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The Witcher 3 auf der Switch: Kann das funktionieren?

Hexer als Handheld

The Witcher 3 im Switch-Test: Das geniale Rollenspiel-Epos für unterwegs

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The Witcher 3 auf der Nintendo Switch: Die gesamte Geschichte von Geralt von Riva – ab sofort auch als Handheld. Wie gut das funktioniert, zeigt unser Test.

The Witcher 3: Wild Hunt wurde 2015 völlig zurecht mit sämtlichen Game of the Year Awards für das beste Spiel des Jahres und das beste Rollenspiel ausgezeichnet und geradezu überhäuft. Die traumhaft schöne Spielwelt, die tiefe Geschichte und die unverwechselbaren Charaktere sind nur ein Teil des Großen und Ganzen, was das Team von CD Projekt Red aus Polen da erschaffen hat. Und auch vier Jahre später zieht die Geschichte von Geralt von Riva mitsamt seinen zwei Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine noch Spieler in ihren Bann. 

Wildes Witchern für unterwegs

Schiff ahoi auf der Nintendo Switch

Dazu gesellen sich weitere 16 DLCs, die die Spielzeit zusätzlich erweitern und auf weit über 100 Stunden treiben, obwohl das auch ohne schon der Fall war. Dank Nintendo bekommen wir nun noch eine weitere Facette für das Spiel geboten: Das Rollenspiel-Epos für unterwegs dank der Handheld-Technik der Switch. Denn dafür erscheint The Witcher 3 in der Complete Edition mit allen bisherigen veröffentlichten Inhalten und ist damit ab sofort auf allen großen Plattformen spielbar.

In The Witcher 3 schlüpft ihr in die Rolle von Geralt von Riva, einem Hexer mit Katzenaugen, dem die Leute nur ungern vertrauen. Eure langjährige Freundin Yennefer von Vengerberg beordert euch zum neuen Kaiser im Lande Nilfgaard und dieser gibt euch den Auftrag, seine Tochter zu suchen und vor der Wilden Jagd (Wild Hunt) zu schützen. Und ihr kennt seine Tochter ganz genau, denn es ist euer ehemaliger Schützling Ciri, oder auch Cirilla, die über besondere magische Kräfte verfügt.

The Witcher 3: Wild Hunt – Die Switch-Version im technischen Vergleich

Technisch müssen Witcher-Fans Kompromisse machen.

Das Meisterwerk erscheint im vollen Umfang ohne etwaige Kürzungen bezüglich der Story oder anderer Inhalte wie Musik oder Synchronisation – So wie es sich für eine Complete Edition gehört. Der große Unterschied bei dem Port für die Switch ist einzig und allein die Auflösung. Da das Spiel auch für das kleine Display der Konsole angepasst wurde, ist diese mit 540p im Handheld-Modus und 720p auf herkömmlichen Bildschirmen nicht ganz so hochauflösend wie bei den anderen High-End-Plattformen. Dies macht sich gerade auf großen Fernsehern doch bemerkbar und lässt das Bild leicht schwammig aussehen. Außerdem gibt es ein paar Makel in der Performance zu beanstanden. Diese machen sich bemerkbar, wenn besonders viele Details schnell geladen werden sollen. 

Auflösung

Framerate

Dock

720p

30 FPS

Handheld

540p

30 FPS

Ps4/Xbox One

1080p

30FPS

In größeren Städten wie Novigrad oder beim Galoppieren auf eurem Pferd Plötze kann es schon mal zu kleinen Rucklern oder gar zu Pop-Ups von Texturen kommen. Aber auch die wirken sich unserer Meinung nach nicht negativ auf den Spielspaß oder die Atmosphäre aus. Denn nichtsdestotrotz wird die melancholische und zugleich belebte Atmosphäre von The Witcher 3 auch über die Grafik an den Spieler übertragen und bleibt dank dichter Vegetation und vielen Details auch auf dem Handheld atemberaubend. Denn die kleinen Lichteffekte beim Sonnenuntergang auf Geralts Rüstung sind trotzdem vorhanden und wissen zu verzaubern.

Noch so schön wie vor vier Jahren – nur weniger hochauflösend.

In der Retail-Fassung ergibt der gesamte Umfang deswegen auch satte 32 GB und der Download aus dem Nintendo eShop kann auch mal mehr als zwei Stunden dauern bei entsprechender Leitung. Trotz dieser Größe fallen die Ladezeiten während des Spielens recht zügig aus und lassen kein Meckern oder unliebsames Warten aufkommen. Dafür müssen PC-Spieler auf die gnadenlos flüssigen 60FPS ihrer Plattform verzichten, denn genau wie bei den anderen Konsolen-Portierungen kommt auch die Switch-Fassung nicht über die 30 Bilder pro Sekunde (FPS) hinaus.

Anpassungen an die besondere Konsole

Zwei kleine Anpassungen hat CD Projekt Red aber dann doch zusätzlich vorgenommen. Und zwar wurde die Menüführung an den kleineren Bildschirm der Switch angepasst, was sehr gut gelungen ist, und der Spieler kann die Empfindlichkeit der Sticks individuell in den Optionen einstellen. Letzteres ist besonders für den Gebrauch der Joycons in Verbindung mit einem externen Bildschirm sehr hilfreich. Die Entwickler zeigen hier ein gutes Beispiel dafür, dass Veränderungen nicht immer schlecht sind, auch wenn es sich nur um diese Art von Kleinigkeiten handelt.

Auch auf Nintendos Konsole macht Geralt eine gute Figur.

Das feierliche Gesamtpaket gibt es zum normalen Vollpreis im Einzelhandel zu erwerben. Das erscheint für ein vier Jahre altes Spiel im ersten Moment etwas viel. Wenn wir aber bedenken, dass diese Complete Edition die eingangs erwähnten DLCs und sogar beide Erweiterungen beinhaltet, ist dieser Preis gerechtfertigt und nicht zu hoch angesetzt. Bei fast unendlich erscheinendem Spielspaß ist ein kleiner Griff ins Portemonnaie oder Sparbuch beinahe selbstverständlich.

Fazit

Für uns ist es ein sehr gelungener Port auf die leistungsschwächere Switch, der dabei absolut keine Abstriche im Spielspaß macht und weiterhin die nachhaltige Tiefe des Epos wahrt. Auch optisch bietet das Spiel besonders im Handheld immer noch wunderschöne Momente, wenn auch nicht ganz so hochauflösend. Wer aber Wert auf absolut magische Grafik setzt, sollte vielleicht zu den Fassungen auf den anderen Plattformen greifen. Dafür kommt die Switch-Version direkt mit allen DLCs und den beiden Erweiterungen und bietet daher den vollen Umfang der Geschichte. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sich auch während einer ewig erscheinenden Zugfahrt oder im Stau in das Abenteuer von Geralt von Riva zu verlieren. Und davon haben wir doch schon alle geträumt, oder?

PROS

CONS

+ Keine abgespeckte Version in puncto Story, Musik, Synchonisation

- Maximale Auflösung: 720p

+ Beide Erweiterungen und alle DLCs an Bord

- Reduziert auf 30 FPS

+ Kurze Ladezeiten

- Kleine Performance-Probleme unter großer Last

+ Gelungener Handheld-Modus

+ Monsterjagd für unterwegs

Philipp Langheinrich

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