Untoter Shooter

Zombie Army 4 im Test – Kampf gegen untote Nazis und okkulte Mächte

  • vonDaniel Meyer
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Schnelle Action, seichte Story, untote Nazis – Zombie Army 4 ist da und will die Nachfolge von Left 4 Dead antreten. Ob das klappt, zeigt unser Test zum Shooter.

  • Zombie Army 4 ist seit dem 04. Februar 2020 im Handel erhältlich
  • Der Zombie-Shooter will in die Fußstapfen von Left 4 Dead treten
  • Zombie Army 4 ist solo und im Koop-Modus spielbar

Oxford – Sei es nach einem langen Arbeits- oder Schultag, oder dem letzten, anstrengenden Rollenspiel: Manchmal muss schnelle Action her, und hier brilliert Zombie Army 4 hervorragend! Fünf Jahre sind mittlerweile ins Land gezogen seit dem letzten Ableger der Serie. Dabei sprechen wir übrigens von der Trilogie, die Anfang 2015 veröffentlicht wurde. 

Zombie Army 4: Die untote Nazi-Bedrohung ist zurück.

Also höchste Zeit für neues Material, und mit Zombie Army 4 hat die Spieleschmiede Rebellion sich auch ordentlich ins Zeug gelegt. Denn obwohl der Name des Games bei Gamern eher einen seichten Triple-B-Titel erwarten lässt, kommt das Endprodukt weitaus besser daher, als man vermuten möchte. Grund genug, dass wir im Folgenden einen genauen Blick auf das Spielgeschehen werfen – achja, und Nazi-Zombies gilt es auch massig abzumurksen!

„Regel 32: Genieße die kleinen Dinge“ – Zombie Army 4 im Test

Zombies sind und bleiben Kult, egal ob in Filmen, Serien oder Videospielen. Dies gilt auch dann, wenn man es mit abgedrehten Varianten wie Nazi-Zombies zu tun bekommt. Hier bleibt Zombie Army 4: Dead War seinen Wurzeln treu, und ähnliches ist auch vom Rest des Spiels zu behaupten. Denn schlussendlich beschreitet Entwickler Rebellion, mit Sitz in Oxford, Großbritannien, keinerlei wirkliche Wagnisse, um markante Neuerungen ins Spielgeschehen einfließen zu lassen. Alles hat man irgendwo schon in anderen Spielen gesehen und erlebt. Doch während dies zunächst negativ klingt, so besticht das Game vor allem in den kleinen Dingen.

Zombie Army 4 erfindet das Rad nicht neu, setzt aber die richitigen Stellschrauben an.

Ein Gebiet, in dem Rebellion ausgezeichnete Arbeit abgeliefert hat, ist das Feintuning. All die unterschiedlichen Mechaniken spielen in Zombie Army 4 äußerst sanft ineinander, was für einen Shooter im Left 4 Dead-Stil enorm wichtig ist. Nur wenn sich das Gameplay und dessen Mechaniken stimmig anfühlen und kein allzu großes Gefühl der Wiederholung auftritt, kann der Spieler langfristig gehalten werden. Dies wird hier durch ein stimmiges Gesamt-Ensemble aus Abwechslung, präziser Steuerung und viel Liebe zum Detail erreicht.

Zombie Army 4 glänzt im Test mit alten Stärken: Endlose Zombie-Horden

In vielerlei Hinsicht fühlt sich Zombie Army 4 wie ein Left 4 Dead-Ableger an. Auch hier spielt ihr mit drei weiteren Spielern im Team zusammen, kämpft euch zusammen kooperativ durch die zahllosen Level-Abschnitte und müsst endlose Wellen aus Untotem Fleisch aus dem Weg räumen. 

Zombie Army 4: Besonders im Koop ein kurzweiliger Spaß.

Doch im Gegensatz zum Klassiker von Valve kommt Rebellions Shooter etwas zugänglicher daher – das heißt ihr sterbt nicht so leicht und Elite-Gegner sind weitaus einfacher zu besiegen als die fiesen Untoten aus Left 4 Dead. Auf höheren Schwierigkeitsgraden kann das Game allerdings auch recht knackig daherkommen, sodass Teamplay hier weitaus stärker gefragt wird.

Zombies ohne Brains in Zombie Army 4

Hierbei handelt es sich leider um eines der wenigen und zugleich größten Probleme hinter Zombie Army 4: Die KI fällt nicht sonderlich smart aus. Das Verhalten von Gegnern, insbesondere in den ersten Leveln, ist ausgesprochen vorhersehbar. Aber auch spätere Gegnertypen verhalten sich hier wenig besser. Zugegebenermaßen gibt es reichlich Abwechslung, sodass die eigene Taktik stets erweitert werden muss, doch hat man sich an diese neuen Gegner erst einmal gewöhnt, so stellen diese kaum eine Gefahr da.

