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Vorschau: Yoshis Woolly World (gamescom 2014)

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Von: INGAME Redaktion

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Darf ich vorstellen? Das ist T. Yoshisaur Munchakoopas, kurz Yoshi. Ja, ja, den kennt ihr natürlich schon - aber so? Der sieht jetzt ganz anders aus. So mit Fäden und ganz viel Plüsch! In den hinteren Reihen höre ich sie aber schon schmollen, die Oldtimer, die schon bei Kirby und das magische Garn Regenbögen gekotzt haben. "Das ist mir zu kindisch!", ruft der eine und ganz weit hinten höre ich ein "Die Wii gibt's immer noch!?" stöhnen. Aber lasst euch eines gesagt sein: Yoshis Woolly World ist optisch mindestens genauso großartig, wie es niedlich ist. Und wenn man den Niedlichkeitsfaktor dieses Spiels als Maßstab nimmt, will das schon was heißen!

Komme was da Wolle!

An dieser Stelle entschuldige ich mich an alle über dreißigjährigen Zocker, die nicht in die oben genannte Kerbe passen. Doch genug mit Vorurteilen! Yoshis Woolly World ist ebenso wenig dreißt kopiert, wie ältere Semester, Nintendo den Krieg angesagt haben. Trotzdem ist Yoshis neues Abenteuer nicht ganz frei von allen Plagiatsvorwürfen. Mit Kirby und das magische Garn veröffentlichte Big N 2011 das gleiche Konzept auf der Wii. Man verzierte das Kirby-Universum mit reichlich Garn und Wolle, behielt aber die alt bekannten Gameplay-Mechaniken der Vorgänger bei. Rauskam ein Spiel, das das Rad zwar nicht neu erfand, optisch aber so aus der Wolle, äh, Rolle fiel, dass man es wieder spielen musste. "Aaawwws" garantiert.

Auf der gamescom 2014 durften wir zwei spielbare Abschnitte aus Yoshis Woolly World genauer unter die Lupe nehmen und wurden von der schieren Detail- und Farbvielfalt direkt in den Bann gezogen. Kein Screenshot oder Trailer könnte die Schönheit dieses Spiels besser einfangen als das Spiel selbst. Knallige Farben, außergewöhnliches Character-Design und fotorealistische Details wie Ausfransungen oder die Sichtbarkeit aller noch so kleinen Fäden machen Yoshis Woolly World zum bisher schönsten Wii U-Titel, den ich je gesehen habe.

Den großen Unterschied zwischen Kirbys und Yoshis bunten Trips, stellt die Menge des Garn dar. Während Kirby im Grunde aus drei Fäden besteht (Körper und Füße), wirkt der grüne Dinosaurier wie handgemachte Strickkunst. Das lässt ihn nicht nur extrem kuschelig wirken, im Gegensatz zu seinem pinken Konkurrenten macht ihn das auch gleich deutlich dreidimensionaler. Das wird auch in der Spielwelt von Yoshis Wooly World bemerkbar. Die schlauen Köpfe von Nintendo und Good-Feel sparen nicht mit kreativen Ideen.

Der Wollknäuel-legende Eier-Milch-Dino?

Jeder Baustein und jede Hürde der anspielbaren Welten dienten einem Zweck und forderten unsere volle Aufmerksamkeit. Bei dieser ansprechenden Präsentation jedoch ein Klacks und so hüpften wir problemlos von Plattform zu Plattform und verwandelten alles in Wolle, was nicht niet- und nagelfest war. Tja, statt in Eier, verwandelt Yoshi Gegner nun in Wollknäuel, die er als Geschosse verwenden kann. Große spielerische Unterschiede zwischen Yoshis Woolly World und der Island-Serie gibt es nicht. Immer noch wird mittels Fadenkreuz anvisiert und ein zweiter Druck auf die Sprungtaste ermöglicht kurzes Schweben in der Luft.

Es ist aber auch möglich, die Umgebung zu beeinflussen. Manche Plattformen benötigen erst Garn, bevor ihr sie erklimmen könnt. Dazu werft ihr einfach ein Wollknäuel auf die entsprechend markierte Stelle. Selbstverständlich haben die Entwickler viele versteckte Orte im Spiel verteilt, die es zu entdecken gilt. Der klassische unsichtbare Gang ist nur einer von vielen Möglichkeiten an Boni zu kommen. Einige Plätze lassen sich nur erreichen, in dem Yoshi Blockaden wie Spaghetti verschlingt. So kommt ihr nicht nur an wertvolles Bonusmaterial, Yoshis Verdauungstrakt belohnt euch nach Anschluss der Fressorgie mit einem übergroßen Wollknäuel. 

Pros

Cons

Fazit

Kennt ihr diese Spiele, die man erst dann wertschätzt, wenn man sie selbst gespielt hat? Spiele, denen weder offizielle Gameplay-Videos, noch Screenshots gerecht werden können? Ohne den geringsten Zweifel: Yoshis Wooly World ist so ein Videospiel. Auch ich war nach der ersten Ankündigung etwas skeptisch, wurde das Konzept doch bereits in Kirby und das magische Garn aufgegriffen. Yoshis Woolly World setzt in puncto Niedlichkeit und Optik eine Schippe drauf. Keine Ahnung, wie ich die Wartezeit bis zum nächsten Frühling aushalten soll.

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