Vorschau: Dark Souls 2

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Ein Spiel wie ein grausamer Fieberwahn - mentale Folter auf ganzer Linie und doch ist Dark Souls eines der besten Spiele der letzten Jahre. Entweder wird es abgrundtief gehasst, oder in höchsten Tönen in den Olymp der Videospiele gepriesen. Da es nur noch wenige Wochen bis zur Veröffentlichung von Dark Souls 2 sind, hat Namco Bandai kürzlich zu einem Hands-On geladen, und wir sind natürlich dem Ruf gefolgt. Welchen Eindruck die ersten Stunden des Nachfolgers bei uns hinterlassen haben, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Keine leeren Worte

Ich muss schon zugeben: Ich war tierisch aufgeregt, als ich endlich den Controller in die Hand nehmen durfte. Umso schöner war es den Start-Knopf zu drücken und das Abenteuer zu beginnen. Sofort schaffte es das cineastische Intro mich zu fesseln, in seinen Bann zu ziehen. Und um eines vorweg zu nehmen: Es ließ mich bis zum Schluss der Spiele-Session nicht mehr los. Nachdem ich als Hollow, oder Hülle in unserer Sprache, endlich die Kontrolle übernehmen konnte, ging ich vorsichtigen Schrittes voran. Ein düsterer Wald empfing mich in seinem Schoß und wies mir den Weg zu einer einsamen Hütte. Ich wurde von einer Reihe greiser Damen begrüßt, und über mein Schicksal als Hülle aufgeklärt.

Nach einiger Zeit fiel mir mein Name wieder ein, und auch mein Erscheinungsbild konnte ich mir in Erinnerung rufen. Ich ging durch die nächste Tür, nachdem die verhüllten Damen einen letzten Gruß für mich übrig hatten. Das dicke Unterholz des Waldes stellte eine erste Prüfung dar, und die galt es zu bewältigen. Der Schild zu meiner Linken, Schwert in meiner Rechten. Meine Atmung verlangsamte beim Gedanken an die Aufgabe die es zu meistern galt. Doch jeden Zweifel zum trotz fielen die Untoten Krieger einer nach dem anderen, und so stand ich vor dem ersten Boss. Eine graue fast nicht definierbare Masse versperrte meinen Weg. Ich nahm allen Mut zusammen und ergriff die Initiative. Meine Hiebe richteten nicht viel Schaden an, und doch hatte ich das Ziel klar vor Augen.

Dann geschah es plötzlich, ein unachtsamer Augenblick, und keine zwei, drei Sekunden später war ich in seinem Maul verschwunden. Ich fand mich am Lagerfeuer wieder, an dem ich zuvor gerastet hatte. Ich war Tod. Gestorben. Verflucht dazu als Toter auf der Suche nach menschlichen Seelen. Verdammt für die Ewigkeit durch Drangleic zu streifen. Das ist der Kern des Spiels. Das ist die Welt von Dark Souls 2.

Endlich zu Hause

Es ist schlichtweg die logische Fortsetzung eines Spiels, das keinen Fehler verzeiht. Ihr seid selbst schuld - immer. Das Spiel gibt einem in jeder Situation die vollständige Kontrolle über sich und seine Umgebung. Die neue Grafik-Engine ermöglicht ein flüssigeres Gameplay, und das überarbeitete Interface ist äußerst Nutzerfreundlich. Jeder Freund von Dark Souls und Demon’s Souls wird sich hier zu Hause fühlen. Die neuen Gegner fügen sich makellos in die Umgebung ein, und selbst kleinste Gegner können euch das Leben, oder Untoten-Dasein, zur Hölle machen. Das Gegnerdesign ist wie schon in den Vorgängern genial – Es gibt immer etwas zu bestaunen. Hässlichkeit kann so schön sein.

In den ersten Stunden des Hands-On war an jeder Ecke die Liebe der Entwickler in jedes noch so kleine Detail zu sehen, zu fühlen. Abzuwarten bleibt, wie sich die neuen Bündnisse in die Spielwelt einbringen. Hier wurden einige gravierende Änderungen vorgenommen, die für Überraschungen sorgen könnten. Doch zum aktuellen Zeitpunkt war es uns verwehrt dies auszutesten. Diejenigen unter euch, die Demon’s Souls schon genossen haben, werden in Dark Souls 2 eine freudige Überraschung erleben: Das Base-Hub ist wieder da. Zwar hat es der Nexus nicht ins Spiel geschafft, doch gibt es nun einen Ort, der als Basis fungiert. Hier findet ihr Händler und allerlei andere Charaktere, die mit euch interagieren können.

So levelt ihr wieder bei einem NPC auf, und nicht wie in Dark Souls am Leuchtfeuer. Das Leuchtfeuer ist trotzdem immer noch der sichere Hafen in der Not, und dient auch als Ort der Wiederbelebung, wenn Gevatter Tod seine Sense um euren Hals gelegt hat. Wir sind jedenfalls sehr gespannt, was uns in der kompletten Version des Spiels für Herausforderungen gestellt werden. Die ersten paar Stunden machten einen sehr vielversprechenden Eindruck. From Software scheint wirklich auf das Feedback der Fans gehört zu haben, und ist sich dabei treu geblieben.

Der Schwierigkeitsgrad hat gefühlt einen Zacken zugelegt, wider der Angst es könnte leichter werden. Ihr werdet leiden, ich habe gelitten und werde mit euch weiter leiden. Die letzten Wochen bis Dark Souls 2 werden ein zähes Ringen mit der Geduld. Doch ich stehe sie durch, so wie ihr auch.

Pros

Cons

Fazit

Ich will mehr! Die Wartezeit bis zum Release wird eine wahre Geduldsprobe. Und doch wird sie sich lohnen, da bin ich mir hundertprozentig sicher! Die ersten Stunden fesseln einen so sehr an die Konsole, du möchtest gar nichts anderes mehr machen. Die Umwelt wird unwichtig im Angesicht dieses Giganten. Es bedarf gar nicht vieler Worte um zu versichern, dass Dark Souls 2 eines der Spiele ist, auf das die "Last-Gen" gewartet hat. Ein letztes großes Aufbäumen, bevor unsere PlayStation 3 und Xbox 360 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Dark Souls 2 dieser Aufgabe mehr als Gerecht wird.

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