Vorschau: Final Fantasy XIV Online – Stormblood

  • Christian Böttcher
    vonChristian Böttcher
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Schmeißt das Aethernet an – die Reise geht weiter. Vier Jahre nach dem erfolgreichen Relaunch des in die Kritik geratenen Final Fantasy-MMOs unter dem Titel A Realm Reborn bringt Square Enix wieder jede Menge Leben in die riesige Fantasy-Welt. Auf die erste Erweiterung Heavensward folgt nun der zweite Streich: Stormblood. Wir haben unseren Chocobo gesattelt und konnten einige exklusive Einblicke in das Spiel gewinnen, bevor sich am 20. Juni die Pforten zu allerlei neuen Gebieten und Features öffnen. Was genau euch erwartet, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Alle Spielinhalte, die wir hier beschreiben, sind noch in der Entwicklung und können jederzeit Veränderungen unterzogen werden.

Eine Welt zum Verlieben

Nachdem ihr als Krieger des Lichts den tausend Jahre anhaltenden Konflikt auf der Landmasse Eorzeas beilegen konntet, steht nun die nächste Herausforderung vor der Tür. Das Garleische Imperium hat sich vor zwanzig Jahren der riesigen Festungsstadt Ala Migho bemächtigt und es liegt nun an euch und euren Gefährten, tief in den Osten zu reisen, um die Bewohner der Metropole von den Ketten ihrer Herrscher zu befreien.

Final Fantasy XIV: Stormblood wird mit etlichen neuen Gebieten an den Start gehen. Neben der enormen Festungsstadt Ala Migho, die ihr zurückzuerobern sucht, werdet ihr auf euren Reisen die asiatisch angehauchte Hafenstadt Kugane besuchen, die als Handelsposten für die umliegenden Gebiete dient und gleichzeitig einige zwielichtige Gestalten anzieht.

Kugane liegt am Rand der Rubinsee, die wir ausgiebig bereisen und bestaunen konnten. Hierbei handelt es sich um ein Binnenmeer, das mit seinen vielen überwucherten Inseln und zerklüfteten Felsplateaus dazu einlädt, auch mal das Flugmount oder die Taucherbrille rauszuholen. Auf euch warten Piraten, Schildkröten und jede Menge andere Meeresbewohner, die euch mit Quests versorgen oder einfach nur mit der groben Kelle über den Jordan befördert werden möchten.

Wer es klassisch fernöstlich mag, wird an der garleischen Provinz Yanxia seine helle Freude haben. In der Hauptstadt des von steinernen Monolithen durchzogenen Gebietes haben sich erfahrene Ninja-Krieger und Samurai niedergelassen und versuchen trotz der tyrannischen Statthalterin, die den Stadtstaat Domo unterjocht, den Frieden zu bewahren.

Verlasst ihr die Großstädte und Handelsmetropolen werdet ihr euch entweder inmitten einer riesigen Wüste, der Azim-Steppe wiederfinden, die von zahlreichen Nomadenstämmen bevölkert wird oder aber auf den höchsten Gipfeln, die die neue Welt zu bieten hat: Gyr Abania. Hier, am Rande von Ala Mhigo, hat sich das Imperium niedergelassen und huldigt an den steilen Berghängen dem Kriegsgott Rhalgr. Auch diese Zone ist liebevoll gestaltet und bringt euch nach dem Urlaubs-Abenteuer in der Rubinsee wieder zurück in die düsteren Teile von FFXIV.

Spielerische Freiheit hoch - Komplexität runter

Wie es sich für eine anständige Erweiterung für ein MMO gehört, hat auch das zweite Addon von Final Fantasy XIV neue Klassen mit im Gepäck. In Zukunft werdet ihr mit dem Samurai zerstörerische Combos auf eure Gegner prasseln lassen oder aber mit dem Rotmagier die Elemente manipulieren, um das Imperium zu Asche zerfallen zu lassen. Stormblood bringt allerdings nicht nur Neues, sondern widmet sich auch den alten Spielinhalten. Die Überarbeitung des Klassensystems sorgt für mehr taktische Tiefe und soll gleichzeitig einiges an Komplexität aus dem MMO nehmen.

Neue Anzeigen und optische Hinweise für Cooldowns sollen den Blick von der Hotbar nehmen und stattdessen dafür sorgen, dass ihr zu jeder Zeit das Kampfgeschehen im Blick habt. Hinzu kommen die brandneuen Job Gauges, dank derer jede Klasse ihre ganz individuelle Anzeige für Ressourcen bekommt. Diese UI-Elemente waren bitter nötig und lassen die winzigen Buff-Icons am oberen linken Bildschirmrand der Vergangenheit angehören.

Auch die Job-Aktionen wurden gründlich durcheinandergewirbelt. Viele selten genutzte Fähigkeiten wurden wegrationalisiert und durch ein System ersetzt, das euch mehr spielerische Freiheit liefern soll. In Stormblood besitzt jede spezifische Rolle (DPS, Heal, Tank) ein festes Arsenal an Zusatzfähigkeiten, die das eigene "Loadout" verfeinern. Musste man bisher einen Gladiator auf Level 22 gespielt haben, um den dringend notwendigen Taunt-Skill Provoke zu erlernen, verfügt nun jeder Tank über das gleiche Set an Job-Aktionen, egal in welcher Tank Rolle gespielt wird. Ihr wählt fünf Skills aus und könnt diese außerhalb des Kampfes wechseln.

