Vorschau: Dragon's Dogma Dark Arisen

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"An einem anderen Ort, in einem anderen Leben, beschreitet ein anderes Menschenkind euren Pfad..."

So beginnt euer Abenteuer in Dragon's Dogma Dark Arisen, das erste Open-World-Rollenspiel im westlichen Stil von Capcom. 2012 erschien das Spiel Dragon's Dogma für Xbox 360 und PlayStation 3. Das Jahr darauf erschien dann auch die Erweiterung Dark Arisen. Jetzt will Capcom auch PC-Nutzern den Zutritt gewähren und plant für Januar 2016 den Release von Dragon's Dogma Dark Arisen für den PC. Wir durften uns vorab schon einmal auf den Weg machen und uns als Erwachter, dem ortsüblichen Helden, die Welt von Dragon's Dogma Dark Arisen anschauen.

Das Leben hätte so schön ruhig sein können

Es ist ein ruhiger Tag in einem ruhigen Dorf. Das rege Treiben im Dorf zeugt von einem angenehmen Leben. Während die Leute ihr Leben dort genießen, erscheinen nicht allzu weit vom Dorf entfernt ein paar ungebetene Touristen aus dem Nichts. Aus einem Strudel in der Luft flattern ein paar agile Harpien, welche von einem süßen, großen, um nicht zu sagen gigantischen Drachen begleitet werden. Dieser ungehobelte Kerl bedient sich auch noch seiner Mitreisenden als Nahrungsquelle. Und als ob das nicht unverschämt genug wäre, flattert er geradewegs zum Dorf und randaliert dort völlig grundlos.

Natürlich lässt sich das nicht jeder gefallen und so tritt unter anderem unser Held dem Drachen in den Weg. In panischen, erfolglosen Anläufen versucht man sich, dieses ungehobelten Gastes zu entledigen. Doch statt dass er einfach geht, klaut er einem vorher auch noch kurzer Hand das Herz. Und schon haben wir den Salat. Da will man nur ein ruhiges Dorfleben genießen und plötzlich kommt so ein Mistkerl von einem Drachen vorbei und lässt uns, unseres Herzens beraubt, zurück. Der Held muss sich also auf die Reise begeben, um genau dieses wiederzuholen. Und obwohl uns alle weiß machen wollen, dass wir der Erwachte wären, haben wir insgeheim so den Verdacht, dass wir eigentlich einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren. All das Gejammere bringt uns aber natürlich nicht weiter und so machen wir uns auf die Reise, unser so lieb gewonnenes Herz wieder zurückzuholen und dem Drachen mal ordentliche Manieren beizubringen.

Von unglaublichen Quests und unmöglichen Vasallen

Kaum entpuppen wir uns als der Erwachte, haben ganz plötzlich alle möglichen Leute irgendwelche Probleme, mit denen sie nur, aber auch wirklich nur zum neu gekrönten "Helden" kommen können. Als pflichtbewusster Held nehmen wir natürlich jede dieser Aufgaben an. Weil jeder Held auch ein paar Helferchen braucht, kann man sich noch mit bis zu drei Vasallen aus einer anderen Dimension eindecken, die einem auf Schritt und Tritt folgen. Hoffentlich haben diese mehr Manieren als der Drache. Nun, sie wirken jedenfalls recht freundlich, vielleicht etwas zu freundlich. Sie haben doch glatt die Angewohnheit einem am laufenden Band vollzusülzen.

Nichts, aber auch gar nichts bleibt unkommentiert in dieser Welt und ihren Text haben sie nach Sekunden wohl wieder vergessen. Denn jedes Mal, wenn man einem Ort vorbeikommt oder etwas passiert, kommt wieder einer der Vasallen auf die glorreiche Idee, genau den gleichen Text von sich zu geben, der uns schon beim ersten Mal nicht interessiert hat. Es ist ja lieb gemeint, dass man auf Gegner hinweisen möchte, aber irgendwann haben wir die unübersehbare Horde vor uns dann auch entdeckt.

