Vorschau: Lightning Returns - Final Fantasy XIII

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Square Enix, die Erschaffer so vieler bekannter Rollenspiel-Helden, schicken Lightning auf ihr abschließendes Abenteuer, das für einen Paukenschlag sorgen soll - Das Ende der Final Fantasy XIII-Saga. Wir hatten die Gelegenheit den finalen Build von Lightning Returns - Final Fantasy XIII ausgiebig spielen zu dürfen. Einen Monat vor Veröffentlichung zeigte uns Lightning, was sie die letzten zwei Jahre getrieben hat. Eine Sache konnten wir auf alle Fälle feststellen: Sie hat ihren Kleiderschrank gehörig aufgestockt!

Ein göttlicher Blitz gegen die Zeit

Lightning ist wieder da. Doch es hat sich viel getan in der Welt - Es ist viel Zeit vergangen und die Welt ist nicht mehr dieselbe. Die Welt ist dem Ende nahe, der Untergang scheint unausweichlich. Ausgelöst durch die Ereignisse in Final Fantasy XIII-2 verschmolzen vor vielen Jahrhunderten Grand Pulse und Valhalla zu Nova Chrysalia. Das Chaos hat um sich gegriffen und so die Zeit der Menschen zum Stillstand gebracht - Sie altern nicht mehr. Getrieben von der Angst was kommen wird, bildeten die Menschen in der Hauptstadt Luxerion eine große, fast fanatische, Religionsgemeinschaft.

Lightning hat den göttlichen Auftrag die Menschen zu retten, und das im Kampf gegen die Zeit. Zur Rettung der Menschheit vor dem Untergang bleiben ihr nur 13 Tage. Knapp bemessen, wenn es darum geht, tausende von Seelen vor den sicheren Tod zu bewahren. Doch ein Glück ist Lightning nicht allein mit der Aufgabe, denn für ihren göttlichen Auftrag hat sie die Unterstützung eines alten Bekannten bekommen. Hope ist wieder mit von der Partie, und wird Lightning vor allem mit jeder Menge Rat zur Seite stehen. Doch auch ein Wiedersehen mit anderen vertrauten Gesichtern ist in diesem Abenteuer garantiert.

Was ziehe ich heute an?

Eine der größten Änderungen ist am Kampfsystem vorgenommen worden. Zum ersten Mal ist man in einem Final Fantasy das ganze Spiel komplett auf sich allein gestellt. Niemand wird deiner Gruppe beitreten und dich im Kampf unterstützen. Es ist jedoch immer noch das altbewährte ATB-System, welches hier seine Verwendung findet. Es wurde allerdings so umstrukturiert, dass eine gewisse Dynamik beim Spielen von nur einer Person vorhanden ist.

Lightning ist jetzt in der Lage zwischen mehreren Outfits im Kampf wechseln zu können. Diese dienen als Paradigmen-Ersatz, die in den beiden Vorgängern das Kampfsystem geprägt haben. Jedes Outfit besteht aus einem individuell zusammengestellten Rüstungssatz samt Fähigkeiten. Hier sind einem alle Freiheiten gelassen, sofern man genug Zauber, Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände sein Eigen nennen kann. Doch sollte man schon mit Plan vorgehen, und nicht blindlings Ausrüstung und Zauber in ein Set packen, die keinen großen Synergie-Effekt erzeugen.

Wem das noch nicht reicht, hat auch die Möglichkeit seine Ausrüstungssets individuell farblich zu gestalten. Hier stehen dem Gamer-Herz fast alle Farbkombinationen offen, und können so ein Outfit, welches im Standardlook eher dröge wirkt, noch den gewissen Pep verleihen. Leider ist es nicht möglich Schild und Waffe farblich an das Outfit anzupassen, was das Sahnehäubchen auf dem Kuchen gewesen wäre.

Immer feste drauf?

Es stellt sich einem die Frage: Wie wird die Schwierigkeit in einem Spiel bemessen, wenn es weder Level gibt die man aufsteigen kann, noch Sphäroiden oder ähnliches auf einem Gitternetz zu setzen sind? Kann ich stupide meine Tasten drücken, und komme trotzdem zum Ziel? Es kann aufgeatmet werden. Lightning Returns - Final Fantasy XIII bietet ein abwechslungsreiches Kampfsystem, das gerade durch seine Outfits zu punkten weiß. Die Wahl der Robe ist entscheidend dafür, wie gut ich gegen den oder die Gegner bestehe. Der Kampf gegen mehr als einen Widersacher stellte sich in der Anspiel-Session als eine echte Aufgabe heraus.

Jeder Gegner hat Final Fantasy-typisch einen bestimmten Schwachpunkt. Diesen gilt es zu finden und gegen ihn zu verwenden. Hat man die passende Robe im Gepäck, muss man bloß mit der ATB-Leiste gut haushalten. Es ist nicht von Vorteil einen Kampf permanent im gleichen Outfit zu bestreiten. Nach einigen Fähigkeiten ist die Leiste erschöpft, und füllt sich nur gemächlich wieder auf.

Der Wechsel auf ein anderes Outfit, wie der Wechsel der Paradigmen in den Vorgängern, lässt die ATB-Leiste der nicht getragenen Outfits deutlich schneller füllen. Ein Augenmerk sollte der Final Fantasy-Spieler auf die Möglichkeit des Blockens und Konterns von Angriffen richten. Gut gesetzte Angriffe euerseits lassen den Angriff eines Gegners beispielsweise in Luft verpuffen und führen einen spontanen Schock-Zustand herbei. Dieser muss sonst durch eine lange Angriffskette erzeugt werden. Das gut koordinierte Blocken senkt hingegen den genommenen Schaden um ein Vielfaches. Das Kampfsystem bietet somit einiges an Möglichkeiten, um den Kampf zu eurem Gunsten zu entscheiden.

Pros

Cons

Fazit

Die Spielwelt macht optisch einen sehr netten Eindruck, und wird grafisch definitiv der stärkste Teil der Serie. Die Idee mit den Outfits als Ersatz für das Paradigmen-System ist eine Interessante Alternative, die Lightning allerdings zur Barbie-Puppe degradiert. Nach dem Motto "Sex sells" wird Lightning zum Sexsymbol - Weg von der starken Persönlichkeit die sie noch im ersten Ableger gewesen ist. Doch Lightning Returns – Final Fantasy XIII hat sehr viel Potential. In den ersten Stunden konnte ich aber vor allem eines feststellen: Hope geizt nicht mit Informationen. Dies könnte bei dem einen oder anderen schnell den Nerv-Reiz treffen.

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