Vorschau: Trine 4: The Nightmare Prince

  • schließen

Nach dem ominösen Wechsel in die dritte Dimension prasselte so einiges an Kritik auf die Trine-Entwickler von Frozenbyte ein. Die Rätsel zu flach, die Kamera ein Graus - Der dritte Teil des sympathischen Rätsel-Reihe kam unter Kritikern wie Spielern nicht allzu gut weg. Daran soll sich mit Trine 4 jedoch einiges ändern, denn die Drei lässt das Spiel nicht nur namentlich, sondern auch in puncto Gameplay hinter sich. Freuen dürft ihr euch stattdessen auf die gute, alte 2,5D-Perspektive, eine brandneue Geschichte und maßgebliche Änderungen am Koop. Hier unsere Eindrücke nach rund 30 Minuten mit Pontius und Co.

Trine 4: Eine traumhafte Rückkehr

Im Kern hält sich Trine auch zehn Jahre nach dem Erstling die Treue. Im Vordergrund des Spiels stehen noch immer drei ulkige Helden, die einer Sache auf der Spur sind, weit größer als sie selbst. Dabei nutzen sie ihre einzigartigen Fähigkeiten, um in der Physik-basierten Engine allerlei Rätsel zu lösen. Den Aufhänger der Geschichte bildet in Trine 4 ein sagenumwobener Prinz mit Namen Selius. Bereits seit einigen Jahren hat der extravagante Adelsspross mit furchtbaren Alpträumen zu kämpfen, die ihn jede Nacht heimsuchen. Soweit kein Problem, wäre da nicht der winzige Umstand, dass seine unkontrollierbaren Visionen sich gern mal verselbstständigen und das Königreich in Schutt und Asche legen.

Natürlich können Pontius, Zoya und Amadeus - sie alle feiern ihre Rückkehr aus den letzten Teilen - den armen Prinzen nicht seinem Schicksal überlassen und beschließen, ihm mit Rat, Tat und Eigenart zur Seite zu stehen. Sie wollen ihn zur berühmten Astral-Akademie bringen, wo Selius hoffentlich Hilfe findet, um die lästigen Auswüchse seiner Träume loszuwerden. Die finden das Vorhaben jedoch alles andere als witzig und stellen sich unseren Helden bei jeder Gelegenheit in den Weg. Dieses Mal gilt es also nicht nur, sich durch vertrackte Höhlensysteme zu Rätseln und zu kämpfen. Regelmäßig müsst ihr gegen die lila Traumwesen ran, die unter anderem die Umgebung beeinflussen, herkömmliche Gegner verstärken und eine ganze Reihe anderer Skills mit an Bord haben.

Alte Helden - neue Skills

Aber Trine wäre nicht Trine, wenn die Helden nicht mit ihrem ganz eigenen Repertoire an nützlichen Fähigkeiten auftrumpfen würden. Krieger Pontius geht mit Schwert und Schild zu Werke, fungiert als menschliches Trampolin, reflektiert feindliche Projektile und zerkloppt gemeinhin alles, was ihm vor die Augen tritt. Er ist und bleibt eine Bank, wenn euch Trine 4 dann doch einmal in den Kampf zwingt. Deutlich raffinierter geht es bei Bogenschützin Zoya zur Sache. Sie spannt Seile zwischen A und B und eröffnet so ganz neue Wege durch die mal mehr, mal weniger komplexen Level. Darüber hinaus kann sie nun aber auch ganze Plattformen einfrieren und ist somit unverzichtbar in Timing-basierten Rätseln. Mit ihrem Bogen sorgt sie jedoch auch im Kampf für Angst und Schrecken.

In der Vergangenheit ließ sich das über den Dritten im Bunde nur bedingt sagen. Magier Amadeus galt in den Vorgängern als Mann des Geistes und bekam im Kampf selten etwas zu tun. Viel hat sich daran nicht geändert, allerdings verfügt er nun über einen neuen Zauber, der Gegner verlangsamt und somit für die Angriffe seiner Mitstreiter verwundbar macht. Abgesehen davon nutzt ihr seine Magie natürlich weiterhin, um Würfel und Kugeln aus dem Nichts zu beschwören, die für einen Großteil der Rätsel eine gewichtige Rolle spielen. Noch immer lässt er mit seinem Geist Objekte schweben und erschafft damit zauberhafte Fahrstühle, Türme und mehr. Wie üblich wechselt ihr per Knopfdruck zwischen den Helden und nutzt ihre vielseitigen Skills, um den Rätseln Stück für Stück auf die Spur zu kommen.

Dynamische Rätsel im Koop - Mehr als nur nette Trinegabe!

Die wirken auf den ersten Blick deutlich komplexer als noch im Vorgänger. Passend zur Geschichte spielen Licht und Schatten eine größere Rolle, aber auch magnetische Objekte ließen die Entwickler in ihrer kurzen Demonstration aufeinander einwirken, um die 2,5D Sidescroller-Welten zu durchqueren. Selbstverständlich durfte auch ein Bosskampf nicht fehlen, der sich - ebenso wie ein Großteil der Puzzles - auf verschiedene Arten lösen lässt. Dieser gut ausgeglichene Mix aus Knobeln und Kloppen ist ein großer Faktor, mit dem sich der Erfolg der Vorgänger erklären lässt. Wenn das schwedische Studio hier die richtige Balance aus Komplexität und Zugänglichkeit findet, sind wir die Ersten, die sich erneut in die Welt von Trine stürzen.