Nachdem wir alles im ersten Dorf erledigt und jede Quest angenommen haben, ist die Reise zum nächsten Platz nicht allzu weit. Dort finden wir eine kleinen Vorposten, der umgeben ist von einem Wall, der das Dorf vor Gegnern und anderen Gefahren schützen soll. Vielleicht hätte man den Leuten beim Bau vor Augen führen sollen, dass der schmale Landstreifen neben dem Wall nicht nur von den eigenen Leuten benutzt werden kann. Aber zurück zum eigentlichen Thema. In diesem kleinen Vorposten angekommen, wird man erstmal begrüßt und hört direkt von draußen jemanden anklopfen, der sich benimmt wie die Axt im Walde. Also gehen wir kurzer Hand vor das Tor, um uns der Sache anzunehmen. Da beschwert sich doch tatsächlich ein Zyklop, dass sein Zimmer zu klein sei und das man ihn wegen exzessiven Alkoholkonsums vor die Tür gesetzt habe.

Nachdem wir ihm ein paar Manieren eingetrichtert haben, wenden wir uns wieder den Leuten im Vorposten zu. Diese gewähren uns etwas Training und man erfährt etwas über die Handhabung und Aufgaben der Vasallen. Hat man sich das verinnerlicht, kann man auf zwei Wegen hier rasten. Einmal bietet der Verwalter im Zelt die Möglichkeit an, für 300 Gold hier zu nächtigen. Aber auch eine Offizierin macht uns das Angebot zu rasten und dafür müssen wir nicht einmal was zahlen.

Wenn das mal kein verlockendes Angebot ist, denkt sich der frische Held. Aber kaum nehmen wir das Angebot an, kommt das nächste Problem auch schon lautstark um die Ecke. Wieder ist es jemand ohne Manieren. Ohne Anzuklopfen rauscht auch schon eine Hydra in den Vorposten und will uns ans Leder. Stocksauer darüber, dass sich hier niemand ordentlich benehmen kann, schnappen wir unser Schwert und schlagen nach einem wilden Kampf der Hydra einen ihrer Köpfe ab. Überrascht über den plötzlichen Verlust sucht die Hydra das Weite und wir werden als Held gefeiert und ins Schloss eingeladen. Auf dem Weg dorthin und im Schloss warten viele weitere Aufgaben auf uns.

Hinter den Kulissen

Der Anfang des Spiels ist leider etwas zäh und man braucht ein wenig Zeit, um sich zurechtzufinden. Die Ziele der meisten Aufgaben muss man ewig suchen, wenn man nicht gerade einen Vasallen erwischt hat, der diese Quest schon gemacht hat. Die Questbeschreibungen sind sehr knapp gehalten, sodass man oft etwas hilflos dasteht. Entweder wechselt man solange die Vasallen, bis man den passenden hat oder man begibt sich auf eine lange Erkundungstour über die Welt.

Dabei kann es passieren, dass man bei Nacht den Weg trotz der Wolf- und Untoten-Horden erfolgreich meistert, am Tag aber vor der nahezu unlösbaren Aufgabe einer Gruppe von Banditen steht. Das Spiel bedient sich dabei sehr dem "Try and Error"-Verfahren, da man keinen Anhaltspunkt hat, wann man welches Gebiet und welche Gegner schafft. Dies kann sehr interessant, aber auch sehr nervig werden. Wenn z. B. wieder mal ein Bandit meint, den Helden mit einem Sprungangriff zu One-Shotten und wir am besten schon seit einer ganze Weile nicht mehr gespeichert haben.

Stärker werden wir in erster Linie durch unser Equipment, dass man bis zu drei Mal mit diversen Materialien und etwas Gold verbessern kann. Dazu kommen Stats, die man beim Level Up erhält und die von der jeweiligen Klasse abhängen.

Pros

Cons

Fazit

Dragon's Dogma ist durchaus ein gelungenes Spiel, auch wenn es an manchen Stellen etwas frustriert oder den Spieler in den Wahnsinn treibt. Ich finde es schön, wenn man Sachen entdecken muss und nicht immer gleich alles von Anfang an weiß. Doch kleinere Hinweise, wo man besser noch nicht hingehen sollte, wären manchmal wünschenswert. Nachdem man sich durch den etwas zähen Anfang gekämpft hat, geht das Spiel zum Glück recht flüssig von statten. Das Spiel ist es durch aus wert, wenigstens angespielt zu werden. Mal schauen, ob die Entwickler bis zum Release noch ein wenig an den Feinheiten oder der Grafik schrauben.

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