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Wir haben The Walking Dead VR: Saints and Sinners angespielt – Hier unser Ersteindruck.

Zombies hautnah erledigen

The Walking Dead VR: Saints and Sinners Vorschau – Ansteckend immersiv

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Jagen oder gejagt werden? Unsere Vorschau zeigt, dass Übermut in The Walking Dead VR Saints and Sinners schnell zum Ableben führt. Wir haben es angespielt

Die Virtuelle Realität konnte im Gaming-Bereich schon einige Erfolge feiern, auch wenn viele Titel sich bislang eher wie Demo-Versionen als vollwertige Erlebnisse spielten. Hochqualitative VR-Erfahrungen nehmen immer mehr zu, und auch das Jahr 2020 stellt hier keine Ausnahme dar. Mit Titeln wie Lone Echo II, Half Life: Alyx und Medal of Honor: Above and Beyond kommt noch einiges an Hochglanz-Titeln auf uns zu. Doch allen voran steht ein Game in den Startlöchern:The Walking Dead VR: Saints and Sinners. Wir konnten das Spiel schon vor Release anzocken und berichten in der Vorschau von unseren Eindrücken.

The Walking Dead VR: Saints and Sinnvers –Ein absolut rundes Spielerlebnis 

The Walking Dead in VR: Kann das funktionieren?

Wir hatten die Chance, in München eine ganz besondere Gelegenheit wahrzunehmen, denn die Jungs von Skydance Interactive sind aktuell auf Europa Tour und stellen deren neuesten Blockbuster-Titel vor: The Walking Dead VR Saints and Sinners. Und ein Blockbuster ist dieser Titel in der Tat, denn nicht nur wurde die Lizenz aus Marketing-Gründen erworben, auch kommt das Spielerlebnis sehr gewaltig, die Spielewelt umfangreich und das Feeling bedrückend stark daher. Aber worauf muss man sich bei dem Game gefasst machen? 

Gegen Zombies anzutreten ist nichts wirklich Neues. Dies allerdings in der virtuellen Realität aufzuziehen, und das, ohne einen Railshooter draus zu machen, das hat es in einer solchen Qualität noch nicht gegeben! An vielen Ecken merkt man die große Leidenschaft und den Sinn fürs Detail, den die Entwickler in das Spiel einfließen lassen haben. Nicht nur gibt es viele Untote abzumurksen, auch ist das eigene Leben in diesem Game weit zerbrechlicher als man zunächst denken mag. 

Zwischen Zombies und Menschen 

The Walking Dead VR basiert auf der gleichnamigen Comic-Serie und entführt uns in eine Welt, in der die Zombie-Apokalypse losgetreten wurde. Es gilt sich hier durch zahlreiche Level zu begeben, überlebensnotwendige Gegenstände zu finden, sich gegen Zombies und Menschen zu erwehren und natürlich am Leben zu bleiben. Richtig gehört, auch Menschen stellen eine gewisse Gefahr dar, wobei noch abzuwarten gilt, wie stark dies final der Fall sein wird. Wir sind auf einige Menschen gestoßen, die als Questgeber agierten oder ein Gebäude bewacht haben, in welches wir eindringen wollten. 

In The Walking Dead VR: Saints and Sinners geht es um weit mehr als nur Zombie-Gemetzel.

Spannend ist, dass dieNPCs auf unser eigenes Verhalten reagieren. Versuchen wir die Arme auszustrecken, um unser Gegenüber am Kopf zu berühren, folgt die Reaktion auf dem Fuße. Diese ist dabei stark abhängig vom Charakter. Manche zeigen sich eingeschüchtert, andere wiederum reagieren deutlich aggressiver. Auch Interaktionen sind mit den NPCs möglich. So kann man nicht nur Quests annehmen, sondern diesen auch Items überreichen, die sie vielleicht benötigen könnten. 

Die Zombies sind natürlich immer eines und zwar hungrig. Die smarteste Variante des Vorgehens ist, die Aufmerksamkeit dieser nicht auf sich zu lenken. Immerhin ist unsere Lebensenergie begrenzt und im Endeffekt stellen die Zombies immer ein Risiko dar. Während ein Biss uns nicht gleich tötet, so können Verletzungen uns im Laufe einer Mission schon das Leben schwer machen. Entsprechend kommt das Spiel auch mit einer leichten Stealth-Mechanik daher. Wir können uns an Zombies vorbeischleichen oder Objekte werfen; um diese mit Geräuschen abzulenken. Gleichermaßen ziehen Schüsse die Wiedergänger in Scharen an. 

Eine mächtige und hektische VR-Erfahrung 

Insgesamt verfügen wir über sechs Item-Slots, die wir mit unseren Controllern ansteuern können. An der linken Schulter ist unser Rucksack platziert, in dem wir Crafting-Materialien, Waffen, Verbände und andere Items lagern können. An der rechten Schulter können wir eine schwere Waffe, wie etwa einen Bogen oder eine Schrottflinte, platzieren. Kleine Waffen, zu denen Messer und Pistolen zählen, finden einen Platz an den beiden Hüftslots. Die Brusttaschen enthalten hingegen eine Taschenlampe und ein Notizbuch. Letzteres dient als Hilfe, um wichtige Informationen abzurufen und zu prüfen, was für Items wir beispielsweise finden müssen. 