Neben langsamen Walkern bekommen wir es unter anderen mit Kriechern und Selbstmord-Zombies zu tun. Letztere laufen in eure Nähe und explodieren dann, sodass diese entweder auf Distanz erledigt werden müssen, oder ihr im Zweifel aus dem Gefahrengebiet herauslauft. Später gesellen sich auch stärkere Gegner  hinzu, die etwas mehr Aufwand oder Finesse benötigen. 

Die Gegner in Zombie Army 4: Wie üblich wunderbar überzeichnet und übergroß.

Manche lassen sich so nur durch einen Blattschuss töten und wieder andere müssen aufgrund von Panzerung ordentlich mit Kugeln eingedeckt werden. Solange ihr eure Deckung nicht vernachlässigt, stellen auch diese Gegner kaum ein Problem dar. Aber lasst euch nicht umzingeln, denn dann könnte es durchaus schnell haarig werden.

Zombie Army 4: Langzeitspielspaß durch Missionen, Unlocks und Horde-Modus

Die Leidenschaft, die das Team von Rebellion in Zombie Army 4 gesteckt hat, ist absolut erwähnenswert. Denn dadurch ist es dem Studio gelungen, ein in sich stimmiges Werk zu schaffen, welches sich selbst nicht allzu ernst nimmt, aber gleichzeitig nicht in dümmlichen Humor abrutscht. Zudem gibt es gelegentliche Easter Eggs zu entdecken, und auch die Kommentare der Charaktere sind gut geschrieben und laden oftmals zu einem süffisanten Lächeln ein.

Um zusätzliche Herausforderungen zu liefern, gibt es neben unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auch Missionen zu erledigen. Diese stellen euch bestimmte Aufgaben, die ihr im Laufe des Spiels ausüben müsst – bspw. eine bestimmte Anzahl an Collectables finden oder Feinde auf bestimmte Art und Weise erledigen. Schafft ihr dies, könnt ihr neue ausrüstbare Skills freischalten oder Upgrades erspielen. Eure Waffen könnt ihr so bspw. verbessern, wohingegen auch mehrere passive Skills euer Spielverhalten beeinflussen können. Die wirklich mächtigen Fähigkeiten erhaltet ihr allerdings erst im späteren Verlauf des Spiels, wenn ihr die nötigen Kriterien erfüllt habt.

Passive und aktive Skills sorgen für spielerische Abwechslung in Zombie Army 4.

Als spannend stellte sich auch der Horde-Modus von Zombie Army 4 heraus. In diesem müsst ihr mindestens 12 Wellen an Zombies trotzen, die mit jeder Welle stärker und zahlreicher werden. Habt ihr diese Anzahl an Wellen absolviert, so könnt ihr flüchten oder wahlweise einfach weiterkämpfen und schauen wie lange ihr es schafft zu überleben. Während gerade letzteres eine spannende Alternative ist, so fehlt es hier leider an einem nötigen Anreiz. Länger im Spiel zu verbleiben bringt nur wenig, abgesehen von Erfahrungspunkten, die euer Spielerlevel erhöhen. 

Fazit: Zombie Army 4 holt sich im Test die folgende Note

Zombie Army 4 im Test: So schneidet der Shooter ab.

Zombie Army 4 ist nicht nur ein würdiger neuer Teil der Serie, sondern auch der inhaltlich beste Teil der Reihe. Neben endlosen Wellen aus Nazi-Zombies bekommt ihr es hier auch mit einem sehr ausbalancierten Titel zu tun, der sowohl optisch als auch im Gameplay zu überzeugen weiß. Zwar erfindet Zombie Army 4 das Rad nicht neu, dafür greifen die bestehenden Elemente allerdings bravourös ineinander, sodass euch eine gelungene Spielerfahrung erwartet - wenn nur die Story nicht so vergessenswert wäre. Solltet ihr auf schnelle und simple Action aus sein, so kann Zombie Army 4: Dead War durchaus einen Blick wert sein – zumal der Titel wieder mit der berüchtigten Slow Motion-Kamera daherkommt, mit der ihr in Zeitlupen-Röntgensicht Kugeln durch die Körper eurer Feinde fliegen sehen könnt – gewohnt brachial.

Pros

Cons

+ Stattliche Grafik mit viel Liebe zum Detail

- Viele Schlauchlevel

+ Solide Koop-Action

- Schwache KI

+ Toller Horde-Modus...

- ...dem Motivatoren fehlen

+ Herausfordernde Schwierigkeitsgrade

+ Unlocks mit viel Individualisierung

+ Stimmiges und abwechslungsreiches Gameplay

Rubriklistenbild: © Rebellion Games

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