – der Geschichte folgend – Sinn ergeben. 

Jede Animation in The Last of Us 2 sitzt perfekt.

Einer der wohl größten Faktoren für die gelungene Immersion von The Last of Us 2 sind aber wohl die Animationen im Spiel. Eigentlich nur ein winziger Teil des Ganzen, schaffen es die Naughty Dog-Animationen fast im Alleingang, das Abenteuer mit Ellie auf ein neues Level zu heben. Ein Beispiel: Im Crafting-Menü belohnt euch das Spiel bei einem Upgrade nicht nur mit besseren Werten auf euren Waffen, ihr dürft Ellie auch dabei zuschauen wie sie in liebevoller Kleinarbeit das Magazin wechselt, den Lauf mit einem Tuch abwischt oder ein neues Visier anbringt – und das so flüssig und fachmännisch als würde sie direkt vor euch stehen.

 Auch die dynamischen Animationen (Motion Matching) beim Laufen, Gehen, Springen und Kämpfen sind ein echter Augenschmaus. Wie Ellie auf Kisten klettert oder ins Wasser springt, hängt in The Last of Us 2 von tausenden Faktoren ab, sodass das Spiel sich für jede Situation quasi eine eigene Animation zusammenbastelt. Hier nutzt Naughty Dog die Architektur der PS4 optimal und zeigt, worauf wir uns bei der PS5 gefasst machen können.

The Last of Us 2 (Naughty Dog): Grafik-Monster für die PS4

Allerdings sind auch die besten Animationen auf entsprechende Grafikpower angewiesen. Und was sollen wir sagen? The Last of Us 2 sieht zu jeder Zeit gnadenlos gut aus. Von Skyboxen über weit entfernte Berge bis hin zum kleinsten Grashalm: Das Action-Adventure muss sich vor Grafik-Brettern wie Red Dead Redemption 2 oder Assassin's Creed Odyssey nicht verstecken. Das liegt unter anderem am durchdachten Belichtungs-Konzept von Naughty Dog. Um die naturbelassenen Schauplätze von Seattle authentischer zu machen, setzt das Studio aus Kalifornien zum Großteil auf indirektes Licht aus offenen Fenstern, spiegelnden Oberflächen und dergleichen. Und das gelingt auf spektakuläre Art und Weise, denn so fühlt sich die Postapokalypse noch verlassener, noch einsamer an.

In Sachen Grafik und Lichteffekte kitzelt The Last of Us 2 alles aus der PS4 heraus.

Auf der PS4 Pro läuft TLOU2 auf einer nativen Auflösung von 2560x1440 bei stabilen 30FPS. Framerate-Einbrüche konnten wir über die volle Spielzeit von 30 Stunden nicht beobachten. Eine Option für 60 Bilder pro Sekunde wie im Remaster des ersten Teils bietet Naughty Dog derzeit leider nicht an. Stattdessen ist davon auszugehen, dass bereits an einer Umsetzung für die PS5 von Sony gearbeitet wird, die nicht nur Ray-Tracing unterstützen könnte, sondern auch auf stabilen 60 FPS läuft. 

Allerdings geht die optische Qualität auf der PS4 mit einem Manko einher. Denn The Last of Us 2 verlangt selbst der PS4 Pro einiges ab und sorgt für eine deutlich erhöhte Lautstärke beim Spielen. Auf einer herkömmlichen PlayStation 4 ist dieser Effekt sogar noch stärker, sodass sich die Lüfter der Konsole vor allem bei älteren Geräten störend bemerkbar machen. Wer also ohne Headset zocken will, sollte sich diesem Umstand bewusst sein.

The Last of Us 2: Clicker und Gitarren – So gut klingt der Naughty Dog-Blockbuster

Glücklicherweise lässt sich die Geräuschkulisse der PS4 leicht mit Spielsound und Soundtrack übertönen. Beides gehört bei The Last of Us 2 zum Besten, was die Videospiel-Branche derzeit zu bieten hat. Auch wenn die deutsche Synchronisation für viele Fans als gewöhnungsbedürftig gilt, stimmt die Qualtität und Abmischung der deutschen Sprecher nahezu perfekt. Hinzu kommt die atmosphärische Geräuschkulisse, die in Einklang mit den dynamischen Animationen jede Bewegung von Ellie zu einem echten Erlebnis macht. Knackende Zweige, das drohende Grollen der neuen Shambler-Infizierten oder aber der Sound-Hinweis, das Ellie im Begriff ist, entdeckt zu werden: In Sachen Sound füllt The Last of Us 2 die großen Fußstapfen des Vorgängers ohne Probleme. 

Nicht zuletzt deshalb, weil auch Komponist Gustavo Santaolalla wieder mit von der Partie ist. Der gebürtige Argentinier zeichnet sich wieder für das Hauptthema veranwortlich und unterlegt die emotionalen Momente des Spiels mit Gitarrenklängen, die euch das Wasser in die Augen treiben. Fun Fact: Das ist besonders deshalb cool, weil ihr in The Last of Us 2 selbst zur Gitarre greifen könnt, indem ihr das Touchpad des PS4-Controllers nutzt. So spielt ihr als Ellie immer wieder kurze Songs an, die dann nahtlos in eine Cutscene übergleiten – zum Dahinschmelzen!

The Last of Us 2 im Test: Unser Fazit zum PS4-Meisterstück von Naughty Dog

The Last of Us 2 im Test: Unser Fazit zum Naughty Dog.Meisterstück.

Naughty Dog hat es wieder geschafft. Nachdem das Studio aus Kalifornien die PS3-Ära mit dem ersten Teil zu einem furiosen Abschluss brachte, setzt The Last of Us 2 noch einen drauf. Auch wenn Fans sich auf eine waschechte Fortsetzung der Ellie-Story freuen dürfen, ist Teil Zwei in vielen Punkten anders als sein Vorgänger. Neil Druckmann und sein Team haben die Geschichte bis in den letzten Twist durchchoreographiert und so ein Meisterwerk für die Ewigkeit geschaffen, das aus einer vermeintlich simplen Rachegeschichte ein emotionales Spiel der Perspektiven erschafft, in dem jede Figur von Bedeutung ist. 

Aus dem blutigen Coming of Age-Drama aus Teil Eins wird nun die verzweifelte Suche nach Sinn in einer dem Untergang geweihten Welt. In rund 30 Stunden beweist Naughty Dog unendlich viel Liebe zum Detail, auch wenn sich das Studio in Sachen Gameplay gleichzeitig zu viel und zu wenig vorgenommen hat. Zu wenig offene Spielpassagen und einmalig verpulverte Mechaniken treffen auf gelungene Ergänzungen im Stealth-Bereich und so bleibt The Last of Us 2 spielerisch so zwiegespalten wie die von Rache getriebene Ellie. Nichtsdestotrotz ist das Action-Adventure ein atmosphärisches und grafisches Brett, das wirkllich alles aus der PS4 herauskitzelt und der aktuellen Konsolengeneration so zu einem würdigen Abschied verhilft.

Pro

Con

+ Wendungsreiche, emotionale Geschichte

+ Viele Gameplay-Mechaniken nur spärlich genutzt

+ Großartig geschriebene Figuren

+ Fragwürdige Begleiter-KI in Stealth-Passagen

+ Offenere Spielwelt als beim Vorgänger

+ Hohe Ansprüche an PS4- und PS4 Pro-Lüfter

+ Solider Umfang

+ Beeindruckende Liebe zum Detail

+ Stabile Performance

+ Vielfältige Animationen dank Motion-Matching

+ Grandioser Soundtrack

Rubriklistenbild: © Sony

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