Wir fassen zusammen: Überladene Strukturen werden hochkant aus dem Spiel geschmissen, Verfeinerungen im Klassensystem, verbessertes Feedback und Usability finden Einzug in FFXIV – wir finden's klasse.

Samurai und Rotmagier sorgen für Double Trouble

Samurai

Passend zum fernöstlich angehauchten Setting findet in Stormblood der Samurai seinen Weg in das MMO. Ursprünglich als Hüter des Friedens eingesetzt, haben sich die meisten Samurai ihrem unerbittlichen Training verschrieben und lassen die großen Kriege nur unbeteiligt an sich vorbeiziehen. Doch der Kampf gegen das tyrannische Imperium fordert jeden Mann.

Der Samurai ist ein klassischer Nahkämpfer, der sich in den Reihen der DPS-Rolle einordnet. Anders als bisherige Jobs wird der Samurai keine Basis-Klasse besitzen und startet seine Reise somit auf Level 50. Wer zum Addon direkt mit einer der neuen Klassen an den Start gehen will, muss jedoch vorher einen gewissen Fortschritt in der Szenario-Questreihe abgeschlossen haben.

Die Fähigkeiten des Samurai

Um maximalen Schaden zu verursachen bedient er sich zweierlei Ressourcen. Die Basis-Fähigkeiten des Schwermeisters erzeugen das sogenannte Kenki, welches ihr für klassische Single-Target-Skills oder massive AE-Attacken benutzen könnt.

Viel wichtiger für die Rotation des Samurai sind aber die drei Sen-Ressourcen, die ihr mithilfe von Combos aktiviert. Die Icons mit den klangvollen Namen Getsu, Ka und Setsu sorgen für die nötige taktische Tiefe und können situationsabhängig eingesetzt werden. Braucht ihr Flächenschaden, könnt ihr schon zwei von drei Sen ausgeben, um eine todbringende Nova zu erzeugen oder aber ihr wartet auf alle drei Ressourcen, um massiven Schaden auf ein Einzelziel zu verursachen.

Hinzu kommen zahlreiche Movement-Skills, mit denen der Samurai kurzzeitig aus der Gefahrenzone springen kann, um anschließend mit einem gekonnten Dash seinen Weg zurück ins Kampfgetümmel findet.

Rotmagier

Als die große Flut kam und drohte, die Heimat der Weißmagier und Schwarzmagier mit sich zu reißen, beschlossen die Würdenträger der Erzfeinde, sich miteinander zu verbünden und einen Hybriden zu erschaffen, der das Beste aus beiden Welten mit sich bringt: Den Rotmagier.

Der Rotmagier erweitert die Magier-Zunft um einen weiteren Ranged-Damage-Dealer. Anders als allerdings sein schwarzes Pendant hat der Rotmagier so einige Tricks im Gepäck, die ihn zu einem etwas anderen Zauberer machen. Neben dem klassischen Stab verfügt er nämlich auch noch über einen magischen Rapier, mit dem er auch im Nahkampf für Verwüstung sorgt.

Die Fähigkeiten des Rotmagiers

Auch der zaubrische Zeitgenosse verfügt über seine eigene Job Gauge, die jedoch etwas anders funktioniert als die des Samurai. Das Zauberwort (no pun intended) beim Rotmagier heißt Balance.

Die Basis-Fähigkeiten lassen sich entweder dunkler oder heller Magie zuordnen und erzeugen weißes bzw. schwarzes Mana. Während sich die beiden Balken der Gauge füllen, ist es für euch wichtig, sie immer im Gleichgewicht zu halten, damit bestimmte Skills deutlich mehr Schaden machen. Habt ihr beide Balken gefüllt, könnt ihr euch in den Nahkampf wagen und eine Combo vom Stapel lassen, die sich gewaschen hat.

Überrascht hat uns vor allem die Tatsache, dass der Rotmagier über ein mannigfaltiges Arsenal an Movement-Skills verfügt und somit sogar den Samurai in puncto Schnelligkeit in den Schatten stellt. Mit dem Rotmagier könnt ihr euch innerhalb von Sekundenbruchteilen aus und wieder zurück in den Kampf katapultieren, was den Job für uns zu einem absoluten Must-Play macht.

Weitere Features von Final Fantasy XIV: Stormblood

Pros

Cons

Fazit

Final Fantasy XIV: Stormblood ist eine Erweiterung des erfolgreichen MMOs mit klassischer Formel. Was wir bekommen: Jede Menge neuen Content in Form zweier Klassen, die mit dynamischen Spielweisen an den Start gehen, ein Unterwasser-Feature, das so schön noch in keinem MMO aussah und neue Gebiete, welche uns in fernöstliche Gefilde entführen. Was wir geben: Jede Menge Spielzeit, in der wir uns sukzessive in Richtung Levelcap aufmachen, das Garleische Imperium versuchen zu stürzen und die zahlreichen überarbeiteten Funktionen genießen. Stormblood ist ein Pflichtkauf für alle, die das MMO ohnehin schon spielen und ein passender Einstieg für alle, die nach einem neuen Zeitvertreib suchen.

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