Das geht in Trine 4 erstmals im Vier-Spieler-Koop. Während ihr zuvor lediglich zu dritt antreten konntet, dürfen nun bis zu drei Mitspieler eurer Session beitreten. Bedeutet allerdings auch, dass die Zusammenstellung der Helden sich verändert. Diese legt ihr nun nämlich völlig frei fest. Vier Magier, Drei Krieger und eine Bogenschützin: Alles möglich und erwünscht. Das ist jedoch nicht die einzige Neuerung im Koop-Modus. Auch die Rätsel selbst passen sich nun dynamisch der Spielerzahl an. Wie genau der Unterschied zwischen Solo-Spiel und bspw. 2-Spieler-Koop ausfällt, wollten die Entwickler noch nicht herausrücken, allerdings scheint sich vor allem die Menge der verfügbaren Hilfsmittel zu verändern, sodass ihr die Kombinationen der Helden besser ausspielen müsst. Zumindest der Wiederspielwert dürfte davon enorm profitieren.

Trine 4: Jetzt neu in Lila!

Gleiches gilt sicher auch für die Fähigkeiten von Pontius und Co. Die sind nämlich nicht mehr von Beginn an in Stein gemeißelt wie im Vorgänger, sondern lassen sich endlich wieder frei Schnauze verbessern - sofern ihr über das nötige Kleingeld verfügt. Nun gut, klimpernde Münzen sucht ihr in Trine 4 vergeblich, dafür erwarten euch versteckte Energiekristalle, die ihr in neue Stufen für eure Fähigkeiten investiert. Wie genau das funktioniert, bleib uns bislang leider verborgen. Im Gespräch versicherten uns die Entwickler jedoch, dass sich das Upgrade-System größtenteils an den ersten beiden Teilen orientiert. Es gibt also auch abseits der Geschichte einiges zu tun, was vor allem die Jäger und Sammler unter euch freuen dürfte.

Letztlich wollen wir euch natürlich nicht verschwiegen wie es um die optische Qualität von Trine 4 bestellt ist. Kurzum: Wie in allen drei Ablegern zuvor gibt es hier absolut nichts zu meckern. Der farbenprächtige Trine-Mikrokosmos sprüht nur so vor Details, die sich sowohl im Leveldesign als auch den wunderbar atmosphärischen Hintergründen niederschlagen. Das Albtraum-Setting bietet Anlass für pulsierende Lila-Töne und kreative Freiheit im Gegnerdesign. Somit bleibt Trine auch mit dem vierten Teil grundsympathisch, knuffig und humorvoll, was unter anderem daran liegt, dass die Finnen von Frozenbyte mehr Wert auf lebhafte Charaktere abseits der drei Helden legen wollen. Solide 12-15 Spielstunden versprechen die Entwickler, bei denen in Sachen Stimmung und Fantasy-Setting eigentlich nichts schief gehen kann.

Trine 4 erscheint im Herbst 2019 für PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch

Fazit

Trine 4 verabschiedet sich von der fragwürdigen dritten Dimension des letzten Teils, macht sich aber gleichzeitig auf die Suche nach alten Stärken der Reihe - und das mit Erfolg! Auch wenn nach rund 30 Minuten mit dem Rätsel-Abenteuer noch etliche offene Fragen bleiben, scheint das Grundgerüst für einen gelungenen Puzzler schon jetzt auf einem stabilen Fundament zu stehen. Die Mischung aus Knobeln und Kämpfen stimmt, während die Optik über jeden Zweifel erhaben ist. Hinzu kommen sinnvolle Änderungen am Herzstück des Spiels, dem Koop-Modus. Ab kommenden Herbst rätselt ihr euch nämlich im Viererpack durch farbenfrohe und pulsierend lebhafte Fantasy-Welten. Wenn jetzt noch die Rätselmechanik aufgeht, könnte Trine 4 genau die Rückkehr zu den Wurzeln sein, die sich Fans schon lange erhofft haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Teamfight Tactics: Alle Champions, Klassen und Origins in der Übersicht

Teamfight Tactics: Alle Champions, Klassen und Origins in der Übersicht

GTA 5 Online: Alles zum neuen Update - Wann öffnet das Casino?

GTA 5 Online: Alles zum neuen Update - Wann öffnet das Casino?

Teamfight Tactics (TFT): Item Tier List - Wem gebe ich was?

Teamfight Tactics (TFT): Item Tier List - Wem gebe ich was?

Gamescom 2019: Die Gaming-Messe ist eröffnet. Hier alle wichtigen Updates

Gamescom 2019: Die Gaming-Messe ist eröffnet. Hier alle wichtigen Updates

Kommentare