Ein schlichter Begleiter

Turtle Beach Recon 500 Headset im Test: Unauffällig gut

  • VonDaniel Meyer
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Ein unauffälliges Klangwunder zum starken Preis: Wie sich das Turtle Beach Recon 500 diese Lorbeeren sichert, erfahrt ihr in unserem Test zum Headset.

San Diego – Die Wahl geeigneter Gaming-Peripherie ist oft nicht einfach und manchmal sogar ein Glücksspiel. Qualitätsunterschiede können immens sein und das oft unabhängig von der Preisklasse. Mit dem neuen Recon 500 Headset aus dem Hause Turtle Beach, möchten wir heute ein etwas unauffälligeres Modell unter die Lupe nehmen.

Name des ProduktesTurtle Beach Recon 500
Release18. Juni 2021
HerstellerTurtle Beach
Preis74,94€
PlattformenPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X, PC, Nintendo Switch
Maße20 x 10,1 x 23,7 cm
Gewicht350 Gramm

Turtle Beach Recon 500 im Test: Design, Verarbeitung und Besonderheiten

Wenn die vergangenen Jahre eines gezeigt haben, dann dass Turtle Beach ein zuverlässiger Hersteller für hochwertige Peripherie ist. Ausreißer nach unten sind selten und so ist das Risiko, etwas mit einem Turtle Beach Headset falsch zu machen, zwar gering, doch natürlich gilt es trotzdem einen näheren Blick auf die verschiedenen Eigenheiten wie Komfort, Schalldämmung, Soundqualität und allgemeine Performance zu werfen.

Der Look des Turtle Beach Recon 500 ist vergleichsweise schlicht.

Mit einem Preis von 79,99 Euro gliedert sich das Turtle Beach Recon 500 Headset in der unteren Preisklasse ein und kommt dennoch mit einem dezenten aber dennoch hochkarätig anmutenden Design daher. Auf den ersten Blick lässt sich der Preis weder an der Verpackung noch am Gerät selbst erkennen, welches in sehr robust anmutender Form auftritt.

Das primär aus verschiedenen Kunststoffen hergestellte Headset wird zudem mit einem Metallbügel angenehm an die Ohren gepresst, wodurch zusätzliche Schalldämmung ermöglicht wird. Dabei werden dank der atmungsaktiven und weichen Ohrpolster keine allzu großen Hitzezonen erzeugt, noch sitzt das Headset unangenehm auf. Auch das Eigengewicht von nur 350 Gramm sorgt dafür, dass auch längere Gaming-Sessions ohne Probleme durchgeführt werden können.

Turtle Beach Recon 500: Unauffällig aber gut

Funktional kommt das Turtle Beach Recon 500 Headset sehr schlicht daher. Nutzer:innen werden nicht durch zahllose Buttons überfordert, wie es bei manchen Headsets heute der Fall ist, bei denen man sich haptisch auf einen Blindflug begibt und zahllose Buttons und Rädchen abtastet. Neben einem Lautstärke-Regler kommt das Recon 500 nur mit einem zusätzlichen großen Stummschalter daher, welcher an der linken Hörmuschel zu finden ist. Das recht starre, aber doch individuell biegbare Mikro lässt sich zudem nach Bedarf vom Gerät abstöpseln.

Eine technische Besonderheit ist zudem die Entscheidung, einen 3,5 mm Klinkenstecker zu verwenden. Die Entscheidung dafür ist nicht verwunderlich, insbesondere da das Headset neben PlayStation 4, PS5 sowie der Xbox One und Xbox Series S/X auch für die Nintendo Switch entwickelt wurde. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Headset durch den Klinkenstecker auch perfekt für zahlreiche weitere Geräte wie MP3-Player genutzt werden kann. Zwar kann das Headset auch am PC verwendet werden, wenn man den Klinkenstecker an den Soundausgang anschließt, doch die Verwendung des Mikros fällt hier leider flach.

Die Anschlüsse des Turtle Beach Recon 500.

Eine Möglichkeit, das volle Potential dennoch zu nutzen, wäre die Kombination mit bspw. dem Turtle Beach Recon Controller oder die Verwendung eines PC-Splitterkabels. Jedoch treten an der ein oder anderen Stelle kleinere Hindernisse in der Hardwareerkennung auf, denn in Verbindung mit dem genannten Controllers kam es im Verlauf des Tests leider zu Problemen. Da das Headset allerdings auch nicht für den PC entwickelt wurde, ist dies weniger tragisch.

Turtle Beach Recon 500 im Test: Soundklang und Mikro-Performance

Das abnehmbare Mikrofon bietet direkte Geräuschunterdrückung dank TruSpeak, sodass Teammitglieder beim Zocken nur wenig bis nichts von Umgebungsgeräuschen mitbekommen. Dabei ist das Headset selbst gut geeignet, um eine klare und ordentliche Kommunikation im Team-Chat zu gewährleisten, jedoch sollte sich das Einsatzgebiet darauf beschränken. Den Anforderungen für Streaming, bspw. über Twitch, kommt das Gerät nicht nach, aber dafür gibt es auch entsprechend hochqualitative Mikrofone, die die erste Wahl in diesem Segment sein sollten.

Im Turtle Beach Recon 500 schlummern satte 60 mm Audiotreiber.

Dank der 60 mm Dual-Treiber werden hohe und niedrige Frequenzen getrennt, die somit einen detailreicheren Klang erzeugen sollen. Tatsächlich ist das Klangbild insbesondere durch eine klare und detailreiche Wiedergabe geprägt, bei dem insbesondere die Höhen positiv hervorstechen. Gleichzeitig lässt der Bass ein wenig zu wünschen übrig, was aber je nach Präferenz als ebenso positiv gesehen werden kann. Ganzheitlich liefert das Recon 500 Headset einen sauberen und ordentlichen Klang, insbesondere in dieser Preisklasse.

Turtle Beach Recon 500 im Test: Fazit zum unauffälligen Klangwunder

Turtle Beach Recon 500: Schlicht aber kraftvoll

Das Turtle Beach Recon 500 Headset bietet für seine 80 Euro eine sehr solide Leistung, die nicht allzu viele Wünsche offen lässt. Ein bequemer Sitz, ein simples aber ordentliches Design und ein ganzheitlicher sowie präziser Klang liefern ein absolut rundes Produkt ab, welches aber auch in keinem Bereich allzu sehr hervorsticht. Insbesondere die schnelle Plug-&-Play-Erfahrung ist positiv anzuerkennen und ebenso sticht man mit dem Gerät in der Öffentlichkeit nicht allzu sehr heraus, da die Optik sehr dezent gehalten ist. Gerade in dieser Preisklasse liefert Turtle Beach wieder eine gewohnt ordentliche Leistung ab, bei der man als Käufer nicht sonderlich enttäuscht werden wird.

ProCon
+ Niedriger Preis bei guter Qualität– Kabelgebunden
+ Sehr gute Klangqualität– Keine herausstechenden Merkmale
+ Support für PlayStation, Xbox und Switch
+ Solider und präziser Sound
+ Angenehmer Sitz
+ Guter Schallschutz

Rubriklistenbild: © Turtle Beach

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