Einschneidende Erfahrung: Etliche Gadgets machen den Nahkampf gegen die Untoten zu einem Fest.

Insbesondere der Nahkampf mit Messer oder bspw. zweihändiger Axt fühlt sich ausgesprochen gut an, allerdings benötigt man ausreichend Schwung. Nur mit genug Kraft kann das Innere des Schädels erreicht und der Zombie erledigt werden. Aber auch ein Enthaupten ist mit etwas Übung möglich. Solltet ihr mal verfehlen, so könnt ihr auch mit einer freien Hand den Gegner packen und festhalten bzw. wegstoßen. Aber Vorsicht: wir haben nur beschränkt Ausdauer. Ist diese verbraucht, erleiden wir sogar permanenten Schaden, der uns stark negativ beeinflusst. 

Auch die Schusswaffen liefern ein besonders spaßiges Spielgefühl, insbesondere wenn man bspw. eine Pump-Action-Shotgun im Anschlag hält. Gut ausgestattet fühlt man sich in The Walking Dead VR sehr schnell übermächtig, ist man doch in der Lage ganze Scharen von Zombies niederzumähen. Dumm nur, dass dies ein Trugschluss ist. Ist die geladene Munition in der Waffe am Ende, so muss diese Patrone für Patrone nachgeladen werden. Bei schnell herannähernden Zombies kann dies schnell zu panischer Hektik ausarten und oftmals zum Game Over. 

The Walking Dead VR: Langzeitspielspaß oder nur was für zwischendurch? 

Collectibles und Crafting-Materialen finden sich an jeder Ecke in The Walking Dead VR.

In The Walking Dead VR finden wir uns immer wieder in unserer kleinen Hubarea wieder, in der wir in einem kleinen Bus Missionen annehmen und außerhalb u.a. Crafting betreiben können, um neue Waffen herzustellen. Insgesamt wartet eine ganze Reihe von Arealen darauf, erkundet zu werden und jedes Level kann im Laufe des Spiels mehrfach besucht werden. Auf diese Weise können wir uns weiter ausrüsten und Collectables sammeln

Sammelobjekte gibt es so einige im Spiel versteckt, mit denen wir unseren Bus dekorieren können – wenig sinnvoll, macht aber ohne Frage Spaß! Doch Vorsicht: wer zu oft alte Level ansteuert, kommt vielleicht in Bedrängnis! Dennnach jedem Levelbesuch müssen wir eine Nacht schlafen und mit jeder Nacht erhöht sich der Schwierigkeitsgrad und weniger Loot lässt sich finden. Hier gilt es zu taktieren! 

Damit wir nicht ewig in einem Level verweilen, haben die Jungs von Skydance die Zombiehorden ins Leben gerufen. Nach einer gewissen Zeit beginnen Glocken zu läuten. Wann dies der Fall sein wird, können wir an unserer Armbanduhr ablesen. Dies ist deshalb wichtig, da nach dem Läuten Zombiehorden in die Level einfallen. Für eine gewisse Zeit ist es auch hier möglich zu überleben und mit etwas Geschick Quests abzuschließen. Unterschätzen sollte man die Massen an Untoten jedoch nicht, insbesondere wenn sie Witterung aufgenommen haben. 

Wie viel Abwechslung Saints and Sinners letztlich bietet, bleibt abzuwarten.

Mit 15 Spielstunden kommt The Walking Dead VR ziemlich umfangreich daher, und auch die unterschiedlichen Level, die zahlreichen Sammelobjekte und der einfach großartige Spielspaß beim Zombieschnetzeln können sehr gut unterhalten. Wie viel Abwechslung Skydance aber auch inhaltlich ins Spiel gebracht hat, gilt es noch abzuwarten. Aktuell sieht es allerdings so aus, als hätte man hier gute Arbeit geleistet, sodass Spieler auch langfristig die Hand an die Axt anlegen werden. 

Fazit: Unser Ersteindruck zu The Walking Dead VR: Saints and Sinners

Der Ersteindruck zu The Walking Dead VR: Saints and Sinners fällt durch die Bank positiv aus. Die Optik ist beeindruckend immersiv, das Gameplay intuitiv und die Möglichkeiten vorzugehen zahlreich. Lediglich braucht man etwas Zeit, bis man sich an all die verschiedenen Itemslots gewöhnt hat, was jedoch nur eine Frage der Übung ist. Das einzige wirkliche Manko scheint aktuell der Sound zu sein. Die musikalische Untermalung fällt offenbar etwas schwach aus. Diese hätte durchaus mehr emotionalen Druck auslösen und die Beklemmtheit der Welt verstärken können. Aber dies ist nur ein kleines Manko, denn The Walking Dead VR hat trotzdem gute Chancen, eines der besten VR-Games des Jahres zu werden! The Walking Dead VR erscheint am 23. Januar für Oculus Rift und Oculus Rift S.

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